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Frauenzimmer-Lexicon
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18-Mar-2005/14-Jan-07
Übersicht
Frauenzimmer-Lexicon ist der gebräuchliche Kurztitel eines
Lexikons, das 1715 von
Gottlieb Siegmund Corvinus unter dem Pseudonym
Amaranthes veröffentlicht wurde. Verleger war J. L. Gleditsch & Sohn,
Leipzig. 1739 und 1775 erschienen jeweils überarbeitete Neuauflagen. Es
ist eines der ersten deutschsprachigen Lexika und das erste, das sich
speziell an Frauen wendet.
Den Inhalt fasst, wie im 18. Jahrhundert üblich, der vollständige Titel
zusammen:
Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-Lexicon,
Worinnen nicht nur Der Frauenzimmer geistlich- und weltliche Orden,
Aemter, Würden, Ehren-Stellen, Professionen und Gewerbe, Privilegia
und rechtliche Wohlthaten, Hochzeiten und Trauer-Solennitäten,
Gerade und Erb-Stücken, Nahmen und Thaten der Göttinen, Heroinen,
gelehrter Weibes-Bilder, Künstlerinnen, Prophetinnen, Affter-
Prophetinnen, Märtyrinnen, Poetinnen, Ketzerinnen, Quackerinnen,
Schwärmerinnen und anderer Sectirischen und begeisterten
Weibes-Personen, Zauberinnen und Hexen, auch anderer beruffener,
curiöser und merckens-würdiger Weibes-Bilder, Trachten und Moden,
Küchen- Tafel- Wochenstuben- Wäsch- Nehe- Hauß- Speisekammer-
Keller- Kinder-Putz, Geräthe und Vorrath, Juwelen und Schmuck,
Galanterie, Seidne, Wollne und andere Zeuge, so zu ihrer Kleidung
und Putz dienlich, Rauch- und Peltzwerck, Haar-Putz und Auffsatz,
Schmincken, kostbare Olitäten und Seiffen, Bücher-Vorrath, Künste
und Wissenschafften, Nahmen, Stamm-Nahmen und besondere Benennungen,
absonderliche Gewohnheiten und Gebräuche, Eigenschaften, sonderbare
Redens-Arten und Termini, Abergläubisches Wesen, Tändeleyen und
Sprüchwörter, Häußliche Verrichtungen, Divertissements, Spiele und
andere Ergötzlichkeiten, allgemeine Zufälle, Beschwerungen und
Gebrechen der Weiber, Jungfern und kleinen Kinder, Gesinde-Ordnung
und Arbeit, weibliche Straffen absonderliche Züchtigungen, und alles
dasjenige, was einem Frauenzimmer vorkommen kan, und ihm nöthig zu
wissen Sondern auch Ein vollkommenes und auf die allerneueste Art
verfertigtes Koch- Torten- und Gebackens-Buch, Samt denen darzu
gehörigen Rissen, Taffel-Auffsätzen und Küchens-Zettuln, Ordentlich
nach dem Alphabeth kurtz und deutlich abgefaßt und erkläret zu
finden, Dem weiblichen Geschlechte insgesamt zu sonderbaren Nutzen,
Nachricht und Ergötzlichkeit auff Begehren ausgestellet Von
Amaranthes.
Das Frauenzimmer-Lexicon ist eine wertvolle Quelle zu Themen
des alltäglichen Lebens, zum Frauenrecht und zu Wertvorstellungen des
frühen 18. Jahrhunderts. Die Auswahl der Themen (bzw. das Fehlen
anderer) läßt Rückschlüsse darauf zu, was als für Frauen interessant
(bzw. ungeeignet) erachtet wurde. Viele der Artikel wurden 1732
unverändert in
Johann Heinrich Zedlers Grosses
vollständiges Universallexikon aller Wissenschaften und Künste
übernommen.
Ein Nachdruck erschien 1980 beim Insel Verlag, Frankfurt a.M.
Quelle und Lizenz
Ein Teil dieses Textes basiert auf einem Artikel aus
Wikipedia, der freien Enzyklopädie.
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Stand: 19:58, 13. Feb 2005.
Lizenz: GNU Free
Documentation License.
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