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Deutsche Telekom AG (Logo)Deutsche Telekom

 www.telekom.de/t-dsl,
 www.t-dsl.de.

Anbieter : Deutsche Telekom : Übersicht
17-Jun-2001/09-Jan-06


Übersicht

Das ehemalige Staatsunternehmen Deutsche Telekom konnte in Deutschland als erster Telekommunikationsanbieter weitgehend flächendeckend ADSL-Anschlüse anbieten; die ersten Anschlüsse wurden offiziell im August 2000 geschaltet.

Im Dezember 2002 gab die Telekom bekannt, dass sich der T-DSL- Kundenstamm jetzt auf drei Millionen Kunden belaufe; im März 2003 wurden neue Zahlen bekannt gegeben: 10 Millionen Kunden für den ISDN-Basisanschluss und 3,4 Millionen für T-DSL.

T-DSL

Ein T-DSL-Anschluss stellt asymmetrisches DSL nach dem ADSL-Standard "Full Rate ADSL" mit DMT-Modulation (auch bekannt als "Annex-B-ADSL") bereit; die Übertragungsrate beträgt 864 kBit/s upstream und 160 kBit/s downstream. Die von der Telekom zugesicherte Übertragungsgeschwindigkeit ist etwas geringer und liegt bei 768 kBit/s upstream und 128 kBit/s downstream.

Der Standard-T-DSL-Anschluss kostet bei der  Deutschen Telekom DM19,90 pro Monat; hinzu kommen die Gebühren für einen ISDN-Anschluß.

Nach 24 Stunden erfolgt "aus technischen Gründen" ein Abbruch der Verbindung; eine sofortige Wiedereinwahl ist möglich und zulässig.

Optional kann über T-Online als ISP eine Internet-Flatrate unter der Bezeichnung T-DSL flat bezogen werden, die monatliche Kosten i.H.v. DM 49,00 verursacht. Die Mindestvertragslaufzeit liegt bei 12 Monaten.

Seit März 2003 bietet die Telekom eine gebührenpflichtige "Fastpath"- Option an, die jedoch nur nach individueller Beauftragung geschaltet werden soll; mit diesem Leistungsmerkmal lassen sich die Ping- Zeiten verkürzen. Bei der Onlinebeauftragung wird individuell geprüft, ob Fastpath am jeweiligen T-DSL-Anschluss aktiviert werden kann; der monatliche Aufpreis zum bestehenden T-DSL- Anschluss beträgt EUR 0,99.

Achtung! Geänderte AGBs ab Mitte 2001:

  • Leistungsbeschreibung (PDF, ca. 90 kB).

T-DSL 1500

Ab Mitte 2002 ergänzte die Telekom ihr Angebot um T-DSL 1500; dabei wird die Kapazität des Upstreams verdoppelt auf bis zu 1.536 kBit/s; der Downstream bietet jedoch nur bis zu 192 kBit/s und liegt damit deutlich unter dem, was bereits die Standard-Angebote von Mitbewerbern wie QSC oder Yahoo! bieten. Die Werbeaussage der Telekom, "das ist ca. 24 mal so schnell wie bei einem herkömmlichen T-ISDN Anschluss mit bis zu 64 kBit/s", bezieht sich ausschliesslich auf den Upstream, aber kleinere "Ungenauigkeiten" nehmen Marketingsprüche ja gerne in Kauf.

Die monatlichen Bereitstellungskosten liegen bei einem vorhandenem T-DSL-  Anschluss bei EUR 9,99 zusätzlich; im Gegensatz zum Standard-Tarif ist dabei allerdings die Anbindung eines LANs zulässsig.

Der ISP T-Online bietet einen speziellen Tarif für T-DSL 1500 unter der Bezeichnung "T-Online dsl 5000 MB", der ein freies Transfervolumen von 5.000 MB im Monat erlaubt; eine Flatrate wie "T-Online dsl flat" gibt es für den Highspeed-Zugang der Telekom nicht.

T-DSL "light"

Seit Anfang Dezember 2002 bietet die Telekom einen weiteren Tarif, der inoffiziell als T-DSL "light" bezeichnet wird; dabei handelt es sich um einen T-DSL- Anschluss mit halbierter Bandbreite (384 kBit/s im Downstream und 64 kBit/s im Upstream), für den allerdings der volle T-DSL-Preis für die halbe Leistung verlangt wird. Interessant ist der Tarif damit nur für die Kunden, denen bisher aufgrund der unzureichenden Leitungsqualität kein T-DSL bereitgestellt werden konnte.

T-DSL "light" wird nicht als separates Produkt verkauft. Ein solcher Anschluss wird nur geschaltet, wenn die volle Bandbreite nicht zur Verfügung steht und wenn der Kunde mit der Leistungsminderung einverstanden ist. Die Auftragsbestätigung enthält einen entsprechenden Hinweis.

