Typische
Wegpunkte sind zum Beispiel Ortschaften, Parkplätze oder Landeplätze. Für
einen Wegpunkt werden in den GPS-Empfänger mindestens die Koordinaten
(Breiten- und Längenangabe) und eine Bezeichnung eingegeben. Je nach
Empfänger lassen sich zusätzlich mehr oder weniger umfangreiche
Bemerkungen speichern.
Ein Wegpunkt kann auf verschiedene Art in den GPS-Empfänger eingegeben
werden:
- Die einfachste Methode ist das Eintippen der Koordinaten und der
Bezeichnung in den GPS-Empfänger. Dies ist recht mühsam.
- Befindet sich der Empfänger an einem Ort, der als Wegpunkt
festgehalten werden soll, läßt sich durch bestimmte
Tastenkombinationen die augenblickliche Position als Wegpunkt speichern.
Einzutippen ist dann nur noch der Name.
- Eine weitere Methode ist die Eingabe von Wegpunkten in einen Computer.
Über eine serielle Schnittstelle lassen sich mit geeigneten Programmen
die Daten vom Rechner in den GPS-Empfänger übertragen.
Ein besonderer Wegpunkt ist der sogenannte Zielwegpunkt.
Jeder im GPS-Empfänger gespeicherte Wegpunkt kann zum Zielwegpunkt gemacht
werden. Ein früherer Zielwegpunkt wird damit automatisch wieder in einen
normalen Wegpunkt umgewandelt. Zahlreiche Informationen des GPS-Empfängers
werden nur dann ausgegeben, wenn ein Zielwegpunkt festgelegt ist.
Der Track ist der tatsächlich zurückgelegte Weg. Der augenblickliche
Track ist die Richtung, in die man sich gerade bewegt.
Der GPS-Empfänger kann den einen Track automatisch aufzeichnen. Dabei
wird nach einer einstellbaren Zeit jeweils ein "Wegpunkt ohne
Bezeichnung" festgehalten. Diese Punkte können auf der Kartenseite
angezeigt werden und ergeben auf dieser Seite eine Track-Linie, also in der
"Karte" die bisher zurückgelegte Strecke. Die Punkte der
Trackaufzeichnung lassen sich über eine serielle Schnittstelle in einen
Computer einlesen und weiter bearbeiten.
Für die Trackaufzeichnung steht nur ein bestimmter begrenzter
Datenspeicher zur Verfügung. Für die Verwaltung dieses Speicherplatzes
stehen verschiedene Einstellungen zur Verfügung:
- In der Einstellung "Off" ist die Trackaufzeichnung
abgestellt (die Track-Back-Funktion funktioniert mit dieser Einstellung
nicht).
- In der Einstellung "Fiel" erfolgt Datenaufzeichnung,
bis der Speicher voll ist, dann wird eine Warnung angezeigt.
- In der Einstellung "Warb" erfolgt die Aufzeichnung
bis der Speicher voll ist, anschließend werden die jeweils ältesten
Daten überschrieben.
Die Angaben des GPS-Empfängers zeigen den kürzesten Weg zum
Zielwegpunkt. Häufig ist dieser kürzeste Weg durch Hindernisse verstellt.
Zum Beispiel kann der kürzeste Weg durch ein Beschränkungsgebiet versperrt
sein. Die Strecke muß in mehrere Teilstrecken gegliedert werden. Nach dem
Erreichen des ersten Zielwegpunktes ist über die GoTo-Funktion der
Zielwegpunkt des zweiten Streckenabschnittes zu wählen, nach Erreichen
dieses Punktes wird der Zielwegpunkt des dritten Abschnittes angewählt usw.
Durch Eingabe einer Route läßt sich die ständige Aktivierung neuer
Zielwegpunkte vermeiden. Die Eckpunkte der geplanten Strecke werden als
Wegpunkte eingegeben und dann zu einer Route zusammengefaßt. Wird die Route
abgeflogen, so wird beim Erreichen eines jedem Eckpunktes automatisch der
Zielwegpunkt des folgenden Streckenabschnittes aktiviert.
Das Display eines GPS-Empfängers kann die verschiedensten Informationen
anzeigen. Um mit möglichst wenig Tastendrücken zu der gewünschten
Information zu kommen, sind die Daten auf verschiedenen Seiten angeordnet.
Durch Drücken der "Page"-Taste wird von einer Hauptseite zur
nächsten Hauptseite gewechselt. GPS-Empfänger haben derzeit etwa vier bis
sechs Hauptseiten.
Beispiel: Hauptseiten des Garmin eTrex Summit.

Beispiel: Hauptseiten eines anderen GPS-Empfängers.

