Schnittstellen
Zentraleinheit :
Schnittstellen : Übersicht
25-Okt-2001/10-Jan-07
Übersicht
Für den Anschluß eines externen Gerätes ist eine definierte
Schnittstelle erforderlich. Eine Schnittstelle definiert die Festlegung
für die physikalischen Eigenschaften der Schnittstellenleitungen.
Serielle Schnittstelle
(serial interface)
Eine Datenübertragungseinrichtung, bei der Daten- und Steuerbits
sequentiell über einen einzelnen Kanal gesendet werden. In Bezug auf
eine serielle Eingabe-/Ausgabeschnittstelle impliziert dieser Begriff in
der Regel die Verwendung einer Schnittstelle nach RS-232 oder RS-422.
RS-232-C-Standard (RS-232-C standard)
Ein anerkannter Industriestandard für die serielle Datenübertragung.
Der von der EIA angenommene Standard - das RS steht für »Recommended
Standard«, d. h. empfohlener Standard - definiert die spezifischen
Leitungen und Signaleigenschaften, die durch serielle
Kommunikationscontroller verwendet werden, und stellt damit eine
einheitliche Grundlage für die Übertragung serieller Daten zwischen
unterschiedlichen Geräten dar. Der Buchstabe »C« weist darauf hin, dass
es sich bei der aktuellen Version des Standards um den dritten in einer
Folge handelt.
RS-422/423/449
Standards für die serielle Datenübertragung bei Entfernungen über 15
Meter. RS-449 vereinigt RS-422 und RS-423. Die seriellen Anschlüsse des
Apple Macintosh entsprechen dem Standard RS-422.
Parallele Schnittstelle
(parallel interface)
Eine genormte Schnittstelle zur Datenübertragung, bei der mehrere
Daten- und Steuerbits über Kabel mit einer entsprechenden Anzahl
paralleler Leitungen gleichzeitig übertragen werden. Am gebräuchlichsten
ist die sog. Centronicsschnittstelle.
Centronicsschnittstelle (Centronics parallel interface)
Ein De-facto-Standard für den parallelen Datenaustausch zwischen
Computern und Peripheriegeräten. Die Schnittstelle wurde vom
Druckerhersteller Centronics, Inc., entwickelt und umfasst 8 parallele
Leitungen sowie zusätzliche Leitungen für Steuersignale und
Statusinformationen.
IEEE 1394 (Firewire)
Auch unter der Bezeichnung »FireWire« bekannt. Ein nichtproprietärer
Standard für einen seriellen Hochgeschwindigkeitsbus mit Eingabe-/
Ausgabefunktionen. IEEE 1394 stellt Hilfsmittel zur Verfügung, um
digitale Geräte - einschließlich Personal Computer und für
Endverbraucher angebotener elektronischer Geräte - miteinander zu
verbinden. Der Standard ist plattformunabhängig, skalierbar (im Sinne
von erweiterbar) und zeichnet sich durch Flexibilität bei der
Unterstützung von Peer-to-Peer-Verbindungen aus (womit in etwa gemeint
ist, dass Geräte untereinander verbunden werden). IEEE 1394 bewahrt die
Datenintegrität, indem die Daten grundsätzlich digital übertragen
werden, so dass eine fehleranfällige Konvertierung digitaler Signale in
analoge vermieden wird. Der Standard wurde von Apple Computer für
Desktopnetzwerke entwickelt, später dann von einer speziellen
IEEE-1394-Arbeitsgruppe weiterentwickelt. IEEE 1394 gilt als
Niedrigpreis-Schnittstelle, über die sich Geräte wie digitale Kameras,
Camcorder und Multimediageräte anschließen lassen, und wird als Weg
gesehen, über den Personal Computer und elektronische Heimgeräte
integriert werden.
USB (Universal Serial Bus)
1995
eingeführte I/O-Schnittstelle, die mit dem Steckerwirrwarr der
unterschiedlichsten Peripheriegeräte Schluß macht. Der USB kennt nur
einen Steckertyp für alle Geräte, so daß Verwechslungen ausgeschlossen
sind. Die Identifikation der Geräte wird vom USB-Hostadapter im Rechner
durchgeführt, der auch die Grundkonfiguration vornimmt.
Abkürzung für Universal Serial Bus (Universeller serieller Bus). Ein
serieller Bus mit einer Bandbreite von bis zu 1,5 Megabit pro Sekunde
(Mbps) für den Anschluss von Peripheriegeräten an einen Mikrocomputer.
Über den USB-Bus können an das System über einen einzelnen
Mehrzweckanschluss bis zu 127 Geräte angeschlossen werden, z. B. externe
CD-Laufwerke, Drucker, Modems sowie Maus und Tastatur. Dies wird durch
Hintereinanderreihen der Geräte realisiert. USB ermöglicht einen
Gerätewechsel bei eingeschalteter Stromversorgung (»Hot Plugging«) und
mehrfach überlagerte Datenströme. USB wurde von Intel entwickelt und ist
bei langsameren Einsatzbereichen ein Kontrahent zum ACCESS.bus der Firma
DEC. Weitere Informationen zum USB sind unter der Webadresse
http://www.usb.org abrufbar.
Apple Desktop Bus (ADB)
Eine serielle Kommunikationsleitung, die im Apple Macintosh und im
Apple IIGS zu finden ist. Der Apple Desktop Bus ist für die
Kommunikation von Eingabegeräten im unteren Geschwindigkeitsbereich wie
Tastatur und Maus konzipiert. Die Geräte werden in der Regel mit einem
flexiblen Kabel angeschlossen. Der Bus verhält sich funktional wie ein
einfaches lokales Netzwerk und kann bis zu 16 Geräte ansteuern - so auch
Lichtgriffel, Trackballs und Grafiktabletts. Obwohl nur zwei externe
Ports vorhanden sind, können mehr als 2 Geräte betrieben werden, indem
diese in Reihe geschaltet werden, also in Form einer Kette
(Daisy-Chain-Prinzip).
SCSI
Siehe
Schnittstellen (Massenspeicher).
Netzwerk
Siehe Netzwerkadapter.
Siehe auch
E-Online: "Universal Serial Bus (USB)",
www.e-online.de/sites/com/0312021.htm.
E-Online: "Serielle Schnittstelle",
www.e-online.de/sites/com/0310301.htm.
E-Online: "Parallele Schnittstelle",
www.e-online.de/sites/com/0310291.htm.
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