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Staats-Lexikon oder Encyklopaedie der Staatswissenschaften
Von Agon S. Buchholz für
Kefk Network Wissen, September 2005.
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Erstellt/bearbeitet: 03-Sep-2005/14-Jan-07
Systemzeit: Donnerstag, 21.08.2008, 00:12:37.
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Übersicht
Staats-Lexikon oder
Encyklopaedie der Staatswissenschaften (später:
Das Staats-Lexion. Encyklopädie der sämmtlichen Staatswissenschaften
für alle Stände der Freiberger Professoren Carl
[Karl] [von] Rotteck (* 18.7.1775, † 26.11.1840) und Carl Theodor
Welcker (»in Verbindung mit vielen der angesehensten Publicisten
Deutschlands«) ist ein
Nachschlagewerk aus dem Bereich der Politikwissenschaft.
Es erschien
erstmals zwischen 1834 und 1843 in 15 Bänden, fand weite Verbreitung und hatte
mehrere Auflagen; es ist auch bekannt unter der Bezeichnung
Rotteck-Welckersches Staatslexikon.
Rotteck und Welckers Hauptziel war, zu einem politischen Zustand
beizutragen, in dem das »heilige Recht eines politisch mündigen
und solcher Mündigkeit entgegengreifenden Volkes nicht ohne
Rechtsverachtung oder Volksverachtung verweigert werden kann«.
Das Werk gilt als »Bibel des deutschen Liberalismus« (Uwe
Wesel) oder als »Katechismus der liberalen Verfassungsbewegung im
Vormärz« (Rudolf-Werner Dreier) in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Nach Rottecks Tod im Jahre 1840 betreute Welcker die Ausgabe allein. Von
den insgesamt 870 Artikeln verfaßte Welcker 197, dabei handelte es sich
überwiegend um ausführliche Beiträge mit hohem wissenschaftlichem
Anspruch.
Das enzyklopädische Nachschlagewerk wurde von der Zensur in Preußen und
Österreich verboten; bis 1843 war die Einfuhr der Bücher strafbar.
Auflagen
- 3., umgearbeitete, verbesserte und vermehrte Auflage, 14 Bde.,
Leipzig 1856-1866, hrsg. von Karl Welcker
Die dritte Auflage enthält neben dem alphabetischen Teil eine »Systematische
Encyclopädie der Staatswissenschaften«.
Bezugsmöglichkeit
K. von Rotteck / K. Welcker (Hg.):
Das Staats-Lexikon. Encyklopädie der sämmtlichen Staatswissenschaften für
alle Stände
3., umgearbeitete, verbesserte und vermehrte Auflage
14 Bde., Leipzig 1856-1866
hrsg. von Karl Welcker.
Harald Fischer Verlag GmbH, Erlangen
Archiv der europäischen Lexikographie,
Abt. 1 : Enzyklopadien; 15
1993, ISBN 3-89131-103-6
Direktbezug beim Verlag: EUR 980,-
Website:
www.haraldfischerverlag.de/hfv/AEL/ael_1-15.htm.
Siehe auch
Literatur
Hans Zehntner: Das Staatslexikon von Rotteck und Welcker. Eine Studie
zur Geschichte des deutschen Frühliberalismus (List-Studien Heft 3).
Jena: Gustav Fischer 1929.
Heinz Müller-Dietz: Der Freiburger Einfluß: Rotteck und Weicker.
In: Elmar Wadle (Hrsg.): Philipp Jakob Siebenpfeiffer und seine Zeit im
Blickfeld der Rechtsgeschichte, 1991, S. 33 ff.
Netmarks
Daniel Schulz-Retzow: Karl Theodor Welcker (1790-1869), Hausarbeit
am Rechtshistorischen Seminar der Universität Kiel aus dem SS 2001 im Rahmen
des Seminars Kieler Rechtswissenschaftler - Zur Geschichte der
Rechtswissenschaftlichen Fakultät zwischen 1798 und 1945,
www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/jul/16554.html.
Anmerkungen
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