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Politik in Griechenland

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Erstellt/Zuletzt bearbeitet: 06-Sep-2005/03-Feb-06
Systemzeit: Donnerstag, 04.12.2008, 08:24:42.

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Übersicht

 

Innenpolitik

Am 7. März 2004 fand in Griechenland ein Regierungswechsel statt. Die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) löste die bisher regierende sozialistische Partei PASOK ab. Am 8. März 2004 beauftragte Staatspräsident Konstantinos Stefanopoulos den Spitzenkandidaten der Konservativen Kostas Karamanlis mit der Regierungsbildung. Schon einen Tag später, am 9. März 2004, stellte er seine neue Regierungsmannschaft vor. Zum neuen Außenminister ernannte er den Diplomaten Petros Molyviatis. Dieser gilt als Fachmann für die Zypernfrage. Die Verhandlungen über die Wiedervereinigung der Insel scheiterten jedoch durch die Ablehnung des Annan-Planes durch die griechischen Zyprioten Ende April 2004.

Die neue griechische Regierung hat 19 Minister, darunter zwei Frauen. Karamanlis erklärte zudem die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele im August 2004 zur Chefsache, da sein Regierungsteam in dieser Hinsicht unter großem Zeit- und Handlungsdruck stand. Die mit Hilfe der UNO geführten Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns scheiterten, weshalb am 1. Mai 2004 nur der griechische Teil der Mittelmeerinsel der Europäische Union beitrat. Die neue Regierung wird nach Presseberichten weiter eine Annäherung mit der Türkei anstreben. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan war einer der ersten Politiker, die Karamanlis zu seinem Sieg gratulierten.

Die beiden größten Partein Nea Dimokratia und Pasok beherrschen seit 1974 die griechische Politik, die kommunistische KKE spielt eine wesentliche Rolle. Die Sitzverteilung im griechischen Parlament, der Vouli ton Ellinon, sieht derzeit wie folgt aus: Nea Dimokratia - 165 PASOK - 117 KKE - 12 SYN - 6

Siehe auch Politische_Parteien_in_Griechenland

Innenpolitisch steht Griechenland vor zahlreichen Herausforderungen. Diese liegen im wesentlichen in den Bereichen der Haushaltspolitik und der Konsolidierung des immer noch dramatisch defizitären Staatshaushalts und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die trotz des konstanten beachtenswerten Wirtschaftswachstums der letzten Jahre immer noch auf hohem Niveau verharrt bei gleichzeitig massiver Teuerung. Ein weiteres ungelöstes Problem ist der massive Zuzug, vor allem illegaler als in der Landwirtschaft geschätzter billiger Arbeitskräfte, von Ausländern v.a. aus Albanien, Rumänien und Bulgarien. Mit einer gleichzeitig steigenden Kriminalitätsrate v.a. im Bereich der Eigentumsdelikte -in der Vergangenheit eine quantité negligeable- begünstigt dieses Umfeld vermehrt soziale Spannungen und latent fremdenfeindliche Tendenzen in der Bevölkerung.

Außenpolitik

Der außenpolitische Kurs Griechenlands steht oftmals im Gegensatz zu dem seiner Bündnispartner in EU und NATO. Der Ministerpräsident der 90er Jahre Andreas Papandreou galt mit seinen immer wiederkehrenden nationalistischen Eskapaden als Enfant terrible in der EU. Der in der Bevölkerung tief verwurzelte Anti-Amerikanismus und das schwierige Verhältnis Griechenlands zu seinen Nachbarn sowie tiefe Prägungen aus der Geschichte machen Griechenlands Außenpolitik zu einem komplexen Thema.

Insofern sind die schrittweise Aussöhnung und die immer besser werdenden Beziehungen zum ehemaligen Erzfeind Türkei ein revolutionärer Schritt. Griechenland gilt als einer der größten Befürworter eines EU-Beitritts Ankaras. Auch wenn Griechenlands Position zum Zypern-Konflikt eindeutig ist, so hat die Ablehnung des Annan-Plans das Verhältnis zur Türkei nicht wesentlich belastet. Das Verhältnis zu Albanien, mit dem der faktische Kriegszustand erst 1987 beendet wurde, kann mittlerweile als ausgeglichen betrachtet werden, die Kontakte zu Sofia und Bukarest sind sehr gut. Mit Bulgarien wurde die Eröffnung 3 neuer Grenzübergänge vereinbart.

Die diplomatischen Beziehungen zum nördlichen Nachbarn Mazedonien befinden sich zwar im Ausbau und der Ausblick ist positiv. Das Verhältnis bleibt jedoch wegen des nach wie vor ungelösten Namensstreits belastet, verstärkt wieder nach Anerkennung der Republik Mazedonien durch Washington im November 2004.

Die Beziehungen zu Serbien sind traditionell exzellent. Serbien gilt immer noch als jahrhundertealter einziger Verbündeter, den man auf dem Balkan hat. Die durchweg pro-serbische Haltung im Jugoslawienkrieg und die dezidiert geschlossen ablehnende Haltung gegen das NATO-Bombardement auf Serbien 1999 belasteten jedoch das gespannte Verhältnis zur NATO, auch wenn Griechenland offiziell seine Bündnistreue betont.

Literatur

Klaus Bötig: Griechenland: Festland und Peleponnes, DuMont : Köln 1996, 396 S., ISBN 3-7701-3456-7

Michael Müller (Hrsg.): Griechenland. Reisehandbuch, Michael Müller Verlag : Erlangen, 8. Aufl. 2002, 768 S., ISBN 3-923278-60-08

Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus, BoD 2004, ISBN 3-8334-0977-0

(Bestellen).

Netmarks

Griechische Botschaft in Berlin,
www.griechische-botschaft.de.

Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes,
www.auswaertiges-amt.de/.../laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=52.

Athener Zeitung auf Deutsch,
www.hellasproducts.com/az.

Dachverband der regionalen Deutsch-Griechischen Gesellschaften,
www.vdgg.de.

Seite rund ums Auswandern nach und Leben in Griechenland,
www.gotohellas.de/start.htm.

Griechische Wahlergebnisse,
ekloges.ypes.gr/en.

Radio Greece live,
www.ert.gr/radio/liveradioTritovraxea.asp.

Der Mythos Griechenland über die Jahrhunderte,
www.mythos-griechenland.de.

Open Directory Project: Griechenland,
dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Europa/Griechenland.

Agrarsektor und Agrarstrukturen in Griechenland,
home.nikocity.de/schmengler/texte/griech.htm.

Griechische Museen,
de.greece-museums.com.

Quelle und Lizenz

Textquellennachweise:
Ein Teil dieses Textes basiert auf einem Artikel aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.
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  • Location of Greece in Europe; Quelle: commons.wikimedia.org via de.wikipedia.org; erstellt von User:Richie; Lizenz: GNU Free Documentation License, Version 1.2.
  • Klimadiagramm Athen; Quelle: de.wikipedia.org; Erstellt von Benutzer:Hph; Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
  • Topographie Griechenlands; Quelle: Erstellt von Benutzer:Captain_Blood; Lizenz: de.wikipedia.org; Bei der Erstellung der Landkarte wurden die Generic Mapping Tools (gmt.soest.hawaii.edu) verwendet; Für das Relief wurde einer oder beide dieser externen Datensätze verwendet: GLOBE (www.ngdc.noaa.gov, Public Domain), ETOPO2 (dss.ucar.edu, Public Domain).
   

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