Blade
Server sind ein relativ neues, seit etwa 2001 in Produkten
verfügbares Hardware- Konzept, bei dem mehrere Rechner in einem
Rackmount- Chassis zusammengefasst werden; das Konzept weist eine Reihe
von Ahnlichkeiten mit den bereits länger verfügbaren
Cluster-Systemen
auf und steigert die Kompaktheit von 1U- und 2U- Serversystemen ganz
erheblich.
Typischerweise befindet sich ein kompletter Rechner (ein Server
Blade) auf einer hochintegrierten Platine, ähnlich einer Steckkarte,
die in ein Gehäuse mit gemeinsam genutzer Peripherie eingeschoben wird.
Die Server Blades werden durch ein sog. Management Blade
verwaltet, das für Überwachung, Steuerung und Konfiguration der
einzelnen "Knoten" zuständig ist.
Im Gegensatz zum
Clustering wird die Rechnleistung der einzelnen Server Blades
nicht zusammengefasst, sondern steht separat zur Verfügung; so können
beispielsweise beim Web- Hosting hunderte von dedizierten Servern in
einem normalen 19"- Schrank untergebracht werden.
Vorteile:
geringer Platzbedarf,
geringer Stromverbrauch,
geringer Kühlungsaufwand,
reduzierter Verwaltungsaufwand,
erhöhte Ausfallsicherheit durch Hot Swap und redundate
Komponenten.
Nachteile:
stark begrenzte Erweiterbarkeit (zusätzliche Karten, Speicher).
In der hoch verdichteten Blade-Server- Architektur sind
beispielsweise HyperBlade- Servercluster und Dual/Quad- Server mit einer
Höhe von 1U und 2U unter Verwendung handelsüblicher x86- Komponenten
realisierbar; Anfang 2003 war es beispielsweise möglich, bis zu 80
Blades mit insgesamt bis zu 160 AMD Opteron- Prozessoren in einem Rack
unterbringen.
Einen
Blade- Server AMD Opteron- Prozessoren stellte der US-amerikanische
Hersteller Appro im März 2003 vor; der HyperBlade B121H
unterstützt bis zu zu 160 Opterons und insgesamt 2,56 Terabyte RAM in
einem einzigen Rack. Der Cluster soll zwischen 160.000 und
320.000 US-Dollar kosten.
Golem.de: "Appro zeigt Dual-Prozessor ServerBlades mit
Opteron. Bis zu 160 64-Bit-Opteron-Prozessoren pro Rack" (CeBIT:
Hardware), 14.03.2003, 15:04,
www.golem.de/0303/24498.html.
Appro zeigt als Partner auf dem AMD-Stand neue
HyperBlade-Servercluster und Dual/Quad-Server mit einer Höhe von 1U
und 2U, die auf AMDs kommendem 64-Bit-Prozessor Opteron basieren.
Die Systeme sollen zum Marktstart des Opteron am 22. April 2003 auf
den Markt kommen.
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