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UNIX-Derivate

Derivate : Übersicht
24-Nov-2003/28-Mrz-06


Übersicht

Die Unix-Implementationen lassen sich in zwei Standards zusammenfassen:

  • Berkeley Unix (BSD) sowie
  • AT&T's System V Release 4 (SVR4).

Kommerzielle Unix-Derivate

Freie Unix-Derivate

Bis Unix V7, das 1979 erschien, wurde der Quellcode von Unix, gegen Erstattung der Kopier- und Datenträgerkosten, an Universitäten verteilt. Unix hatte damit den Charakter eines freien, portablen Betriebssystems. Der Code wurde in Vorlesungen und Veröffentlichungen verwendet und konnte nach eigenen Vorstellungen geändert und ergänzt werden. Die Universität Berkeley entwickelte eine eigene Distribution mit wesentlichen Erweiterungen, die Berkeley Software Distribution (BSD).

In den frühen 80er Jahren beschloss AT&T, Unix zu vermarkten, der AT&T Quellcode durfte ab diesem Zeitpunkt nicht mehr öffentlich zugänglich gemacht werden, auch die Verwendung in Vorlesungen etc. war ausgeschlossen. Auch auf BSD basierende Systeme mussten, da ein Teil des Codes von AT&T stammte, eine (teure) Lizenz erwerben.

Die Nichtverfügbarkeit des Quellcodes veranlasste 1983 Richard Stallman, das GNU (Gnu ist nicht Unix)-Projekt ins Leben zu rufen. Ziel des Projekts war ein freies, Unix-kompatibles System. Bis 1990 hatte das Projekt alle wesentlichen Teile - inklusive des GNU C-Compilers - entwickelt, jedoch mit Ausnahme des Kernels.

1987 erschien das Lehrsystem Minix der Vrije Unversität, Amsterdam. Minix war ein Unix-Klon mit Mikrokernel, C-Compiler, Editor und vielen Kommandos, das auf anspruchsloser PC-Hardware lief. Der Quellcode war Teil des Lieferumfangs. Es war zwar kommerziell, aufgrund seines sehr niedrigen Preises kam es einem freien System aber sehr nahe. Wie vormals Unix diente dieses System vielen als Ausgangspunkt für eigene Experimente.

1991 veröffentliche der finnische Student Linus Torvalds den Kernel für ein Betriebssystem, das auf einem normalen Intel 386er-PC laufen sollte. Der POSIX-Standard und das GNU-Projekt, das alle nötigen Werkzeuge wie Compiler und Shells bietet, boten einen geeigneten Weg dahin. Torvalds verwendete das Minix-System und den GNU-C Compiler als Grundlage. Er schrieb einen Kern, den er Linux nannte. Darauf übertrug er die Softwarewerkzeuge und Bibliotheken des GNU-Projekts. Diese Werkzeuge boten in Kombination mit dem Linux-Kern die Grundlage für ein POSIX-getreues freies Betriebssystem, bekannt als GNU/Linux oder einfach Linux.

1992 erschien mit 386BSD von Bill Jolitz ein weiteres freies System für 80386 Prozessoren. Es bestand aus einem Patch für die nicht von AT&T stammenden freien Teile der BSD Distribution und bildete ein weiteres freies, sehr fortgeschrittenes Betriebssystem für Intel Prozessoren.

1994 veröffentlichte Berkeley mit 4.4BSDLite die letzte Version ihrer Distribution, die von AT&T Quellcode befreit war. Dieses bildete zusammen mit 386BSD die Grundlage für NetBSD, FreeBSD und kurz darauf OpenBSD. Im Jahr 2000 gab Apple den Quellcode des Betriebsystems Darwin, Bestandteil von Mac OS X, frei. Es basiert auf FreeBSD und dem Mach Mikrokernel.

Netmarks

Wikipedia.de: "Unix",
de.wikipedia.org/wiki/UNIX.

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