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Deutsche Telekom AG

 www.telekom.de,  www.t-online.de.

Erfahrungsberichte : Deutsche Telekom : T-DSL T-Online flat
31-Mar-2001/09-Jan-06


T-DSL und T-Online flat

DSL-Kunde wurde ich erstmals Mitte 2000 bei der Telekom. Den Anschluß beauftragte ich online in Verbindung mit der Teilnahme an der T-Online Langzeit-Marketingstudie und den damit verbundenen Vergünstigungen.

Wenige Tage nach der Bestellung erhieltich per Post eine Broschüre und Zugangsdaten von T-Online. Wenige Tage später folgte eine Auftragsbestätigung durch die Telekommit einem Installationstermin, der auch eingehalten wurde.

Eine Selbstmontage von Splitter und DSL-Modem war damals noch nicht möglich, da die Leitung erst vermessen werden mußte. Das ging bei mir relativ rasch, bei einem Bekannten verbrachte der Telekom-Monteur allerdings einen ganzen Tag mit Messen (Berlin, Prenzlauer Berg).

Die Installation der Hardware klappte reibungslos, auch kann ich nicht über unangemessene Wartezeiten klagen. Soweit verlief die Bereitstellung -- zu meiner Überraschung -- ziemlich problemlos. Im Bekanntenkreis waren zuvor weitaus mehr Probleme und Wartezeiten aufgetreten.

Der ersten Euphorie folgte allerdings rasch Ernüchterung, als ich erstmals eine Verbindung aufbauen wollte. Die von T-Online bereitgestellten Treiber für Windows NT erwiesen sich rasch als äußerst unflexibel und ziemlich unbrauchbar, auch unter Linux wollte es mit Roaring Penguin nicht klappen.

Einige Telefonate später war dann der Anschluß tatsächlich auch seitens der Telekom aktiviert (was hatte der Monteur eigentlich gemessen?). In den nächsten Wochen folgte dann ein Betriebssystemwechsel zu Windows 2000; das "Killer-Feature" war der hervorragende RASPPoE-Treiber von Robert Schlabbach, eine Freeware, die leider nicht für Windows NT verfügbar ist.

In der Praxis erwies sich T-DSL dann auch als komfortabler und deutlich performanter als der bisherige Internet-Zugang via ISDN. In einigen Fällen waren die Zugänge für mehrere Tage gestört (vgl. Datenbank mit inoffiziellen Störunsmeldungen, www.friedenau.de), insgesamt überwiet aber ein positives Gesamtbild.

Das änderte sich aber, als ich beruflich feststellte, daß an mehreren Firmenstandorten Probleme mit T-DSL auftraten: Wahrend der alte Firmenstandort in Berlin-Zehlendorf über mehrere T-DSL-Anschlüsse zur Ergänzung der 2 MBit/s Festverbindung verfügte, konnten zwei neue Standorte in Berlin-Tiergarten und Berlin-Moabit nicht erschlossen werden.

Als ich im Winter 2000 begann, einen privaten Umzug vorzubereiten, stellte sich dasselbe Problem: Auch Moabit, immerhin ziemlich im Zentrum von Berlin, gehörte nicht zum T-DSL-Ausbaugebiet.

Nachdem die Online-Verfügbarkeitsprüfung im Dezember 2000 noch ein "verfügbar" für die Waldenserstrasse gemeldet hatte, änderte sich die Angabe im Januar 2001 in ein "Ausbau geplant für das II. Quartal 2001". Im März änderte die Verfügbarkeitsprüfung erneut ihre Meinung, aber leider nicht in ein "verfügbar", sondern in einen geplanten Ausbau im III. Quartal. Die Konkurrenz war da schneller, die Online-Verfübarkeitsprüfung von Mannesmann-Arcor meldete ein fröhliches "verfügbar" für ISDN und DSL. So stellte ich Ende März einen ISDN- und DSL-Antrag bei Mannesmann-Arcor und kündigte T-Online, T-DSL und T-ISDN.

