Nikon F
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11-Mar-1998/08-Jan-06
Übersicht
Die Nikon F (In Deutschland auch: Nikkor F) ist ein klassischer
Fotoapparat der 60er Jahre, eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera, die als
Prototyp aller danach folgenden professionellen Kameras dieses Typs
gilt.
Die Nikon F wurde 1959 vorgestellt und 1971 von der technisch sehr
ähnlichen Nikon F2 abgelöst, welche den
weltweiten Durchbruch des japanischen Herstellers Nikon im
professionellen Kleinbildsektor auch in Europa markierte. Schon vorher
war die F ein "Geheimtipp", aber keineswegs ein "Exot", sondern
besonders in Japan und den USA als Profi-Kamera für den harten Einsatz
akzeptiert.
Zwar hat die Nikon F nur mit einer wirklichen Weltneuheit aufzuwarten –
dem 100%igen Sucherausschnitt – aber sie vereint dennoch alle bis dahin
bekannten Fortschritte erstmals in einem Modell.
Auch nach Jahrzehnten lässt sie sich problemlos einsetzen. Die
Grundausstattung mit einfachem Prismensucher ohne Belichtungsmesser
wirkt für heutige Verhältnisse spartanisch, aber sie funktioniert, und
alle heutige Objektive mit dem F-Bajonett können weiter verwendet werden
(Ausnahme: AF-G Objektive ohne Blendenring).

Abbildung: Nippon Kogaku Nikon F (1959)
Vorgeschichte
Die Nikon F baut auf folgenden Innovationen anderer Hersteller auf:
- 1925: erste Kleinbildkamera von Oskar Barnack - die
Leica
- 1936: erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera
- 1955: Pentax Asahiflex erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit
Springblende
- 1958: Minolta SR erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit
Bajonett-Anschluss für Wechselobjektive
Im Stammbaum des eigenen Hauses baut sie technisch auf der
Messsucherkamera Nikon SP auf, welche heute ein sehr begehrtes
Sammlerobjekt ist. Der Ruf der SP als Alternative zu Leica und Contax
liegt in den von Nikon gefertigten Objektiven begründet, welche für
beide Kameratypen hergestellt wurden. Die S-Serie verwendete selber das
Contax-Bajonett. Man kann die Nikon F in vielfacher Hinsicht als eine SP
mit Spiegelkasten und größerem Bajonett (durch das notwendig größere
Auflagemaß) bezeichnen.
Motor und Langfilmkassette
Zur Nikon F gab es einen Motorantrieb, den F-36, der nicht zuletzt
dafür verantwortlich war, dass sie sich als Profikamera sehr schnell
etablieren konnte. Er wurde zum Vorbild für die Mitbewerber auf dem
Kameramarkt. Mit dem F-36 sieht die Nikon F nur unwesentlich anders aus
als heutige Profikameras. Er hatte bereits ein angebautes Batteriefach
(zunächst externe Stromversorgung), einen Handgriff mit Auslöser und
einen Umschalter von S (Einzelbild) auf C (Serie). Der F-36 schafft eine
Bildfrequenz von 2, 2 1/2,3 oder 4 Bildern in der Sekunde, was selbst
heute noch keine Selbstverständlichkeit ist.
Desweiterern stand ein Batterieteil mit Kabel zur Verfügung. Er
enthielt 8 Batterien à 1,5 V und einen umstellbaren Auslöser für Einzel-
und Serienschaltung. Auch er konnte mit Relaisbox, Intervalometer zur
Fernsteuerung genutzt werden. Der Kabelbatterieteil wurde ausgeliefert
mit Umhängeriemen und 1m Kabel zu den Motoren. Mit Hilfe der Relaisbox,
zwischen Kamera und Batterieteil geschaltet, konnte die Kamera auf große
Distanzen oder am Relaisteil selbst ausgelöst werden.
Neben dem F-36 gab es auch den Motor F-250, mit zwei großen
Nikon-Kassetten mit einem Fassungsvermögen bis zu 10 m Film (entspricht
250 Aufnahmen. Die technischen Merkmale der beiden Motoren waren genau
gleich. Um die 10m Kassetten zu laden bot Nikon ein Ladegerät an. Die zu
ladende Filmlänge konnte vorgewählt werden. Diese F-250-Version wurde
u.a. von der NASA mit in den Weltraum genommen (wie auch die
entsprechende Nachfolgemodelle der F).
