|
| |
Hellenismus
Ihr Benutzername: Besucher
Wer ist gerade online? - 1
aktive User.
Erstellt/Zuletzt bearbeitet: 06-Sep-2005/03-Feb-06
Systemzeit: Donnerstag, 16.10.2008, 01:48:16.
Home : Webtravel : gr : Hellenismus
Übersicht
Der Begriff Hellenismus wurde durch den deutschen Historiker Johann
Gustav Droysen um die Mitte des 19. Jahrhunderts geschaffen.
Er bezeichnet die geschichtliche Epoche vom Regierungsantritt Alexanders
des Großen von Makedonien 336 v. Chr. bis zur Einverleibung des letzten
Diadochenreiches in das Römische Reich 30 v. Chr.
Geschichtlicher Grundriss
Nach dem Tod Alexanders erhoben sich seine führenden Generäle, die so
genannten Diadochen, zu lokalen Machthabern; eine Wiedervereinigung des
Alexanderreiches erschien spätestens 301 v. Chr. aussichtslos, als
Antigonos I. Monophthalmos in der Schlacht von Ipsos seinen Rivalen
unterlag. Die sog. Diadochenkämpfe um Alexanders Erbe endeten
schließlich 281 v. Chr. nach insgesamt sechs Kriegen mit der Zuteilung
Makedoniens und Teilen Griechenlands an Antigonos (dem Stammvater der
Antigoniden), Syriens, Mesopotamiens und Persiens an Seleukos I. (dem
Stammvater der Seleukiden) sowie Ägyptens an Ptolemaios (dem Stammvater
der Ptolemäer) und der Bildung dreier entsprechender Großreiche.

Abbildung: Das Alexanderreich 323 v. Chr.
Hierdurch kam es zu einer vorübergehenden Stabilisierung der politischen
Lage, bevor die Auflösungserscheinungen wieder voranschritten und Rom
sich in die Konflikte einzumischen begann, so namentlich in Griechenland
und im Konflikt der Seleukiden mit den Ptolemäern um Palästina:
Antiochos III. wurde 188 v. Chr. von den Römern zum Verzicht auf Teile
seines Reiches gezwungen, während auch Philipp V. von Makedonien eine
Einengung seines Handlungsspielraums in Griechenland akzeptieren musste.

Abbildung: Die hellenistische Welt 300 v. Chr.
168 v. Chr. wurde Makedonien, nach der Niederlage des Sohnes Philipps
V., Perseus, von den Römern in vier Bezirke aufgeteilt und 148 v. Chr.
endgültig in eine römische Provinz verwandelt. 64 v. Chr. wurden mit der
Eroberung Syriens durch Pompeius die Reste der Seleukidenherrschaft
getilgt, 30 v. Chr. mit der Einnahme Alexandrias durch Oktavian die
Ptolemäer um ihr Reich gebracht.

Abbildung: Die hellenistische Welt 200 v. Chr.
Die politische Geschichte des Hellenismus, und damit auch der
politischen Selbstständigkeit griechischer Staaten, endete somit,
während die kulturelle Ausstrahlung des Hellenismus erhalten blieb
(siehe auch Byzantinisches Reich).
Weiterführende Informationen zu diesem Thema: Geschichte des
Hellenismus.
Merkmale der Epoche
Der Hellenismus umspannte einen gewaltigen Raum: Von Griechenland bis
nach Indien, vom Schwarzen Meer bis nach Ägypten. Auch in Baktrien
setzten sich die Griechen fest und etablierten dort das so genannte
Gräko-baktrische Reich, welches erst nach knapp zwei Jahrhunderten unter
ging. Schwerpunkt der Handlungen während Hellenismus war aber der
östliche Mittelmeerraum, auch wenn die Seleukiden immer wieder
versuchten, ihre östlichen Besitzungen in Persien zu stabilisieren
(siehe Antiochos III.).
