Einfache und mehrfache Redundanz ist der Schlüssel zu
Verfügbarkeit und allen
anspruchsvolleren Stufen wie der Hochverfügbarkeit. Das Problem in einem
komplexen System ist möglicherweise das schwächste Glied der Kette (single
point of failure), daher schadet die Redundanz ausgewählter
Einzelkomponenten i.d.R. nicht, löst aber nicht unbedingt das Problem.
Folgende Subsysteme können u.a. redundant ausgelegt werden:
- Stromversorgung,
- Datensicherung,
- physikalisches lokales Netzwerk,
- Netzwerkkomponenten wie Switches und Router,
- Internet-Anbindung,
- Serverdienste,
- Komponenten von Rechnersystemen.
Unter betriebswirtschaftlichen Aspekten kann es sinnvoll sein, nur
ausgewählte, als ausfallanfällig identifizierte oder besonders kritische
Subsysteme redundant zu halten; unternehmenskritische Dokumente können
beispielsweise zentral über einen Backup-Server gesichert werden, aber
natürlich auch zusätzlich lokal gesichert werden, beispielsweise auf
Diskette, einem einfachen Streamer oder einer CD-R.
Sollen die Benutzer von solchen Aufgaben entlastet oder die gesamte
Prozedur automatisiert werden, kann eine redundante Netzwerk-
Infrastruktur in Erwägunggezogen werden, also ein normales LAN sowie ein
Backup- LAN, das im Regelfall nur zur Datensicherung genutzt wird. In
solchen Fällen müssen natürlich auch separate Datensicherungsgeräte an
separaten Controllern vorhanden sein, denn ein defekter RAID-Controll
kann eine ganze Backup- Strategie zunichte machen.