Als SDSL (Single line Digital Subscriber Line oder Symmetrical
single pair DSL) bezeichnet man eine asymmetrische
Datenübertragungstechnologie unter Verwendung von Kupferkabeln, welche
dieselben Übertragungsraten wie HDSL
auf einer einzigen Leitung erzielt.
Anwendungen unter SDSL sind beispielsweise Datendienste wie T1/E1,
WAN, LAN usw. (siehe auch HDSL).
Aufgrund der Ähnlichkeit beider Technologien wird SDSL gelegentlich
auch als Nachfolge-Übertragungstechnik von HDSL bezeichnet.
SDSL zeichnet sich durch folgende technische Eigenschaften aus:
- Übertragung über ein Kupferdoppelader
- Übertragungsrate von bis zu 2 MBit/s
- Frequenzspektrum: 0 Hz bis 387 kHz
- Kabellänge bis über 6 km bei ca. 1/10 der Übertragungsrate
Der Europäische SDSL-Standard nach ETSI soll auf einer
Kupferdoppelader ratenadaptive Übertragungsraten zwischen 384 kBit/s
und 2304 kBit/s ermöglichen.
Innerhalb des SDSL-Frequenzspektrums soll ISDN mit zwei B-Kanälen und
einem D-Kanal realisiert werden (ISDN over SDSL). Damit werden
die ISDN-Signale nicht bei bei ADSL mittels eines vorgeschalteten
Splitters vom Datensignal getrennt, sondern sie sind Bestandteil der
SDSL-Technik.
Bei einer Nettodatenrate von 2,304 MBit/s soll eine Reichweite von 3
km überbrückt werden. Solch ein Wert setzt entsprechend störungsfreie
Bedingungen und ein geeignetes Modulationsverfahren voraus:
- Pulsed Amplitude Modulation (PAM)
Der PAM-Leitungscode (16 PAM - 4B1Q) hat eine geringe
Durchlaufzeit, eine gute Reichweite und ist abwärtskompatibel zu
2B1Q, wie es bei HDSL eingesetzt wird.
Eine maximale Verträglickeit zu anderen Diensten, wird durch das
Power-cut-back-Verfahren erreicht. Störungen für andere Dienste
sind mit den Frequenzen bis 387 kHz und einer typischen
Sendeleistung von 25 mW gering.