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LyX
www.fh-hannover.de/mbau/tim/hentschel/lyx.
Free Software : LyX
: Übersicht
18-May-2002/03-Feb-06
Übersicht
LyX ist ein grafisches Frontend für TeX/LaTeX, das mit einer sog.
"WYSIWYM"- (What you see is what you mean) Darstellung arbeitet.
Im Gegensatz zu sog. TeX-/ LaTeX-Shells wie der TeX-Mode des
GNU Emacs oder das
MiKTeX-Paket wird der
Formatierungscode durch LyX weitgehend vor dem Anwender versteckt.
Hintergrund
Aus der Beschreibung von P. Suetterlin ("Was ist LyX?",
www.uni-sw.gwdg.de/~pit/LyX):
"Insbesondere wenn es darum geht, wissenschaftliche Texte
zu schreiben, zweifelt kaum jemand an der führenden Rolle von TeX -
jedenfalls was das Endergebnis angeht. Ein oft geäußerter Vorwurf
ist jedoch die im Zeitalter von WYSIWYG angeblich nicht mehr
zumutbare Bedienung über einen ASCII-Editor und kryptische
Befehlssequenzen.
Auf der anderen Seite sind aber viele der
"bedienungsfreundlichen" Textverarbeitungen selbst heute noch nicht
in der Lage, die Satzqualität von TeX auch nur ansatzweise zu
erreichen.
Um diesen Mißstand zu beseitigen begann Matthias Ettrich
im Jahre 1995 ein Programm zu entwickeln, welches die Eingabe von
Text vereinfacht, aber zur Erzeugung des auszudruckenden Textes die
Möglichkeiten von LaTeX (einem Makropaket für TeX) nutzt. Schnell
fanden sich für das Projekt Mitstreiter, und heute wird LyX von
einer rund um den Globus verteilten Gruppe von Programmierern
gepflegt. Matthias hat die Verantwortung für den Code inzwischen
abgegeben, der Projektleiter ist jetzt Lars Gullik Bjønnes, der von
Alejandro Aguilar Sierra, Jean-Marc Lasgouttes und Allan Rae sowie
vielen weiteren Freiwilligen tatkräftig unterstützt wird.
Die Intention hinter LyX beschreibt recht gut die vom Autor
erfundene Abkürzung WYSIWYM (What you see is what you mean,
etwa: Was Du siehst ist was Du meinst, im Sinne von: was Du
eigentlich willst): Die Darstellung am Bildschirm spiegelt vorrangig
wider, was der Autor möchte, also etwa die Aufteilung in Absätze,
Listen, Hervorhebungen, Überschriften usw. Es kann aber bei einer
modernen Textverarbeitung nicht mehr Sinn der Sache sein, daß sich
der Autor auch noch um das wie, nämlich das genaue Layout, kümmern
muß, wie das bei den modernen Textverarbeitungen leider meist immer
noch der Fall ist. Aus diesem Grund kann man sie eher mit dem
Begriff 'intelligente Schreibmaschine' umschreiben.
Hier ist LyX anders. Man entscheidet einfach "Dies ist ein
Titel". Wie das realisiert wird, also welcher Zeichensatz, welche
Schriftgröße verwendet wird und wie groß der Abstand zum folgenden
Text ist, darum braucht sich der Autor nicht mehr zu kümmern, das
wird von LyX/LaTeX automatisch erledigt. Dadurch hat der Autor den
Kopf frei für die wichtigen Dinge, nämlich den Inhalt, und die
Produktivität erhöht sich ungemein."
Features
- Bequeme Benutzerschnittstelle, intuitiv bedienbar
- Fertige Textklassen für viele Standardtexte: Briefe, Berichte,
Bücher, wissenschaftliche Veröffentlichungen usw.
- Import von LaTeX-Dokumenten
- Fußnoten, Marginalien und Notiz-Marken
- Querverweise im Text und Referenzverwaltung
- Interaktiver (Fast-) WYSISWG Formeleditor
- verbesserte WYSIWYG Tabelleneingabe
- WYSIWYG Einbindung von PostScript(R) Bildern (inkl. drehen /
skalieren)
- Unbegrenztes Undo/Redo
- Rechtschreibkontrolle (über ispell) in vielen Sprachen.
- Mehrteilige Dokumente (Einbinden von Teildokumenten)
- Inhaltsverzeichnis mit Hypertextfähigkeit: Kapitel können durch
Mausklick angesprungen werden
- Unterstützt BibTeX zur Generierung von Literaturlisten.
Mit tkbibtex können Referenzen direkt in LyX eingefügt werden!
- Literate Programming. Mit der Version 1.0.1 unterstützt LyX die
Verwendung von Noweb 2.8a und 2.9a.
- Export als LaTeX, PostScript, DVI, ASCII, HTML
- Automatische Generierung von Inhalts-, Abbildungs- und
Algorithmenverzeichnis,
- Benutzerführung in vielen europäischen Sprachen.
- Dokumentation in deutsch
- Hohe Performance
- Kostenlos
Dokumentation
Graphische LyX-Tour,
www.uni-sw.gwdg.de/~pit/LyX/lgt-1.0/lgt.html.
Dokumentation in deutsch,
www.uni-sw.gwdg.de/~pit/LyX/LyX_de.html.
Anforderungen
- Ein Unix-ähnliches System, OS/2 oder Windows 9x/ME/NT/2000
- Das X-Window System, mindestens Release X11R5
- Eine gute LaTeX2e-Installation ( teTeX oder ntex)
- libXpm 4.7 (oder neuer, 4.7 wird auch als libXpm-3.4g
bezeichnet)
- Die Xforms library 0.88 oder neuer.
Netmarks
LyX port for Windows 9x/ME/NT/2000 (12. Feb 2002),
Current Release: 1.1.6fix4,
www.fh-hannover.de/mbau/tim/hentschel/lyx.
Enthält u.a. eine ausführliche Installationsanleitung (Setting
up LyX step by step).
P. Suetterlin: LyX: (k)ein Textverarbeitungsprogramm,
www.uni-sw.gwdg.de/~pit/LyX.
Tex/LaTeX-Shells f. Windows - Free- and Shareware, von
Frank Duschek,
home.arcor.de/itsfd/texwin.htm.
Listet tabellarisch runf 40 unterschiedliche
Tex/LaTeX-Shells für Windows auf, einschl. Plattform, Lizenzform und
Download-Quelle.
Open Directory: LyX,
dmoz.org/Computers/Software/Typesetting/TeX/LyX.
Englischsprachige Kategorie zu LyX im ODP.
tkbibtex - a portable Tcl/Tk browser/editor for BibTeX
files,
www.cat.csiro.au/cmst/staff/pic/tkbibtex.html.
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Literaturhinweise: |
Open Sources
von
Chris DiBona, Sam Ockman und Mark Stone (Hrsg.)
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The Cathedral & the Bazaar
von Eric S. Raymond
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