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Still Video Back SB-70 für die Minolta 7000
Kameras :
Digital :
Anbieter : Minolta :
SB-Serie : SB-70 :
Übersicht
18-Mar-1998/08-Jan-06
Übersicht
Auf der photokina 1986 stellt Minolta den Prototyp eines
Still-Video-Back für die
Minolta 7000 und die
Minolta 9000 vor, einer Rückwand für die digitale Buildaufzeichung;
ab ca. 1988 war die Rückwand am Markt erhältlich (SVB-90).
Gespeichert werden die Bilddaten auf 2"-Disketten. Die
Empfindlichkeit des 2/3-Zoll CCD-Festkörper-Bildsensors entspricht ISO
200/24°.
Die Kameras verwenden das A-Bajonett der Minolta
AF-Objektive sowie das für die Kameras der
AF-Serie übliche
Systemzubehör.
In Japan ist die Kamera ab Ende 1987 erhältlich.
Nachdem die
Minolta 7000 AF rund ein Jahr auf dem Markt war, präsentierte
Minolta das Konzept einer digitalen Rückwand, die einfach gegen die
Filmrückwand ausgetauscht wird und somit im Handumdrehen eine analoge
Kamera in eine Digitalkamera verwandelt.
Das so genannte Still-Video-Back SVB70 macht die 7000AF zur ersten
digitalen SLR von Minolta. Die Speicherung erfolgt auf 2-Zoll Disketten,
die direkt in das Laufwerk seitlich eingesteckt werden. Die
Kamera-Funktionen der 7000AF bleiben weitestgehend erhalten und es
können fast alle Minolta AF-Objektive verwendet werden. Da der CCD etwa
halb so groß wie das 24x36 mm Filmformat ist, hat das SVB70 einen
zweifachen Verlängerungsfaktor. Der CCD besitzt die klassische
Videoauflösung von 380.000 Bildpunkten, und die Bilder konnten wahlweise
als Voll- oder Halbbild aufgezeichnet werden.
Dies war damals üblich, da die in den Digitalkameras verwendeten CCDs
noch für den Videobereich, also für die Bilddarstellung am TV-Gerät
gefertigt wurden (daher stammt auch der Name »Still Video« = Standbild
eines Video-„Films“). Je nach Qualitätsstufe ließen sich auf einer
Diskette bis zu 50 Bilder abspeichern. Die Stromversorgung wurde durch
ein spezielles, unter die Kamera montiertes Batterieteil übernommen.
Die damaligen Kameras besaßen noch kein eingebautes Display; zur
Bildbetrachtung dienten meist herkömmliche Video-Monitore. Die
Still-Video-Backs waren nämlich integriert in ein Zubehörsystem, dass
z.B. aus einen so genannten Stehbild-Videorekorder zur Speicherung auf
Videoband und Wiedergabe auf einem TV-Monitor und einem Videoprinter zum
direkten Ausdruck der Bilder in der Größe 8x10 cm bestand.
Die Still-Video-Backs wurden nur in geringen Stückzahlen für den
japanischen Markt produziert.
Minolta bot mit der 7000 bzw. 9000 AF und dem jeweiligen SVB die
weltweit einzigen Kleinbild-Kamerasysteme an, die sich sowohl als Film-,
als auch als Digital SLR-Kamera verwenden ließen.
Nachfolgemodelle: MS-System,
RD-175.
Anmerkungen
Ein ähnliches Still-Video-Back produzierte kurz nach Minolta
auch Chinon für die eigenen
KB-SLR-Kameras: CP9-AF.
Anfang der 90er Jahre soll es in den USA auch ein Still-Video-Back
mit der Bezeichnung SB-70S für die
Minolta 7000 gegeben haben, das nicht kompatibel mit dem SVB-90 war.
Google
Groups hat einige Artikel zu dem Thema.
Siehe auch
Scheibel, Josef; Scheibel, Anni Rita. 70 Jahre
Minolta Kameratechnik. Stuttgart: 1999, S. 157.
Literatur zu Minolta-Kamerasystemen
Anmerkungen
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