Bei einem Telefon-Kabel guter Qualität kann die Entfernung von der Vermittlungsstelle derzeit bis zu 4,3 Kilometer betragen; die Halbierung der Bandbreite erhöht diese Maximalreichweite nach Angaben der Telekom nun auf 4,6 Kilometer. Die Reichweite von T-DSL steigt damit um etwa 10 Prozent; für die mit Glasfaser verkabelten Regionen Ostdeutschlands bringt diese Anschlussform jedoch keine Verbesserung -- T-DSL kann hier weiterhin nicht bereitgestellt werden.

T-DSL Hardware

Zum Jahresende 2001 überliess die Telekom den bisherigen Kunden die DSL-Hardware, bestehend aus Splitter und Modem. Neukunden sind ab 2002 für die Endgeräte selbst zuständig und können ggf. auf Angebote von Fremdherstellern zurückgreifen.

Gleichzeitig definierte die Telekom die Schnittstelle U-R2, in u.a. der die ADSL-Übertragung und der Transport von ATM-Zellen über ADSL definiert wird.

Verfügbarkeitsprüfung

Deutschen Telekom: Verfügbarkeitsprüfung (unverbindlich),
www.telekom.de/dtag/MPT/formulare/tdsl/tdsl-staticstart/0,7667,,00.html.

Verfügbarkeitsprüfung: www.telekom.de/t-dsl.

Telefonische Verfügbarkeitsprüfung: 08 00/3 30 90 00.

Siehe auch

  • Handbuch T-DSL (PDF, ca. 4 MB)

Leased Link DDV-M Ethernet 100

Zur CeBIT 2003 startete die Telekom einen neuen Dienst, mit dem Geschäftskunden in Zukunft ihre verteilten Unternehmens-Netzwerke bundesweit per Fast-Ethernet verbinden können. Leased Link DDV-M Ethernet 100 bindet LANs über das Glasfaser-Backbone der Telekom ein.

Die Übertragungsrate wird dabei bis zu 100 Mbps (Fast Ethernet) skalierbar sein. Kostspielige und wartungsintensive Weitverkehrsrouter sollen dabei entfallen können. Technischer Partner für den Fast-Ethernet-Dienst ist Netzwerkausstatter Lucent, dessen optischer Multiplexer Wavestar AM mit TransLAN-Technik vier Fast-Ethernet-Schnittstellen zur Kundenanbindung über das Glasfasertransportnetz der Telekom ("SDH2000+") bietet.

Verfügbarkeit: ab Sommer 2003.

Netmarks

Heise Online: "Telekom hat 3,4 Millionen Kunden für T-DSL", Meldung vom 11.03.2003 11:39,
www.heise.de/newsticker/data/jk-11.03.03-004.

Heise Online: "Fast-Path für T-DSL ist da", Meldung vom 09.03.2003 12:47,
www.heise.de/newsticker/data/tol-09.03.03-001.

Golem.de: "Deutsche Telekom startet Fast-Ethernet-Dienst. Bis zu 100 Mbps zur Anbindung von Unternehmens-LANs" (CeBIT: Telekommunikation), 11.03.2003, 11:17,
www.golem.de/0303/24422.html.

Golem.de: "T-DSL: Fastpath-Option kommt zur CeBIT 2003. Drei Millionen Kunden nutzen derzeit T-DSL" (Telekommunikation), 11.12.2002, 09:23,
www.golem.de/0212/23090.html.

Heise Online: "T-DSL "light" offiziell gestartet", Meldung vom 02.12.2002 14:04,
www.heise.de/newsticker/data/uma-02.12.02-000.

Karl-Heinz Dittberner: "T-off. Telecommunication in Germany — Documentation of Problems",
userpage.fu-berlin.de/~dittbern/Telekom.

Literaturhinweise

Johannes Endres: "Alles Definitv Schneller und Länger. ADSL optimal einrichten, beschleunigen und teilen" (Praxis, ADSL, T-DSL, T-Online, Fastpath, AOL, MTU, RWIN, Verkabelung, Verbindungsfreigabe), in: c't 20/01, S. 210.

Johannes Endres: "Matroschka. Die Protokolle der U-R2-Schnittstelle" (Know-how, T-DSL-Technik), in: c't 1/02, S. 84.

Wolfgang Tillmann: "Internet-Schnellbahn für Jedermann. Highspeed-Technik für's Wohnzimmer" (Report, HDSL, SDSL, ADSL, VDSL, Modulation, Telekom, Pilotprojekt Nürnberg), in: c't 11/97, S. 324.

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