Jeder Hersteller änderte und erweiterte das System in den 80er Jahren
nach eigenen Vorstellungen. Es entwickelten sich Versionen mit
unterschiedlichen Fähigkeiten, Kommandos, Kommandooptionen und
Programmbibliotheken.
Um 1985 begann die IEEE zunächst die Schnittstellen für
Anwendungsprogramme zu standardisieren. Daraus entwickelte sich der IEEE
1003-Standard, der auf Anregung von Richard Stallman POSIX genannt wird.
Er besteht heute aus etwa 15 Dokumenten, die sich mit allen Aspekten von
Unix-Systemen wie dem Kommandozeileninterpreter (POSIX schreibt zwingend
die Korn Shell vor), den Unix-Kommandos und deren Optionen, der
Ein-/Ausgabe und anderem befassen.
Die Preise der IEEE für die POSIX-Dokumentation sind sehr hoch, die
Veröffentlichung ist durch Urheberrecht untersagt. In neuerer Zeit ist
deshalb eine Tendenz zum Single Unix Specification-Standard der Open
Group zu verzeichnen. Dieser Standard ist offen, im Internet frei
verfügbar und akzeptiert Vorschläge von jedem.