Die Rückwand
Eine Eigenheit der Nikon F ist ihre Rückwand. Wurde jene bei späteren
Kamera-Modellen aufgeklappt, so wird sie hier nach unten abgezogen.
Dafür befindet sich in der Bodenplatte ein versenkbarer
Entriegelungshebel. Die Rückwand wird also zusammen mit der Bodenplatte
abgebaut.
Der Fotograf hält beim Filmwechsel plötzlich zwei Teile in der Hand
und ist "in Action" vor eine zusätzliche Herausforderung gestellt: "Mit
welcher Hand den Film einlegen?".
Der Motor hat eine eigene Kamerarückwand, da er die Bodenplatte
ersetzt, welche ja bei der normalen Rückwand Bestandteil ist, so dass er
also auch komplett abgebaut werden muss, wenn man einen Film wechseln
will. Besonders hierbei kann es zu Beschädigungen der Führungsschlitze
am Kameragehäuse kommen. Ein Verkanten muss unbedingt vermieden werden.
Das Nachfolgemodell F2 hatte dann die heute gebräuchliche - und
komfortablere - aufklappbare Rückwand.
Unten an der Bodenplatte lässt sich die Filmempfindlichkeit
einstellen. Dies hat aber nur den einzigen Sinn, dass der Fotograf sich
erinnern kann, welche Filmempfindlichkeit er beim Belichtungsmesser
(extern oder Photomic) einstellen muss. Es ist also eine reine
Gedächtnisstütze ohne irgendeine technische Funktion.
Wechselsucher
Charakteristisch und wegweisend für die gesamte F-Serie ist das
System von Wechselsuchern. Zum Wechseln der Sucher gibt es einen etwas
schwer zu bedienenden kleinen Entriegelungsknopf an der Rückseite des
Kameragehäuses. Erst 1980 mit der Nikon F3
wurde das deutlich besser gelöst.
Die Grundversion hatte einen Prismensucher, der ein aufrechtes und
seitenrichtiges Bild zeigt. Ein weiter Sucher war der Lichtschacht,
nützlich bei Makro- und Mikrofotographie. Der Lichtschacht ist mit einer
wegklappbaren Lupe (5x) versehen.
Der Prismensucher mit eingebautem Belichtungsmesser ("Photomic")
Der erste Photomic-Sucher hatte zm Messen im Sucher ein Fensterchen,
das in einem eher unbestimmten Winkel das Licht maß. Dann erschien der
erste TTL-Photomic (Through the Lens), der mit wechselnden Brennweiten
die Messung anpasste. Der Photomic Tn misst das Mattscheibenzentrum von
12mm zu 60% und die Randbereiche zu 40%. Diese Messteilung wurde
ermöglicht durch den Bau eines asphärischen Kondensor-Linsen-Systems,
geregelt durch eine feststehende Blende vor den beiden CdS-Zellen (den
eigenrlichen Lichtmesszellen), die links und rechts des Okulars liegen.
Der Messvorgang erfolgte bei offener Blende, zu jener Zeit eine
Seltenheit. Der Photomic Tn war klibiert von ASA (dem heutigen ISO)
20-6400. Der Messbereich ging von Lichtwert 2-17 bei ASA 100 mit dem
Nikon Auto 55mm f/1,2.
Bei dem im August ausgelieferten Photomic FTn, der sich leichter
montieren ließ, da er mit einer Klemmfassung ausgerüstet war, musste die
größte Blende des montierten Objektivs nicht mehr an die
Filmempfindlichkeit angepasst werden. Für Aufnahmen mit tiefem
Kamerastandpunkt ist die Nadel des Belichtungsmessers auch auf dem
Gehäuse des Photomic sichtbar.
Die Nikon Photomic FTN war das letzte Modell der Nikon F. Die
damaligen Photomics funktionieren allerdings nicht mit den heutigen
AF-Objektiven. Der Fotograf greift also besser gleich zum
Handbelichtungsmesser und dem einfachen Prismensucher und hält so auch
die bis heute leichteste Urversion der kompletten F-Serie in der Hand.
