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Push

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Home : wissen : Glossar : P : Push
12-Aug-2003/14-Jan-07


Übersicht

Der Begriff Push stammt ursprünglich aus dem Marketing, wo die verschiedenen Verkaufs- und Werbestrategien als Push- bzw. Pull-Marketing (von engl. to push: stoßen, schieben, drücken) bezeichnet werden.

Siehe auch: Pull.

Push-Pull-Strategie

Als Push-Pull-Strategie bezeichnet man im Kontext des Marketing zwei verschiedene Möglichkeiten, Konsumgüter durch einen Absatzkanal abzusetzen. Die meisten Unternehmen operieren nach der Push-Strategie, d.h., sie müssen jeden einzelnen Abnehmer überzeugen. Nur größere Unternehmen können es sich in der Regel leisten, nach der Pull-Strategie zu agieren, indem sie erhebliche Beträge in Werbung und Verkaufsförderung investieren und so beim Verbraucher eine Nachfrage nach ihren Produkten schaffen; diese wirkt dann wie ein Sog auf das Produkt im Vertriebssystem.

Auch im Bereich der Werbung (in Marketing-Terminologie: "Konsumentenansprache") gibt es Push- und Pull-Strategien. Den Push-Methoden (z.B. Postwurfsendung) kann der Konsument nicht ohne weiteres ausweichen, für die Pull-Methoden muss er dagegen selbst aktiv werden (z.B. Zusendung eines Prospektes auf Anfrage).

Siehe auch: Permission Marketing und Interruption-Marketing bzw. Intervention-Marketing.

Push-Medien

Auch Medien könnnen eher Push- oder Pull-Charakter aufweisen. Rundfunk und Fernsehen sind beispielsweise Push-Medien, da der Kommunikationsfluss hier primär in einer Richtung (unidirektional) vom Sender zum Empfänger verläuft. Im Gegensatz dazu ist das Internet und speziell des WWW in erster Linie ein Pull-Medium. Der Push-Charakter des Fernsehens geht jedoch beim interaktiven Fernsehen graduell zurück.

Mitte der 90er Jahre wurde versucht, das Push-Prinzip im Internet einzuführen, um den Rezipienten von der Notwendigkeit zu Entscheidungen und eigener Aktivität zu entlasten. Netscape führte bereits früh das so genannte Server Push ein, bei dem der Web-Server gezielt Informationen an den Client, also den Web-Browser des Surfers, senden konnte, ohne dass dieser aktiv werden musste. Unter dem Schlagwort des Webcasting entwickelten sich ab Frühjahr 1997 verschiedene Push-Verfahren, welche die regelmäßige und automatisierte Zustellung von personalisierten, d.h. vorselektierten und aufbereiteten Informationen auch im Internet ermöglichen sollten; im Kontext des WWW spricht man dann von Kanälen (Channels).

Schon eine Announcement- oder Newsletter-Mail, die auf einmaligen Wunsch dem Interessenten regelmäßig zugestellt wird, ist ein Push-Medium, ähnlich dem Abonnement einer Zeitung. Auch E-Mail-Marketing oder Spam kann als Push-Medium bezeichnet werden, da der Nutzer dabei nicht aktiv werden muss bzw. gar nicht ohne weiteres ausweichen kann.

Seit etwa Sommer 1998 gilt Push als Anti-Trend; Prognosen wie jene des Magazins Wired, nach denen Push-Dienste in kurzer Zeit die Web-Browser verdrängen würden, erwiesen sich damit als falsch.

Im Push-Bereich aktive Unternehmen wie Marimba, Backweb und Pointcast reagierten dementsprechend und suchten sich Firmenkunden als neue Klientel. Diese sollen Push-Software in ihren Intranets als Alternative zu herkömmlichen E-Mail-Systemen einsetzen (Push-Server).

Siehe auch: Interaktivität, Rückkanal, Webcasting, Narrowcasting, Broadcatch.

Literatur

Push-/Pull im Marketing-Kontext:

  • Tim Hindle, Michael Thomas: Marketing: Erfolgreich werben und verkaufen von A bis Z (The Economist), Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1994.

Netmarks

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Stand: 14:48, 15. Mai 2004.
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