Kefk Network :  Wissen |  About  |  Wiki Changelog | Index | Inhalt | Site Map | Suchen
知識   Akteure | Chronologie | Darstellung | Erkenntnis | Geschichte | Glossar | Nachschlagewerke | Online | Ordnung | Ressourcen | Software | Systematik | Theorie | Thesen | Werke | Wikipedia.

 

Hypertext und Hypermedia

Ihr Benutzername: Besucher
Online auf dieser Seite: 5 aktive User. - Wer ist gerade online?
Home : Wissen : Ordnung : Hypertext
Erstellt/Bearbeitet: 12-Aug-2003/14-Jan-07


Übersicht

Als Hypertext bezeichnet man die nicht-lineare Organisation von heterogenen Objekten, deren netzartige Struktur durch logische Verbindungen (Verweise oder Links) zwischen atomisierten Wissenseinheiten (Knoten, z. B. Texte oder Textteile) hergestellt wird (Verweis-Knoten-Konzept).

Die Begriffe Hypertext und Hypermedia werden meistens synonym benutzt; Hypertext betont dabei jedoch den textuellen Anteil, Hypermedia dagegen mehr den multimedialen.

Nutzen

Hypertexte bieten gegenüber der linearen Informationsdarstellung den Vorteil, eine größere Komplexität redundanzfrei oder zumindest vergleichsweise redundanzarm vermitteln zu können.

Durch die assoziative Struktur eines Hypertextes ähneln Hypertexte auch grundsätzlich eher der Funktionsweise des menschlichen Denkens als lineare Texte.

Probleme

Ein alle Hypertexte betreffendes Problem ist das Information-Retrieval, also das gezielte Auffinden von Informationen in einem nichtlinearen Text, während literate Menschen über Jahrhunderte in der Rezeption von linearen Texten geschult wurden, beginnt man heute erst den Umgang mit komplexen Hypertexten zu erlernen.

Ein weiteres Grundproblem ist die Navigation in Hypertexten, da häufig eine vom Autor vorgegebene Lesestruktur (z. B. Guided Tour) fehlt; in der Folge können sich als Folge einer Linkitis ein Information Overload, die Überflutung mit ungeordneten Informationen, und das Phänomen des Lost in Hypertext, also die Desorientierung im Informationssystem einstellen.Problemlösungsansätze hierzu sind durch virtuelle Mindmaps und Web-Ontologien in Arbeit, die auf eine stärker enzyklopädieartige Strukturierung und pluralistische Versifikation ihrer Mind Tools hinarbeiten. Mit einer systematisierten Internet-Oberflächensprache ist der Begriff Headtext dem des Hypertext vorzuziehen.

Erst in Ansätzen gelöst ist auch das Problem der Visualisierung von Hypertexten, also die grafisch aufbereitete Darstellung der typischerweise netzwerkförmigen und daher nicht hierarchisch präsentierbaren Struktur eines Hypertextes (siehe auch Hyperbolic Tree). Eine Annäherungslösung wird auf einer persönlichen Wissensorganisationsebene wie der Linux- oder Windows-Anwendung bestehen, auf der komplexere Präsentationsmöglichkeiten bestehen und netzwerktechnisch mit dem Internet verbunden eine symbiotische Beihilfe bei der effizienten Internetsuche leisten, - wenigstens mental als Mind Tool. Eine auf systematisierte Wort-Zahl-Bild-Ton-Arrangements beruhende Internetsprache Headtext, gestaltet es zunehmend zum Transnet.

Anwendungen

Die Wikipedia – oder das gesamte World Wide Web – ist ein Beispiel für einen komplexen Hypertext, je nachdem, was als Bezugsrahmen genommen wird.

Auch viele Software-Dokumentationen, Hilfe-Texte und Nachschlagewerke wie die elektronischen Ausgaben des Brockhaus und der Encyclopædia Britannica sind als Hypertext konzipiert.

Geschichte und Entwicklung

Hypertextuelle Strukturen sind seit Jahrhunderten bekannt; die im Aufschreibesystem der Neuzeit ausdifferenzierten Erschließungshilfen für lineare Texte wie Inhaltsverzeichnise, Indices, Querverweise und Fußnoten sowie jegliche Verweissysteme entsprechen funktional einem Hypertext, der einzige Unterschied besteht darin, dass zum einen die Verweisziele nicht vor Ort präsent sein müssen und zum anderen, dass das Verfolgen der Verweise nicht mechanisiert bzw. automatisiert ist; als Vorläufer heutiger digitalsierter Hypertexte gilt daher beispielsweise Agostino Ramellis Bücherrad aus dem 15. Jahrhundert und Roussels Lesemaschine, eine Art Wechselrad für Notizzettel,siehe Zettels Traum von A. Schmidt. Literaturgeschichtlich prominent ist Joyce' vertracktes Werk Finnegans Wake,das an semantische Netze des Hypertext erinnert.