Die Zeit nach 280 war eine kulturelle Blütezeit, in der sich Mathematik,
Philosophie und Kunst entfalten konnten, besonders, aber nicht nur, in
Alexandria. Die Griechen in den hellenistischen Staaten waren allerdings
immer in der Minderheit, während es immer mehr zu Konflikten mit der
einheimischen Bevölkerung kam. So traten immer mehr interne
Auflösungserscheinungen zu Tage, begleitet von einem Zerfall der
Regierungsgewalt. Gleichzeitig gelang es den Reichen nicht, einen modus
vivendi zu schaffen.
Kennzeichen dieser Geschichtsepoche ist die Hellenisierung: Die
Durchdringung vor allem des Orients durch die griechische Kultur und im
Gegenzug den Einfluss orientalischer Kultur auf die Griechen. Das
Griechische war zu dieser Zeit Weltsprache, die so genannte Koiné (von
koÃnos = allgemein).
Besonders gut ablesbar ist dies am Hellenistischen Judentum von dem wir
zum Glück eine größere Quellensammlung haben, durch die Schriften von
Philo, Josephus, wie such den Apokryphen der Bibel. Hier ist erkennbar
wie sich ein "orientalischer Kult" wie das Judentum (in sehr
verschiedener Weise) mit griechischem Denken und griechischer Sprache
verbinden, und so eine Weltreligion geboren wird.
Die Hellenisierung der orientalischen Bevölkerung sorgte dafür, dass
noch bis weit ins Mittelalter hinein wenigstens die städtische
Bevölkerung Syriens und Kleinasiens Griechisch sprach (Ägypten bildet
dabei einen Sonderfall).
Somit brachen die Griechen aus dem engen Raum der Polis aus, und es kam
zu einer ersten Globalisierung. Tatsächlich überdauerten die kulturellen
Traditionen des Hellenismus den politischen Zusammenbruch und wirkten
noch Jahrhunderte in Rom und im Byzantinischen Reich fort.
Quellensituation
Die Quellenlage zum Hellenismus ist mit die problematischste in der
Alten Geschichte, da in weiten Teilen eine durchgehende Überlieferung
fehlt. Somit ist man auf die Fragmente (wie von Hieronymus von Kardia)
bzw. auf die nicht vollständig erhaltenen Schriften von Historikern
angewiesen (Polybios, Diodor) sowie auf archäologische Quellen etc. Aus
diesem Grund sind viele Sachverhalte umstritten, auch wenn im Großen und
Ganzen ein Gerüst steht, welches jedoch komplexe Detailfragen aufwirft.
Literatur
Die klassische Darstellung ist Droysens Geschichte des Hellenismus,
die inzwischen jedoch hoffnungslos veraltet ist. Neuere Darstellungen
sind in englischer (Peter Green, Graham Shipley, Frank W. Walbank) und
französischer (E. Will: Histoire politique du monde hellènistique)
Sprache vorhanden. Im Folgenden werden vor allem Überblickswerke
genannt, an Hand deren Bibliographien sich leicht spezialisiertere
Literatur erschließen lässt.
Alexander Demandt: Die hellenistischen Monarchien. In: Antike
Staatsformen. Akademie Verlag, Berlin 1995. S. 291-320.
Knapper Überblick über Geschichte und Gesellschaft der hellenistischen
Staatenwelt mit Bibliografie.
Hans-Joachim Gehrke: Hellenismus. In: Ders. und H. Schneider (Hrsg.):
Geschichte der Antike. Ein Studienbuch.. Stuttgart 2000. S. 163 ff.
Knappe, einführende Darstellung.
Hans-Joachim Gehrke: Geschichte des Hellenismus (Oldenbourg Grundriss
der Geschichte). 3. Auflage. München 2003.
Knappe Darstellung mit Forschungsteil und umfassender Bibliographie.
Hatto H. Schmitt und Ernst Vogt (Hrsg.): Kleines Lexikon des
Hellenismus. 2. erweiterte Auflage. Wiesbaden 1993.
Eigentlich eine kleine Aufsatzsammlung. Sehr gut zur Einführung.
Graham Shipley: The Greek World After Alexander, 323-30 BC.. London und
New York 2000.
Englischsprachiger Überblick über die Zeit des Hellenismus von den
Diadochen bis Kleopatra VII.
