| Aufgrund unserer Erfahrungen mit
Mannesmann-Arcor
müssen wir vor einer eventuellen Geschäftsbeziehung mit diesem
Anbieter warnen. Die
chronologisch dokumentierten Erlebnisse mit Arcors
Geschäftsgebaren bei unserem DSL-Antrag von Anfang 2001 bei
Arcor sind allerdings möglicherweise nicht repräsentativ. Wer
ähnliche -- oder gegenteilige Erfahrungen -- mit Arcor gemacht
hat kann sich gerne bei mir
per E-Mail melden.
Auf unseren Erfahrungsbericht erhielten wir zahlreiche
Kommentare und Ergänzungen per
E-Mail; wir geben Auszüge aus diesen Leserbriefen wieder.
Der
Artikel "Verkauft. Von einem, der auszog, eine DSL-Flatrate
zu buchen" (Report: Service und Support). In: c't Heft
5/2002 (25.02.2002-10.03.2002), S. 86-88 von Georg Schnurer
berichtet von einem Fall mit sehr ähnlichen Erlebnissen; daher
liegt die Vermutung nahe, dass Arcor möglicherweise nicht nur in
Einzelfällen unprofessionell agiert und unseriöse
Geschäftspraktiken anwendet. |
Nach unseren Erfahrungen ist Arcors Geschäftsgebaren
durch Nachlässigkeit, Desorganisation und abolute Ignoranz des
Auftragsmanagements gekennzeichnet.
- Beispielsweise versendet Arcor entweder gar keine oder
fehlerhafte Auftragsbestätigungen, bearbeitet weder schriftliche
noch telefonische Anfragen und ignoriert Kundenwünsche jeglicher Art
schlichtweg.
Belege für diese Aussagen: Siehe
Chronologie.
Nach unseren Erfahrungen ist Arcors unternehmerisches
Auftreten gekennzeichnet durch Unzuverlässigkeit, Beliebigkeit,
Falschaussagen und Fehlinformationen.
- Beispielsweise werden Rechnungen über nicht erbrachte
Leistungen ausgestellt, es werden Vertragsbeziehungen mit fiktiven
(nie genannten) Kündigungsfristen frei erfunden, Briefe werden
rückdatiert, doppelt versendet oder verbringen angeblich bis zu zehn
Tage auf dem Postweg.
Belege für diese Aussagen: Siehe
Chronologie.
Nach unseren Erfahrungen ist Arcors technisches Profil
gekennzeichnet durch totale Inkompetenz.
- Beispielsweise meldetete die Online-Verfügbarkeitsprüfung von
Arcor in unserem Fall, Arcor-DSL sei an einem bestimmten Standort
(Waldenserstrasse 30 in 10551 Berlin) verfügbar:

Nach Beantragung des Anschlusses passierte einen Monat lang
nichts -- beispielsweise erfolgte keine Auftragsbestätigung -- dann
wurde uns ein Schreiben zugestellt, dass Arcor-DSL am betreffenden
Standort (im Zentrum Berlins!) kein DSL zur Verfügung stellen
könne. Das zeigt: (a) Das Arcor-interne Auskunftssystem funktioniert
nicht; (b) Arcor ist nicht in der Lage, zeitnah Leistungen zu
erbringen und (c) Arcor ist nicht in der Lage oder bereit, Leitungen
zu überwachen (Quality of Service), wie das Ausstellen von
Rechnungen für einen ISDN-Telefonanschluss beweist, der nie
installiert wurde.
Belege für diese Aussagen: Siehe
Chronologie.
Anfang 2001 beantragten wir einen DSL-Anschluss bei Arcor, der
zwangsweise mit einem ISDN-Anschluss bei demselben Anbieter gekoppelt
ist. Eine Auftragsbestätigung über diesen Auftrag erhielten wir nie.
Nach gut einem Monat wurde uns mitgeteilt, DSL könne an unserem
Standort nicht zur Verfügung gestellt werden; alternativ wurde eine
ISDN-Flatrate angeboten; diese Offerte nahmen wir jedoch nicht an,
sondern traten schriftlich von dem Auftrag zurück. Es kam also keine
Vertragsbeziehung zustande, da Arcor die beauftragte Leistung nicht
erbringen konnte. Auch dieser Rücktritt vom Auftrag wurde durch Arcor
nicht bestätigt.
Nach unserem schriftlichen Rücktritt von dem Auftrag hörten wir über
ein halbes Jahr nichts mehr von Arcor. Wir beantragen T-ISDN und T-DSL
bei der Deutschen Telekom AG, die
kann liefern und wir erhalten sofort einen ISDN-Anschluss und einige
Wochen später einen DSL-Anschluss über die Telekom.
Ab November 2001 (!) versuchte Arcor dann plötzlich unangekündigt,
einen ISDN- und später auch einen DSL-Anschluss zu installieren. Die
Erinnerung an unseren Rücktritt von dem alten Auftrag per Telefon und
Telefax wurde seitens Arcor vollständig ignoriert, obwohl Frau
Mitteldorf von der sog. "CareLine" ausdrücklich bestätigt hatte,
dass es sich um einen Irrtum gehandelt haben müsse und jetzt alles
erledigt sei.
Im Januar 2002 erreichte uns schliesslich eine Rechnung über
Leistungen, die Arcor nie erbracht hat: Beispielsweise wird die
Installation und Montage eines ISDN- und DSL-Anschlusses berechnet, die
nie erfolgen konnte, weil kein von Arcor beauftragter Monteur jemals
unsere Räume betreten hat. In den Folgemonaten schickt Arcor penetrant
weitere Rechnungen und Mahnungen, obwohl wir weder Kunde sind, noch über
Arcor telefoneren, noch über Arcor DSL nutzen.
Eine detaillierte Chronologie
unserer Erfahrungen mit Arcor steht zur Verfügung. Alle dort
angeführten Unterlagen liegen uns vor und können daher auch im Falle
eines Rechtsstreits belegt werden.
Als Fazit mussten wir das Geschäftsgabaren von Arcor aufgrund der
penetranten Ignoranz als skandalös einstufen und uns an die Berliner
Verbraucherzentrale sowie in dieser und anderer Form an die
Öffentlichkeit wenden.