Das klappe leider nicht, wie man es erwarten sollte: Trotz zunächt positiver Verfügbarkeitsprüfung konnte dann doch kein DSL-Anschluß bereitgestellt werden und dann begann Arcor, mich mit Werbung zuzupflastern, nahezu täglich kamen per Post "Angebote", gelegentlich in doppelter Ausführung -- für so ziemlich alle anderen Arcor-Produkte, nur nicht für DSL. Schließlich widerrief ich entnervt meinen Antrag auf einen Arcor ISDN-DSL-Anschluß; auch das klappe leider nicht bei Arcor (nach meinen Erfahrungen funktioniert dort eigentlich nichts).

Nach einer mittleren Odyssee durch alle mir bekannten Anbieter von DSL-Anschlüssen, angefangen von Berlikom über Otelo, QSC, Streamgate, Victorvox bis hin zu Yahoo! fragte ich systematisch die Verfügbarkeit ab -- immer mit negativem Ergebnis (wie ist das eigentlich in ländlichen Regionen?). Der ISDN-Anschluß blieb also bei der Telekom.

Völlig überraschend erhielt ich Mitte 2001 ein Schreiben von der Telekom, daß mein T-DSL-Anschluß demnächst freigeschaltet würde. Den hatte ich zwar nicht beantragt, aber was solls. Ich hatte noch den Splitter und das Modem von meinem letzten DSL-Anschluß, also konnte ich das auch sofort testen. Tatsächlich meldetet der NTBBA ab dem versprochenen Datum auch ein SYNC.

Der Antrag auf T-Online flat dauerte rund eine Woche, wie gewohnt kamen die Zugangsdaten per Einschreiben. Der Anschluss funktionierte einige Wochen probelmlos

Ein mittleres Drama ergab sich, als der Anschluss für rund zwei Wochen ausfiel; es folgten tägliche Telefonate mit der Telekom-Hotline; zunächst wurde behauptet, der Berliner Server sei ausgefallen, später war dann angeblich T-Online schuld. Aber auch das Problem wurde gelöst und seitdem ist T-DSL bei mir wieder stabil.

Insgesamt hinterlässt T-DSL einen positiven Eindruck. In folgenden Punkten besteht jedoch m.E. Verbesserungsbedarf:

Software und Treiber.

Die mitgelieferte T-Online-Software ist eine Krankheit, insbesondere die Treiber. Wer mit Windows unterwegs ist, sollte unbedingt auf den Schlabbach-Treiber (RASPPPOE, s.u.) zurückgreifen, der ist schlank und stabil. Eine weitere Alternative ist ein separater Gateway-Rechner, der nebenbei auch noch Firewall und Proxy spielen kann, unter Linux; eine empfehlenswerte und von Diskette lauffähige Mini-Distribution ist beispielsweise Coyote Linux.

Bandbreite.

Alle ADSL-basierten Technologien sind, wie der Name bereits sagt, asymmetrisch. Eine (optionale) Beschaltung mit einem höheren Upstream von beispielsweise 256 oder 284 kBit/s Upstream wäre wünschenswert.

Support.

Für T-DSL gibt es mittlerweile durchaus brauchbare Installationshilfen und Tools, z.B. den T-DSL SpeedManager oder den T-DSL / PPP over Enthernet Installationstest. Hier wäre wünschenswert, diese Tools und Installationshilfen auch für andere Plattformen, insbesondere Linux, bereitzustellen. Ausserdem muss die Verbindlichkeit der Auskünfte der telefonischen Hotline verbessert werden. Ich kann damit leben, wenn der Anschluss mal ausfällt, die Telekom muss das aber auch bestätigen und in der Lage sein, eine ungefähre Dauer der Störung anzugeben; jede Abstreite-Taktik weist auf unzureichende Professionalität hin.

Weiterführende Informationen

  • Tools - Utilities für T-DSL-Nutzer,
  • Netmarks - Dienste und Erfahrungsberichte im Netz,
  • Literatur - Buchtipps zu T-DSL.

Siehe auch

  • Ein Blick zurück: Hausdurchsuchung wegen Verstosses gegen FAG (1993) - diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei...
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