( Bestellen).
Siehe auch
Diadochen und Diadochenkriege
Hellenistisches Judentum und Hellenisten
Gesellschaft für antike Philosophie
Netmarks
Quellenausschnitte und Bibliographie
Umfassende Bibliographie
Knappe Literaturempfehlungen (Green, Shipley etc.)
Peter Greens "Hellenistic History and Culture" frei zugänglich (englisch)
Teil des Internet Sourcebooks. Quellen in englischer Übersetzung.
Aufteilung Makedoniens.
GANPH - Gesellschaft für antike Philosophie e.V.
Quelle und Lizenz
|
Textquellennachweise: |
 |
Ein Teil dieses Textes basiert auf einem
Artikel aus
Wikipedia,
der freien Enzyklopädie. |
|
Artikel |
Bearbeiten |
Diskutieren |
Drucken |
Versionen |
Autoren |
Backlinks. |
| Stand: 17:47, 14. Aug 2005. |
|
Lizenz:
GNU Free
Documentation License. |
|
Bildquellennachweise: |
|
|
• Promotionmaterial © Amazon.de. |
|
|
• Das Alexanderreich 323 v. Chr.; Quelle:
de.wikipedia.org; Diese Landkarte wurde unter der GNU-Lizenz
für freie Dokumentation veröffentlicht.
Kopieren, Verbreiten und/oder Modifizieren ist erlaubt unter den
Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.2 oder
einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software
Foundation. Es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen
vorderen Umschlagtext und keinen hinteren Umschlagtext.
Bei der Erstellung der Landkarte wurden die Generic Mapping
Tools verwendet: http://gmt.soest.hawaii.edu/
Für das Relief - falls vorhanden - wurde(n) einer oder beide
dieser externen Datensätze verwendet:
GLOBE http://www.ngdc.noaa.gov/mgg/topo/gltiles.html (Public
Domain)
ETOPO2 http://dss.ucar.edu/datasets/ds759.3/ (Public Domain);
Erstellt von Benutzer:Captain_Blood. |
|
|
• Die hellenistische Welt 300 v. Chr.; Quelle:
de.wikipedia.org. Diese Landkarte wurde unter der GNU-Lizenz
für freie Dokumentation veröffentlicht.
Kopieren, Verbreiten und/oder Modifizieren ist erlaubt unter den
Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.2 oder
einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software
Foundation. Es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen
vorderen Umschlagtext und keinen hinteren Umschlagtext.
Bei der Erstellung der Landkarte wurden die Generic Mapping
Tools verwendet: http://gmt.soest.hawaii.edu/
Für das Relief - falls vorhanden - wurde(n) einer oder beide
dieser externen Datensätze verwendet:
GLOBE http://www.ngdc.noaa.gov/mgg/topo/gltiles.html (Public
Domain)
ETOPO2 http://dss.ucar.edu/datasets/ds759.3/ (Public Domain);
Erstellt von Benutzer:Captain_Blood. |
|
|
• Die hellenistische Welt 200 v. Chr.; Quelle:
de.wikipedia.org. Diese Landkarte wurde unter der GNU-Lizenz
für freie Dokumentation veröffentlicht.
Kopieren, Verbreiten und/oder Modifizieren ist erlaubt unter den
Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.2 oder
einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software
Foundation. Es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen
vorderen Umschlagtext und keinen hinteren Umschlagtext.
Bei der Erstellung der Landkarte wurden die Generic Mapping
Tools verwendet: http://gmt.soest.hawaii.edu/
Für das Relief - falls vorhanden - wurde(n) einer oder beide
dieser externen Datensätze verwendet:
GLOBE http://www.ngdc.noaa.gov/mgg/topo/gltiles.html (Public
Domain)
ETOPO2 http://dss.ucar.edu/datasets/ds759.3/ (Public Domain);
Erstellt von: Benutzer:Captain_Blood. |
Anmerkungen
| Blättern: << Anfang | < Zurück | Weiter > | Ende >> |
| |
| Benachrichtigen
bei Änderungen: |
|
|
|
|
Opodo.de: |
|
|
|