Das moderne Hypertext-Konzept wurde erstmals von Vannevar Bush im Jahr 1945 in einem Artikel As We May Think im Journal The Atlantic Monthly erwähnt. Er sprach darin über ein zukünftiges System Memex (für Memory Extender), das das Wissen eines bestimmten Gebietes elektronisch aufbereitet leicht zugänglich darstellen kann. Die Kernidee des Konzepts ist zum einen, dass das Verfolgen von Verweisen mit elektronischer Hilfe erleichtert wird und zum anderen, dass Bücher und Filme aus einer Bibliothek verfügbar gemacht und angezeigt werden können. Die Idee von Hypertext ist also von Anfang an mit alten Utopien von der "universellen Bibliothek" verbunden (siehe auch Bibliotheksutopie).Daher ist es kein Zufall,das der Herausgeber der Universalklassifikation Paul Otlet als frühester Pionier des Hypertext gilt und diese Universalsprache völkerverbindend einsetzen wollte.Er gilt nicht von ungefaehr als Mitbegründer des Völkerbunds,aus dem die UNO hervorging.

Der Gesellschaftswissenschaftler Ted Nelson (Projekt Xanadu) prägte den Begriff "Hypertext" im Jahr 1965.

Eines der ersten Hypertextsysteme, das einer größeren Gruppe zugänglich war, war HyperCard der Firma Apple, das mit den Apple Macintosh Computern ausgeliefert wurde.

Das heute am weitesten verbreitete Hypertext-System ist der Internet-Dienst World Wide Web (WWW), obwohl ihm einige wichtige Funktionen früherer Hypertextsysteme fehlen. So ist zum Beispiel das Problem der so genannten toten Links (engl. dead links oder dangling links) im WWW ungelöst. Auch die Implementierung der Uniform Resource Identifiers (URIs) ist über die im Web gebräuchlichen URLs nur unvollständig erfüllt. Im Gegenzug erlaubt das WWW aber auch das Einbinden von nichtsprachlicher Datentypen. Dadurch ist es, obwohl auf Hypertext beruhend, streng genommen ein Hypermedia-System. Die Sprache, in der die Texte des World Wide Web beschrieben werden, heißt HTML; Web-Dokumente werden von Webdesignern konzipiert und erstellt.

Siehe auch

  • Intertextualität
  • Intermedialität

Quelle und Lizenz

Ein Teil dieses Textes basiert auf einem Artikel aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

Artikel | Bearbeiten | Diskutieren| Drucken | Versionen | Backlinks.
Stand: 09:54, 18. Feb 2005.
Lizenz: GNU Free Documentation License.

Anmerkungen

Forum: Theorien des Wissens Allgemein (Anmerkungen in diesem Forum: 0)

Neue Anmerkung verfassen
Darstellungsmodus : Alle | Voransicht | Nur Titel | Aktualisieren
Besuchen Sie 2eNetWorX und Open Source & Free Software für weitere freie Software-Projekte unter Win32.

Hypertext
Nach oben
Wer ist online?:
Ihr Name: Besucher (nicht angemeldet).
Online: 5 aktive User.
Anmelden | Abmelden
Monitoring:
Benachrichtigen bei Änderungen:


Werke:
0-9 A B C D E
F G H I J K L
M N O P Q R S
T U V W X Y Z
Nachschlagwerke
Personen:
0-9 A B C D E
F G H I J K L
M N O P Q R S
T U V W X Y Z
Akteure | Personen
Glossar:
0-9 A B C D E
F G H I J K L
M N O P Q R S
T U V W X Y Z
Systematik
blind_150.gif (150x5 -- 825 bytes)
mi.gif (12x15 -- 70 bytes)Amazon.de:
blind_150.gif (1x1 -- 825 bytes)
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie 2006/2007
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie 2006/2007
DVD-ROM,
über 475.000 Artikel
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 9,89

Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern.
von Erik Möller

393693116X.03.MZZZZZZZ.jpg (96x140 -- 5002 bytes)
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 19,00.

The Wiki Way.
von Bo Leuf und Ward Cunningham
020171499X.03.MZZZZZZZ.jpg (111x140 -- 6896 bytes)
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 38,50.

Pierer's Universal Lexikon.
(1857-1865)

amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 180,00

Meyers Großes Konversations-Lexikon.
(1905-1909)

amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 240,00.

Suchen in:
Suchen nach:
blind_150.gif (150x5 -- 825 bytes)
mi.gif (12x15 -- 70 bytes)Kefk Network:
blind_150.gif (1x1 -- 825 bytes)
Thematisch verwandte Subsites: GNU/Linux, Internet, Medium, Open Content, P2P, Research, Webworking.

Kefk Network Home

blind_150.gif (150x5 -- 825 bytes)
Hacker Emblem glider.png (55x55 -- 724 bytes)

 

Weiter ]

URL: http://www.kefk.net/Wissen/Ordnung/Hypertext/index.asp.
Domain 282579830868277.
Translate this page with Google to 
Website: About | Changelog | Index | Inhalt | Site Map | Suchen | Wer ist online?.
Ergänzungen, Fragen und Kommentare: Kontakt | Foren | Wiki.
E-Mail: echo "wikipedia at keNOSPAMfk.net"| sed -e "s/ at /@/" -e "s/NOSPAM//".
Alle Inhalte dieser Subsite sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, © 2003-2005 Agon S. Buchholz.
Diese Site ist kein offizielles Angebot der Wikimedia Foundation. Sie ist auch kein Wikimedia-Projekt.
Copyright | Danksagung | Haftungsausschluss | Impressum | Rechtliche Hinweise.