Die Wechselsucher der Nikon F2 passen
ebenso an die F, wie auch deren Mattscheiben. Beim Ansetzen der
F2-Sucher muss bei der F nur das vordere Typenschild abgeschraubt
werden, was aber unkomplizert ist, weil die Schrauben sichtbar an der
Außenseite sind (siehe auch Foto der Kamera oben). Die Photomics der F2
funktionieren an der F allerdings nicht, da sie eine Stromversorgung
seitens der Kamera erwarten. Ein Batteriefach sucht man am eigentlichen
Kameragehäuse der F vergebens.
Erst mit der Nikon F3 wanderte der
Belichtungsmesser in das Gehäuse der Kamera selber. Bei der F4 wurden
bereits wieder (neue) Funktionen in den Sucher ausgelagert: Die
Mehrfeldmessung.
Ab der Nikon F2 gab es neben Prisma-,
Lichtschacht- und Photomicsucher auch Lupen- und Sportsucher für
spezielle Anwenderkreise.
Der Lupensucher ist von seinem Anwendungsbereich her ein "besserer
Lichtschachtsucher" für Makro- und Mikrofotografie. Er besteht aus einer
aufwändig konstruierten 6-fach vergrößernden Lupe und ist damit besser
als die einklappbare Lupe des einfachen Lichtschachtsuchers.
Der Sport-Prismensucher ermöglicht dem Fotografen (sogar den
Brillenträgern) den Überblick über das gesamte Sucherbild, wenn er einen
Helm oder eine Schutzbrille tragen muss (z.B. beim Fallschirmspringen
oder auf dem Motorrad). Bei speziellen Unterwassergehäusen ist der
Sportsucher unverzichtbar. Sportsucher meint also nicht den "normalen"
Sportfotografen, sondern den sporttreibenden Fotografen.
Mattscheiben
Die Nikon F ermöglicht den Wechsel zu verschiedenen Mattscheiben, die
sich sehr schnell ausgewechselt werden können. Die mitgelieferte
Mattscheibe hatte ein Schnittbildzentrum mit Messkreis und
Fresnelllinse. Sie ist universell verwendbar bis 135 mm Brennweite. 14
verschiedene Modelle bieten die Möglichkeit bei jedem Gebrauch (Makro-
Architektur- Luftbildfotographie) die optimale Scharfeinstellung zu
treffen.
Mechanik
Da die Nikon F eine rein mechanische Kamera ist, wird der Verschluss
nach heutigen Maßstäben "ungenau" gesteuert (kein Schwingquarz "zählt"
bei ihr die Dauer einer 1/1000 Sekunde).
Als Verschluss dient bei der Nikon F ein äußerst langlebiges
Titan-Rollo, welches auch nach Jahrzehnten seinen Dienst tut. Die
kürzeste Verschlusszeit ist 1/1000 Sekunde, die Blitzsynchronzeit
beträgt 1/60 s.
Auslöser
Der Auslöseknopf liegt - damals konstruktionsbedingt - ungewöhnlich
weit hinten ungefähr auf Höhe der Filmebene. Für den
Drahtauslöseranschluss wird noch die heute nicht mehr übliche
Leica-Glocke verwendet. Es gibt aber Adapter für "normale"
Drahtauslöser. Der Auslöseknopf hat einen Fingerschutzring, der auch zum
Einstellen des Filmtransports (A-Stellung) oder der Filmrückwicklung
(R-Stellung) dient.
Ein roter Punkt dreht sich bei jeder Aufnahme genau um 360°, so
können Doppelbelichtungen erreicht werden.
Neben der normalen B-Einstellung für Langzeitbelichtungen, gibt es
auch die für professionelle Kameras typische T-Einstellung, welche den
Verschluss erst wieder schließt, wenn das Verschlusszeitenrad in eine
andere Stellung gedreht wird. Diese Einstellung erspart den
Drahtauslöser mit seiner Feststellschraube für die übliche
B-Einstellung.
Spiegelvorauslösung und Spiegelarretierung
Weiter verfügt die Nikon F über eine Spiegelvorauslösung, ein
weiteres Merkmal für die Profiklasse. Für heutige Maßstäbe
unprofessionell ist allerdings seine Funktion: Wenn man die
Spiegelvorauslösung einstellt (hierzu gibt es einen Drehknopf seitlich
des Bajonetts), klappt der Spiegel erst nach der nächsten Aufnahme hoch
und verbleibt in dieser Stellung. Der Fotograf "verschenkt" also eine
Aufnahme.