Die Daten, die auf den Hauptseiten angezeigt werden, lassen sich in
vielen Fällen individuell einstellen. Hierzu dienen Menüseiten, die von
der jeweiligen Hauptseite aufgerufen werden können. Je nach Gerätetyp sind
die Menüseiten unterschiedlich aufgebaut. Bei einigen Geräten sind die
Menüseiten zusammengefaßt zu einer zusätzlichen Hauptseite.
Nach dem Einschalten führt das Gerät einen Selbsttest durch.
Währenddessen wird die sogenannte Titelseite angezeigt; i.d.R. wird hier
die Versionsnummer der Firmware angezeigt. Nach dem Selbsttest schaltet
das Gerät automatisch um auf die Satellitenstatusseite.
- Satellitenseite (Satellitenstatusseite).
Die Satellitenseite wird nach dem Einschalten des Gerätes angezeigt.
Zu sehen sind meist einige Zahlen, die auf einem symbolischen Firmament
angeordnet sind. Diese Zahlen entsprechen den Satelliten, die der
Empfänger gemäß seinem Almanach sucht. Aus der Anordnung der Zahlen im
Display ist die Position der Satelliten am Himmel erkennbar. Zusätzlich
kann mit einem Balkendiagramm die Qualität des Empfangs angezeigt werden,
sobald der Empfänger die Funksignale eines Satelliten empfängt.
Nachdem ausreichende Signale empfangen sind berechnet der
GPS-Empfänger seine augenblickliche Position und schaltet selbst um auf
eine andere Hauptseite.
Je
nach GPS-Empfänger kann diese Seite eher primitiv oder komfortabel sein.
Im einfachsten Fall werden nur die eingegebenen Wegpunkte, die
augenblickliche Position und (je nach Einstellung) der Track angezeigt.
Bei hochwertigen GPS-Empfängern ist eine mehr oder weniger detaillierte
Landkarte zu sehen. Die Datailgenauigkeit der Karte ist abhängig von der
gespeicherten Datenbank. Je größer der vorhandene Speicher im
GPS-Empfänger, desto umfangreicher kann die abgespeicherte Datenbank
sein.
Die Kartenseite läßt sich vergrößern und verkleinern (zoomen) sowie
seitlich verschieben.
Je nach Gerätetyp und Einstellung sind zusätzlich weitere Daten
angegeben, wie etwa die Geschwindigkeit über Grund, die Distanz zum
festgelegten Zielwegpunkt, die verbleibende Flugzeit und so weiter.
- Positionsseite oder Zielseite.
Angezeigt wird die aktuelle Position (Breitengrad und Längengrad
normalerweise in Grad, Minuten und Sekunden), die Geschwindigkeit
(Geschwindigkeit über Grund) und der Track (die Himmelsrichtung, in die
sich der GPS-Empfänger augenblicklich bewegt). Je nach Empfänger können
auf dieser Seite noch weitere Daten angezeigt werden, zum Beispiel
aktuelle Uhrzeit, Datum, Zeit von Sonnenauf- und untergang an der
augenblicklichen Position, Tageskilometer, Höhe, Höchstgeschwindigkeit,
Durchschnittsgeschwindigkeit usw.
Der
"Kompaß" zeigt die Richtung an, in die man sich tatsächlich
bewegt (der sog. Track). Der Pfeil in der Mitte der Kompaßrose zeigt die
Richtung an, in die man sich bewegen muß, um zum festgelegten
Zielwegpunkt zu kommen.
Ein navigieren nach der Kompaß-Seite ist besonders dann sinnvoll, wenn
infolge von Hindernissen ständig die Richtung gewechselt werden muß.
Je nach Gerätetyp und Einstellung sind zusätzlich weitere Daten
angegeben, wie etwa die Geschwindigkeit über Grund, die Distanz zum
festgelegten Zielwegpunkt, die verbleibende Zeit bis zum Erreichen des
Ziels usw.
Die Autobahnseite zeigt, wenn vorhanden, eine symbolische Autobahn an,
die zum Zielwegpunkt führt. Zeigt die "Autobahn" nach links,
muß man sich nach links bewegen, zeigt sie nach rechts, muß macn eine
Rechtskurve machen. Webb in der Nähe der Autobahnstrecke andere
gespeicherte Wegpunkte liegen, werden diese bei neueren GPS-Empfängern
angezeigt.
Je nach Gerätetyp und Einstellung sind zusätzlich weitere Daten
angegeben, wie etwa die Geschwindigkeit über Grund, die Distanz zum
festgelegten Zielwegpunkt, die verbleibende Flugzeit und so weiter.
Auf der Routenseite wird die aktive Route beschrieben. Für jede
Teilstrecke der Route ist der Start-Wegpunkt, der Zielwegpunkt und der
Kurs zwischen Start und Ziel angegeben.
Über
die Menüseite ruft man weitergehende Funktionen des GPS-Empfängers auf.
Hier kann man beispielsweise Wegpunkte markieren und verwalten und
gespeicherte Routen einsehen.