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Gesundheit
Von Agon S. Buchholz für Kefk Network
Webtravel, August 2003.
Ägypten : Gesundheit :
Übersicht
24-Aug-2003/08-Jan-06
Übersicht
Das Reisen in afrikanische Länder wie Ägypten
ist nicht ohne gesundheitliche Risiken; neben den vergleichsweise hohen
Temperaturen entsprechen auch die hygienischen Bedingunen oft nicht dem
mitteleuropäischen Standard. Viele Reisende berichten von hitzebedingten
Problemen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen; theoretisch ist es sogar
möglich, von Skorpionen oder Malaria- Mücken gestochen oder von
Giftschlangen gebissen zu werden; wer entsprechend fahrlässig handelt,
kann sich auch mit dem Belhaziose- Wurm infizieren.
In der touristischen Realität sind die Risiken jedoch -- zumindest in
Ägypten -- gut kalkulierbar; mit einer
sorgfältig zusammengestellten
Reiseapotheke und dem Befolgen einiger praktischer Hinweise kann man
sich gut vor Problemen schützen.
Tipps
- Mancher vermeintlich durch unsauberes Essen verursachte
Durchfall, Kopfschmerz oder Übelkeit ist m.E. schlicht hitzebedingt:
Im Sommer sollte man mittags die direkte Sonne meiden, einen
vernünftigen Kopfschutz tragen und ausreichend Wasser zu sich
nehmen. Bei unserem touristischen Besuch im
August 2003 haben wir etwa sechs bis
sieben Liter Wasser pro Person und Tag gebraucht; wer in der Wüste
wandern gehen will, wird noch weitaus mehr Wasser benötigen.
- Wasser ist nicht gleich Wasser: Leitungswasser ist i.d.R. nicht
trinkbar; in Kairo ist es zu stark gechlort, in anderen Regionen
kann es Krankheitserreger enthalten; gekocht kann man es m.E. aber
bedenkenlos zu sich nehmen (in Tee, Kaffee oder Speisen). Bei
Mineralwasser (meist Marke »Baraka«) sollte man auch einen
ungeöffneten Verschluss achten und sich auch in Restaurants die
Flasche immer am Tisch öffnen lassen. Es ist übrigens mit etwas
Fingerspitzengefühl möglich, den Verschluss der Baraka-/ Vittel-
Flaschen aufzudrehen, ohne das "Sigel" zu brechen; im Zweifelsfalle
riecht man am Flascheninhalt; in die Flaschen gefülltes gechlortes
Leitungswasser kann man so zumindest erkennen.
- Nach alter Regel soll man kein ungekochtes Gemüse, keinen Salat
und kein ungeschältes Obst zu sich nehmen; warme Speisen sollten
gekocht worden und möglichst frisch sein. Meiden sollte man
Restaurants oder "Garküchen" mit wenig Umsatz und solche, deren
Gästeräume bereits unsauber wirken: Die Küche wird vermutlich nicht
besser aussehen.
- Viele Ägypten- Besucher empfehlen, nach jeder Mahlzeit Schnaps
oder Winbrand zu sich zu nehmen. Pauschaltouristen können sich vor
der Einreise im Duty-Free- Shop versorgen, unterwegs hilft ein
Flachmann. Allerdings sollte man Vorsicht walten lassen: Wie in
allen muslimischen Ländern ist der Genuss von alkoholischen
Getränken in der Öffentlichkeit nicht gern gesehen oder sogar
strafbar.
- Die Reiseapotheke sollte
nicht nur Medikamente für den Krankheitsfall beinhalten, sondern
auch präventive Präparate: Vitamin- und Mineraltabletten.
- Wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, verzichtet ganz auf
einheimlische Speisen und Getränke und versorgt sich autark: Die
Kombination aus Protein- Präparat und Vitamin- und Mineraltabletten
sollte das Überleben sichern. Ich halte das aber für ziemlich
bescheuert, zumal man sich dann etlicher Genüsse beraubt.
Anmerkungen
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