Die Spiegelarretierung war notwendig, um den Gebrauch der drei
"Fisheye-Objektive" (6 mm, 7,5 mm und 10 mm)zu erlauben, deren Linsenbau
tief in den Kamerakörper hineinragte. Außerdem war die
Spiegelarretierung notwendig bei Motorbetrieb mit 4 Bilder in der
Sekunde.
Allerdings lässt sich dieses Manko umgehen, indem man den Auslöser
nur halb eindrückt. Der Spiegel wird dann hochgeklappt, und der
Verschluss nicht ausgelöst.
Selbstauslöser
Wie schon auf dem Foto zu erkennen, verfügt die F über einen
Selbstauslöser. Dieser wird interessanterweise nicht über den normalen
Auslöser gestartet, sondern hat einen eigenen kleinen Auslöserknopf, der
beim Drehen des Hebels freigelegt wird. Weiße punkte an der Fassung
erlaubte Vorlaufzeiten abzulesen von 3, 6 oder den vollen 10 Sekunden.
Unter anderem an der Bauweise des Selbstauslösers im Detail erkennt man
die jeweilige Modellgeneration.
Springblende
Als moderne Kamera verfügt die Nikon F zusammen mit den für sie
gebauten Objektiven über eine Springblenden-Funktion, die gleichzeitig
mit dem Verschlussablauf wirksam wird.
Darüberhinaus "kommunizieren" die Objektive älterer Bauart mit dem
Belichtungsmesser im Photomic-Sucher. Hierfür dient die Nikon-typische
(und heute nicht mehr verbaute) "Gabel" am Blendenring. Nach Einführung
der Ai-Objektive 1977 wurde dieses Verfahren obsolet.
Weitere Entwicklung in der Geschichte
Alle diese Ausstattungsmerkmale gehören immer noch zum heutigen
Standard für professionelle Spiegelreflexkameras. Verbesserungen in der
weiteren Entwicklung der Fotoindustrie waren im Wesentlichen nur die
Verschlusssteuerung durch Microcomputer (und damit die präzisere
Einhaltung der Zeiten und Ermöglichung der Belichtungsautomatik) und die
Verkürzung der minimalen Verschlusszeit.
Im Hause Nikon: Ersteres wurde 1980 bei ihrer elektronisch
gesteuerten "Enkelin", der Nikon F3 verwirklicht. Zweiteres schon 1971
mit der 1/2.000 Sekunde bei der Nikon F2 später in der FM-Familie mit
einer mechanischen 1/4.000 Sekunde (am bekanntesten:
Nikon FM2) und dann
1988 mit der 1/8.000 Sekunde bei der Nikon F4 (vorher schon bei der
F801), die dann gleichzeitig den Schritt in das Autofokus-Zeitalter
markiert, den manche Fotografen bis heute nicht gegangen sind. Aktuelles
Profi-Modell: Nikon F5.
Sammelobjekt und heutiger Einsatz
Altersbestimmung
An den ersten beiden Zahlen der Seriennummer erkennt der Sammler das
Baujahr einer Nikon F (und auch einer F2). Allerdings ist es genau
genommen das Baujahr der Gehäuse-Oberkappe. Wurde die mal in einer
Reparatur ausgewechselt, so sagt sie nichts mehr über das Baujahr der
eigentlichen Kamera aus.
Da die Nikon F allerdings im Laufe ihrer Bauzeit auch immer in
Details verändert wurde, kann man am Grundgehäuse in jedem Fall den
Zeitraum eingrenzen, aus dem es stammt.
Funktionsprüfung
Die Nikon F ist äußerst robust gebaut, daher gibt es nur wenige
Schwachstellen, die in die Jahre gekommene Modelle aufweisen können. Das
eine sind die oben bereits erwähnten Führungsschlitze für die abnehmbare
Rückwand. Sind sie beschädigt, kann das Lichteinfall bedeuten.
Da die Bedienung der F denkbar übersichtlich ist, ist ein
mechanischer Funktionscheck "in Augenscheinnahme" schnell erledigt.
