Als Podcasting bezeichnet man das automatische Herunterladen von
Audio-Dateien aus dem Internet. Meistens handelt sich dabei um private
Radio-Shows, die sich einem bestimmten Thema widmen. Der Begriff leitet
sich ab vom englischen Wort »Broadcasting«
(etwa: »Senden« oder auch »Rundfunk«) und dem Namen des weit
verbreiteten MP3-Players Apple iPod.
Dabei prüft ein Programm, ein so genannter Podcatcher (oftmals
auch iPodder genannt) in regelmäßigen Abständen eine vom Benutzer
zusammengestellte Liste von Podcasts, stellt fest, welche neuen Shows
verfügbar sind und lädt diese automatisch herunter. Im Optimalfall
werden die neuen Podcasts auch gleich noch auf einen mobilen MP3-Player
übertragen, und können dann etwa auf dem Weg zur Arbeit, im Auto, beim
Joggen etc. gehört werden.
Die Erstellung eines Podcasts ist jedem möglich, der eine
Internetanbindung, evtl. Webpräsenz, und einen Computer mit Soundkarte
(heute Standard) und entsprechender Software besitzt oder Zugang dazu
hat.
Technisch gesehen gehört zu jedem Podcast ein RSS Feed, wie er von
Weblogs bekannt ist. In diesem Feed werden über "enclosure"-Tags Links
zu den Audio-Dateien angebeben. Die Adresse des RSS Feeds wird dann dem
Podcatcher (siehe oben) übergeben, der damit neuveröffentlichte Shows
finden und herunterladen kann.
Die Theorie zu Podcasting stammt ursprünglich von Dave Winer, und wurde
etwa ab September 2004 populär durch das Engagment von Adam Curry, der
den ersten Podcasting-Client entwickelt hat.