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Martianus Mineus Felix Capella
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09-Mar-2005/14-Jan-07
Übersicht
Martianus Mineus Felix Capella (2. Hälfte des 4. Jahrhunderts),
auch Marcian Capella genannt, war ein römischer Philosoph und
Anwalt.
Leben und Werk
Capella lebte in Karthago. Sein Hauptwerk De nuptiis philologiae et
mercurii (Die Hochzeit der Philologie mit Merkur, um 470) ist
eine allegorische Enzyklopädie, in welcher der Fächerkanon der sieben
freien Künste erstmals verbindlich formuliert wurde und die er seinem
Sohn widmete. In der 2. Häflte des 9. Jahrhunderts wurde diese Schrift
unter dem Titel Die Hochzeit Merkurs und der Philologie durch
Abschriften und Kommentare weit verbreitet.
Sein Hauptwerk wurde wie folgt gegliedert:
- Bücher III-V : das Trivium Grammatik, Rhethorik, Logik
- Bücher VI-IX : das Qaudrivum Aritmetik, Geometrie, Musiktheorie,
Astronomie
Das Buch VI zur Geometrie behandelt vorwiegend geopgraphische Themen
nach Plinius dem Älteren und Solinus. Die 'Elemente' von Euklid werden
nur kurz gezeigt auf der Grundlage einer lateinischen Bearbeitung.
Das Buch VII zur Arithmetik verwendete lateinische Quellen Elemente
der Zahlentheorie, hauptsächlich an Nikomachos angelehnt. Es war nach
der Arithmetik von Boethius das wichtigste Zahlentheoretische Werk nach
der Arbeit von Boethius im Unterricht während des frühen
mittelalterlichen lateinischen Mittelalters. Buch VII stellt die
besterhaltene Arbeit in lateinischer Sprache auf dem Gebiet der
Astronomie dar. Kopernikus erwähnt Capella wegen der heliozentrischen
Darstellung von Venus und Merkur.
In seinem Werk zeigte er einen Abriß der aristotelischen Logik und
der Logik der Stoa. Capella zeigte die Lehre des Aristoteles vom Urteil
und dem Syllogismus. Die Urteile wurden nach der Quantität in
allgemeine, unbestimmte, partikuläre unterschieden. Nach der Qualität
unterschied er die Urteile in bejahende und verneinende.
Weieterhin gab er Regeln der Transformation und Kontraposition von
Urteilen an. In dem Teil bezüglich des Syllogismus zeigte er die Modi
der drei Figuren des kategorischen Syllogismus und die Regeln und Modi
des bedingten Syllogismus. Weiterhin untersuchte er die Operationen des
Folgerns.
Ausgaben und Übersetzungen
- De nuptiis philologiae et mercurii, edidit Adolfus Dick,
2. Aufl. 1925, 3. Aufl., Teubner, Stuttgart 1978
Übersetzungen:
- Notker von Sankt Gallen: De nuptiis Philologiae et Mercurii,
althochdeutsche Übertragung. Williams Harris Stahl und Richard
Johnson, New York 1977, englisch
Zur Problematik der Datierung und bezüglich weiterführender Literatur
siehe
Lexikon des Mittelalters, Bd. 6, Sp. 338 f.
Siehe auch
Quelle und Lizenz
Ein Teil dieses Textes basiert auf einem Artikel aus
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Stand: 14:20, 4. Mär 2005.
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