Als mobile Datenspeicher bezeichnet man in der Computertechnik
Geräte, die nicht ortsgebunden sind und der Aufbewahrung von digitalen
Daten dienen. Mobile Datenspeicher werden beispielsweise zur Erweiterung
von Notebooks, zum
Datentransport oder zur Datensicherung, als MP3-Player sowie zum
Auslagern der Bilddateien von
Digitalkameras eingesetzt, man kann damit jedoch auch einen
Desktop-PC bequem erweitern, ohne das Gehäuse öffnen zu müssen.
Im Gegensatz dazu sind
Primär-Datenspeicher wie Festplakkten typischerweise fest in das
Gehäuse eines
Computers integriert; ähnlich wie bei
Network Attached
Storage (NAS) oder einem
Storage Area
Network (SAN) befindet sich der Massenspeicher bei mobilen
Datenspeichern außerhalb der
Zentraleinheit, ist jedoch
im Gegensatz zu NAS und SAN beweglich.
Das Spektrum von mobilen Datenspeichern ist mittlerweile komplex und
umfangreich:
Es gibt einfachste Systeme, die über eine ATA- oder
SCSI-Schnittstelle an den PC angebunden werden; hierbei handelt es
sich lediglich um externe Gehäuse für eine Festplatte mit eigener
Stromversorgung, die jedoch voraussetzen, dass eine passende
Schnittstelle aus dem jeweiligen Computer herausgeführt ist. Solche
externen Festplattengehäuse sind i.d.R. nicht
»hot-pluggable«, können also im laufenden Betrieb nicht ausgetauscht
werden. Solche Gehäuse gibt es für alle verbreiteten
Festplatten-Bauformen, von 1,8" bis 5,25", es können also beliebige
Festplatten verbaut werden.
Weit verbreitete sind Systeme, die über Standard-Schnittstellen
angebunden werden; am weitesten verbreitet sind dabei externe
Festplatten oder Personal Storage Devices (PSD),
die über Firewire oder USB an den PC angeschlossen werden. Diese
Systeme sind im laufenden Betrieb austauschbar (»hut pluggable«) und
können teilweise auch »gestapelt« werden, d.h. es ist beispielsweise
möglich, mehrere Geräte an eine einzige USB-Schnittstelle
anzuschließen. Es gibt Lösungen mit 1,8"-, 2,5"- und
3,5"-Festplatten; meist haben externe Festplatten eine eigene
Stromversorgung via Netzadapter, teilweise können sie auch mit
Batterien betrieben werden und in einigen Fällen erfolgt die
Energieversorgung vollständig über den USB-Bus. Die
Speicherkapazitäten reichen von etwa 20 GB bis über 500 GB; in
einigen Fällen beherbergt ein solches System mehrere Festplatten,
die zu einem RAID-Verbund zusammengeschlossen sind.
Ein Sonderfall der externen Festplatten sind
Multifunktionsgeräte, die beispielsweise mit Kartenlesegerät
für die
Digitalfotografie ausgestattet sind, über eigene Farbdisplays
verfügen und Bilddateien darstellen oder Audio-Dateien abspielen
können. Solche mobilen Datenspeicher für die Digitalfotografie
werden im Kefk Network Digital Imaging vorgestellt:
USB-Sticks können, ebenso wie
externe USB-Festplatten, über die USB-Schnittstelle an einen
Computer angeschlossen werden; sie benötigen i.d.R. keine separate
Energieversorgung sondern werden über den USB-Bus mit Strom
versorgt. Die Daten werden hier nicht auf Festplatten, sondern einer
Art Flash-Speicher
gesichert. Die Kapazitäten sind daher erheblich geringer (64 MB bis
etwa 1 GB), dafür sind diese Geräte extrem kompakt und hochgradig
portabel.
Im Grenzbereich zu
Network Attached
Storage (NAS) oder
Storage Area
Networks (SANs) existieren externe Festplatten, die im Netzwerk
bereitgestellt werden und direkt an einen Hub oder Switch
angeschlossen werden können.
Mobile Datenspeicher werden von diversen Herstellern angeboten:
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