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Pull

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12-Aug-2003/09-Jan-06


Übersicht

Der Begriff Pull stammt ursprünglich aus dem Marketing, wo die verschiedenen Verkaufs- und Werbestrategien als Push- bzw. Pull-Marketing (von engl. to pull, ziehen) bezeichnet werden.

Siehe auch: Push.

Push-Pull-Strategie

Als Push-Pull-Strategie bezeichnet man im Kontext des Marketing zwei verschiedene Möglichkeiten, Konsumgüter durch einen Absatzkanal abzusetzen. Die meisten Unternehmen operieren nach der Push-Strategie, d.h., sie müssen jeden Abnehmer einzeln davon überzeugen, ihr Produkt im Sortiment zu führen oder käuflich zu erwerben. Nur größere Unternehmen können es sich i.d.R. leisten, nach der Pull-Strategie zu agieren, indem sie erhebliche Beträge in Werbung und Verkaufsförderung investieren und so beim Verbraucher eine Nachfrage nach ihren Produkten schaffen; diese Nachfrage wirkt wie ein Sog auf das Produkt im Vertriebssystem aus.

Auch im Bereich der Werbung (in Marketing-Terminologie: "Konsumentenansprache") gibt es Push- und Pull-Strategien. Den Push-Methoden (z.B. TV-Spot, Postwurfsendung) kann der Konsument nicht ohne weiteres ausweichen, für die Pull-Methoden muss er dagegen selbst aktiv werden (z.B. Zusendung eines Prospektes auf Anfrage).

Siehe auch: Permission Marketing und Interruption-Marketing bzw. Intervention-Marketing

Pull-Medien

Auch Medien können eher Push- oder Pull-Charakter aufweisen. Im Gegensatz zu Rundfunk und Fernsehen ist das Internet und speziell des WWW ein Pull-Medium, denn der Surfer muss in einer bewußten Entscheidung die von ihm gewählte Seite aufrufen, er muss sich also überlegen, was er wissen will und gezielt danach suchen. Will er eine interessante Seite wieder besuchen, kann er zur Erinnerung ein Lesezeichen setzen, die Seite wird ihm ohne eigenes Zutun jedoch nicht erneut vorgesetzt. Da dies immer wieder eine Entscheidung und eigene Aktivität erfordert, entwickelten sich daneben Push-Verfahren, die die regelmäßige automatisierte Zustellung von Informationen auch im Internet ermöglichen.

Auch beim interaktiven Fernsehen geht der Push-Anteil graduell zurück, entsprechend dem Anteil an Interaktivität, die technologisch realisiert wurde.

Siehe auch: Webcasting, Narrowcasting, Broadcatch, Interaktivität, Rückkanal.

Literatur

Push-/Pull im Marketing-Kontext:

  • Tim Hindle, Michael Thomas. Marketing: Erfolgreich werben und verkaufen von A bis Z (The Economist). Deutscher Taschenbuch Verlag. München 1994.

Netmarks

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Quelle

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Stand: 14:48, 15. Mai 2004.
Lizenz: GNU Free Documentation License (GNU FDL).

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