Lässt sich der Auslöser weich auslösen, hat das Titan-Rollo des
Verschlusses keine Dellen und Löcher und wackelt auch kein Objektiv an
ihr, muss dann nur noch mit eingelegtem Film überprüft werden, ob sie
die Verschlusszeiten einigermaßen gleichmäßig einhält. Besitzt man
bereits Nikon-Objektive oder welche von Fremdherstellern mit F-Bajonett,
so kann man diese alle verwenden. Es ist zu prüfen, ob die automatische
Springblende funktioniert. Dafür sollte die Betätigung der Abblendtaste
reichen.
Gebrauchtmarkt
Die F wurde sowohl in schwarz, als auch verchromt angeboten. Die
schwarzen Gehäuse sind seltener, und ein unbeschädigter und nicht
überpinselter Lack ist meist nur bei Exemplaren zu finden, die von der
Vitrine in die Vitrine wandern. Die Funktionalität der schwarzen F wird
davon nicht beeinträchtigt, und je beschädigter der Lack ist, desto
weniger kann der Verkäufer für sie verlangen. Das darunter
hervorscheinende Messing der Gehäuseoberkappe, des Suchers und der
Bodenplatte verleiht ihr eine vielleicht beim Fotografen erwünschte
Patina.
Durch ihre hohe Stückzahl und damalige Verbreitung sind die
Gebrauchtpreise erstaunlich moderat und siedeln deutlich unter denen
aller ihrer direkten Nachfolger der F-Serie und sogar der FM-Familie.
Exemplare mit Photomic-Sucher können das doppelte kosten wie solche ohne
ihn (also nur in der Grundausstattung mit Prismensucher als "reine"
Nikon F). Der Differenzbetrag reicht für die Anschaffung eines
professionellen modernen Handbelichtungsmessers, wenn man denn auch mit
ihr fotografieren will. Sie eignet sich nämlich als leichte "analoge
Begleiterin" einer digitalen Spiegelreflex mit dem gleichen F-Bajonett,
oder auch als Zweitgehäuse für eine ihrer analogen Nachfahrinnen.
Der Motor F-36 ist alleine nur äußerst selten zu finden. Für den
Anbau an eine F, muss diese - wie schon immer - vom Hersteller selber
modifiziert und für jede Kamera-Motor-Kombination mechanisch abgestimmt
werden. Dieses Manko wurde mit Einführung der F2 überwunden, und seit
der F3 "hakt" der Motor auch nicht mehr bei falsch eingestellter
Serienbildfunktion und zu langen Belichtungszeiten. Das ist bei der F
mit Motor ein mechanisches Problem, welches zusätzlich beachtet werden
muss.
Nicht mehr funktionierende Exemplare der Nikon F dienen nicht nur als
Ersatzteillager für andere Exemplare, sondern auch für die
Messucherkameras der historischen (viel selteneren und begehrteren)
S-Serie, welche über weite Teile baugleiche Elemente (z.B. den
Verschluss) aufweist.
Kompatibilität mit Blitzgeräten
Wie auch ihre Nachfolgemodelle F2 und F3 hat sie keinen normalen
Blitzschuh, sondern einen für die damaligen F-Modelle typischen eigenen
Blitzanschluss über der Rückspulkurbel. Es gab aber einen Adapter, und
es passt auch derjenige, welcher für die F2 hergestellt wurde.
Blitzautomatik bietet diese rein mechanische Kamera natürlich nicht.
Studio- und Stabblitzgeräte können selbstverständlich über den
Kabelanschluss ausgelöst werden.
Literatur
- Comon P (1996): Magic Lantern Guides Classic Series: Nikon
Classic Cameras Vol.1 for F, Nikkormat Series, Fe, Fe2nd Fa (Nikon
Classic Cameras), Magic Lantern Guides (ISBN 1883403316)
- Koch U: Nikon F, Coeln, Peter (England) (ISBN 3950144307)
- Koch U (2003): Nikon F. The Camera, Lindemanns (ISBN 3950144315)
- Koch U (2003): Nikon F. The Lenses, Lindemanns (ISBN 3950144323)
- Koch U (2004): Nikon F. The Accessories, Lindemanns (ISBN
3950144331)
Netmarks
Weitere Abbildungen
Hersteller: Nippon Kogaku K.K.
Herstellungsjahr: 1959 - 1972
Kameratyp: einäugige Spiegelreflex-Systemkamera
Format: 24 x 36 mm
Verschluss: Titanium-Schlitzverschluss

Nikon F

Zubehör

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Version: 18:09, 27. Jun 2004
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