Zu unterscheiden ist zwischen den Schnittstellen SCSI und AT-Bus.
Vergleich SCSI gegenüber E-IDE
Wer höchste Übertragungsgeschwindigkeit bei gleichzeitig
unproblematischem Betrieb möchte, kommt an SCSI nicht vorbei. Die
schnellsten Festplatten gibt es nur mit SCSI-Interface, und gegenüber
dem Komfort beim Anschluß neuer Geräte wirkt der Konkurrent E-IDE wie
ein Relikt aus alten Tagen.
Während der E-IDE-Chip auf dem Motherboard nur für die richtige
Signalaufbereitung sorgt (der eigentliche Controller ist in die
Laufwerkselektronik integriert), wird die CPU des Rechners stärker
belastet. Bei SCSI übernimmt der Hostadapter diese Verwaltungsaufgaben.
E-IDE kann nur eine I/O-Anfrage zu einem Zeitpunkt verarbeiten, SCSI
dagegen mehrere. Der SCSI-Bus bleibt solange frei, bis ein Gerät ein
Kommmando, Daten oder einen Status austauschen will. Während der
internen Verarbeitung von Befehlen gibt das Gerät den Bus für andere
Devices frei, manche können sogar mehrere Kommandos annehmen und deren
Reihenfolge ändern (Command Queueing). Der E-IDE-Bus hingegen ist so
lange blockiert, bis die Festplatte die gesuchten Daten gefunden und
übertragen hat.
Tests in verschiedenen Fachzeitschriften bestätigen, dass der
Geschwindigkeitsgewinn bei E-IDE beim Wechsel von DMA Mode 2 zu Ultra
DMA 33 im Bereich von unter fünf Prozent liegt. Eine hochwertige
SCSI-Festplatte hingegen ist je nach Umdrehungszahl (7200 bis 10000 upm)
um 20 bis 60 Prozent schneller als Ultra DMA.
Ein weiterer Vorteil sind die maximal sieben respektive 15 Geräte,
die sich an einen SCSI-Kanal betreiben lassen (E-IDE: je zwei pro
Kanal).
SCSI bietet Anschlußmöglichkeiten für eine weite Variation von
Peripheriegeräten, neben Festplatten und CD-Laufwerken, bzw.
CD-Recordern, lassen sich auch externe Geräte anschließen, z.B. Scanner,
Streamer, DAT-Recorder, ZIP-Laufwerke und MO-Laufwerke.
Die Kabellänge darf je nach verwendetem Hostadapter und der Anzahl
der angeschlossenen Geräte 1.5 Meter, 3 Meter, 6 Meter oder 12 Meter
betragen (E-IDE: 50 cm) (Quelle: Dawicontrol,
www.dawicontrol.de/german/html/infoscsi.htm; Zugriff: 29-Jan-2003).
Fiber Channel
Der Fibre Channel ist das am häufigsten verwendete Verbindungsmedium
in einem SAN. Das FC-Netz verbindet die Datenspeicher direkt
miteinander. Ein einzelner und direkter Anschluss an einen Server
entfällt. Nach über zehn Jahren öffentlicher Normung im ANSI und nach
einem etwa fünfjährigen Einsatz in
Produkten ist der FC mittlerweile ein Standardprodukt.
Der Fibre Channel hat kein eigenes Protokoll auf den höheren
Schichten. Stattdessen kommen Protokolle wie SCSI oder IP zum Einsatz.
Daher müssen in Anwendungen und bei Treibern keine oder nur geringfügige
Änderungen vorgenommen werden.
SCSI
SCSI (Small Computer Systems Interface) ist eine
leistungsfähige Schnittstelle für Workstations und Server, die in
ihrer einfachsten Version den Anschluß von bis zu sieben internen oder
externen Geräten ermöglicht.
Quelle: Adaptec
The Types of SCSI
SCSI Type
Speed
Applications
Ultra160 SCSI
(16-bit Wide)
160 MB/sec
State-of-the-art hard drives
Ultra2 SCSI
(16-bit Wide)
80 MB/sec
Hard drives
Ultra Wide SCSI
(16-bit Wide)
40 MB/sec
Hard drives and tape drives
Ultra SCSI
(8-bit Narrow)
20 MB/sec
CD-R, CD-RW, tape, removable
storage (Jaz), and DVD drives
SCSI-2, Fast SCSI
(8-bit Narrow)
10 MB/sec
Scanners, Zip drives, and CD-ROM
Server Technology Comparison
Embedded UDMA
Fibre Channel
SCSI
Best
suited
for
Low-end server with limited
expandability
Server-to-server, campus networks
Low- to high-end server if
expandability is desired
Advantages
Performance: 66 MB/s
No added cost (standard on all motherboards)
Industry-standard, basic interface
Performance: 100 MB/s
Hard drive reliability
Highest hard disk drive expandability
Performance: 160 MB/s
High hard drive and peripheral reliability
Connectivity to the largest variety of peripherals
Expandability
Single-User Technology Comparison
USB
Embedded UDMA
SCSI
Best
suited
for
Basic Desktop
Basic Desktop
Performance Desktop/Workstation
Advantages
No added cost*
Easy, external connectivity for simple devices like
joysticks, keyboards, mice, and entry-level scanners
No added cost*
Industry-standard interface
For connecting internal devices such as hard disk drives and
CD-ROMs
Highest performance
Highest device reliability
Connection to the largest variety of peripherals
Expandability
Ultra320 SCSI
Quelle: Adaptec
IDE (AT-Bus, ATA)
Der AT-Bus (ATA, AT Attachment) wurde für für Rechner mit
einer 80286-CPU (AT)
entwickelt. Die Festplatten für den AT-Bus werden als IDE-Platten (IDE,
Integrated Device Equipment) bezeichnet; ihre maximale
Speicherkapazität war ursprünglich auf 528 MByte begrenzt. Die
IDE-Schnittstelle ermöglicht das Anschließen von zwei Festplatten an:
Eine Platte wird als sog. Master konfiguriert,
die zweite Platte als Slave.
EIDE (ATAPI)
Die Erweiterung der IDE-Schnittstelle, EIDE (Enhanced IDE),
vergrößert die maximale Speicherkapazität auf 8,4 GByte, außerdem werden
zwei unabhängige Steuerkanäle bereitgestellt, was das Anschließen von
bis zu vier Festplatten ermöglicht. Neben Festplatten können auch andere
Geräte wie CD-Laufwerke
oder Streamer angeschlossen
werden.
Fast ATA und Fast ATA-2
PIO (Programmed Input/ Outpout), Datenübertragungsverfahren,
bei dem der Prozessor selbst für den Datentransport sorgt.
PIO 0: 4,1 MByte/s
PIO 1: 5,2 MByte/s
PIO 2: 8,3 MByte/s
PIO 3: 11,1 MByte/s
PIO 4: 16,6 MByte/s
DMA-Modi (DMA, Direct Memory Access),
Datenübertragungsverfahren, bei dem der Datenaustausch über einen
eigenen DMA-Controller abgewickelt wird.
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