Als CPU bezeichnet man die Rechen- und Steuereinheit eines Computers;
die Einheit, die Befehle interpretiert und ausführt. Die zentrale
Verarbeitungseinheit bestand bei Großrechnern und frühen Mikrocomputern
aus mehreren Leiterplatten, die mit einer Vielzahl an integrierten
Schaltkreisen bestückt waren. Erst die Zusammenfassung aller
Bestandteile der zentralen Verarbeitungseinheit auf einem Chip - dieser
Chip wird auch als »Mikroprozessor« oder kurz als »Prozessor« bezeichnet
- machte den Bau von Personal Computern und Arbeitsstationen möglich.
Beispiele für Einchip-CPUs sind die Motorola-Prozessoren der 68000er
Serie (68000, 68020 und 68030) sowie die Intel-Prozessoren der Serien
8080 und ix86 (z. B. i486 und Pentium).
Ein Prozessor besitzt die Fähigkeit, Befehle zu holen, zu decodieren
und auszuführen sowie Informationen von und zu anderen Ressourcen über
die Hauptleitung des Computers, den Bus, zu übertragen. Im übertragenen
Sinn kann der Prozessor auch als der Chip gesehen werden, der als
»Gehirn« des Computers fungiert. In einigen Fällen schließt der Begriff
»zentrale Verarbeitungseinheit« sowohl den Prozessor als auch den
Arbeitsspeicher des Computers ein oder - im weitesten Sinne - die
komplette Hauptcomputer-Konsole (im Gegensatz zu peripheren
Einrichtungen).
Die Zentralverarbeitungseinheit (CPU, Central Processing Unit)
ist Bestandteil der Zentraleinheit. Die
Zentralverarbeitungseinheit kann aus einer oder mehreren Prozessoren
bestehen.
Der erste IBM-PC war 1981 bei seiner Einführung mit einem Intel
8088-Prozessor ausgestattet, einer 8-Bit-CPU.
Anfangs waren die Prozessoren fest auf dem Motherboard aufgelötet.
Seit dem Intel 486er haben sich ein Reihe von Standard-Sockel
entwickelt. So ist die Aufrüstung eines Computers durch einen
Prozessortausch einfach durchzuführen. Mit jeder neuen
Prozessorgeneration von Intel wurde ein neuer Sockeltyp eingeführt, der
dann auch von anderen Prozessorherstellern unterstützt und genutzt
wurde.
Der Sockel legt einige Eigenschaften des Prozessors fest:
Anordnung der Kontakte (Pins),
mögliche Taktfrequenzen,
verwendete Betriebsspannung.
Historie der Prozessorsockel
Sockel 1:
Prozessorsockel
ab 486 SX.
Sockel 2:
Prozessorsockel
ab 486 DX2 mit einer Versorgungsspannung von 5V.
Sockel 3:
Prozessorsockel(168 Pins) ab 486 DX4 mit einer
Versorgungsspannung von 3,3V.
Sockel 4:
Prozessorsockel
ab Pentium 60 und 66 mit einer Versorgungsspannung von 5V.
Sockel 5:
Sockel(296 Pins)
für Pentium-Prozessoren von 75 bis 133 MHz und einer
Versorgungsspannung von 3,3V bis 3,5V.
Sockel 6:
wurde nie
eingesetzt
Sockel 7:
Nachfolger des
Sockel 5 für Pentium-Prozessoren und gängigster Sockel für
Prozessoren der 5. und 6. Generation von AMD und IBM/Cyris.
Super
Socket 7:
Von AMD und
Cyrix wurde dieser Sockel-Typ spezifiziert, mit dem ein
Systemtakt von 100 MHz möglich ist.
Dieser Sockel hat 321 Pins.
Sockel 8:
In diesem Sockel
paßt nur der Pentium Pro von Intel.
Slot 1:
Dieser
Prozessor-Anschluß wurde mit dem Pentium II eingeführt. Er wird
auch für den Pentium III verwendet. Da der Prozessor mit L1- und
L2-Cache auf einer Leiterplatte in einem Modul untergebracht
ist, ähnelt dieser Sockel mehr einem Erweiterungssteckplatz. Im
Prinzip ist der Slot-1 aber nichts anderes als der Sockel 8. Als
Protokoll wird GTL+ verwendet.
PPGA:
Der PPGA(Plastik
Pin Grid Array) ist eine Sockel 370(sieht so aus wie Sockel 7)
für die PPGA-Celeron. Er hat 370 Pins. Über einen Adapter kann
die PPGA-CPU auch in den Slot-1 gesteckt werden.
Slot 2:
Der Slot 2 ist
der Highend-Prozessorsockel für Intels Multiprozessoren Pentium
II Xeon und Pentium III Xeon.
Slot A:
Das Slotdesign
des Slot A ist vom Prinzip ein spiegelverkehrter Slot 1. Als
Protokoll wird das EV6-Protokoll eingesetzt. Das ist das selbe
Protokoll, das bei den Alpha-Prozessoren verwendet wird.
Theoretisch ließe sich so ein Alpha-Prozessor in den Slot A
stecken.
PGA370:
Nachdem Pentium
III-Prozessoren mit Coppermine-Kern einen integrierten L2-Cache,
auf dem Die(Siliziumschicht), haben, ist eine Platine nicht mehr
nötig.
Deshalb führte Intel die FC-PGA-Bauform ein, die elektrisch und
in der Pin-Belegung nicht zum Sockel-370 kompatibel ist.
Alle Pentium-III-Prozessoren mit mehr als 1 GHz Taktfrequenz,
egal ob im 0,18- oder 0,13-µm-Technik hergestellt, kommen im
neuen FC-PGA2-Gehäuse mit integriertem "Heat Spread" (IHS).
Dieses Blech verteilt die im Prozessor-Die freigesetzte Wärme
besser und vemeidet so Hotspots (lokale Überhitzungen).
Sockel A:
Die
AMD-Prozessoren Thunderbird und Duron gibt es nur für den Sockel
A mit 462 Pins. Der Slot A hat damit bereits wieder ausgedient.
Slot M:
Um die
erforderliche Bandbreite für die IA-64 Prozessorgeneration zu
gewährleisten, führte Intel den Slot M(Merced) ein.
Über einen Extra-Stecker werden die Masse-Leitungen an das
Prozessor-Gehäuse geführt. Die Daten-Leitungen kommen über einen
separaten Anschluß.
Eine ähnliche Technik setzt HP bei seinen RISC
PA-xxxx-Prozessoren ein.
Quelle: E-Online
AMD Athlon MP
AMDs erster Workstation-/Server-Prozessor (ab 1000 Taktfrequenz)
Ergänzungen, Fragen und
Kommentare:
Kontakt |
Foren |
Wiki.
E-Mail: echo "asb at keNOSPAMfk.net"| sed -e "s/ at /@/" -e
"s/NOSPAM//". Copyright |
Impressum |
Credits.