Nachteile von FrontPage
Siehe auch: Vorteile.
FrontPage : Nachteile
: Übersicht
22-Sep-2001/09-Jan-06
Veränderung des HTML-Quelltextes
FP modifiziert den HTML-Code beim Import. Dies beschränkt sich nicht
auf Äußerlichkeiten (z.B. Einrückungen), sondern umfaßt auch inhaltliche
Veränderungen, die weder unterbunden werden können, noch dokumentiert
sind.
Äußerst problematisch ist auch die Reihenfolge, in der FP 98
<META>-tags im <HEAD> generiert.
Beispiel:
<meta
http-equiv="Content-Type"
content="text/html; charset=iso-8859-1">
< title>HomeSite</title>
<link
rel="stylesheet"
href="../../CSS/webworking.css"
type="text/css"
title="Webworking">
Diese Reihenfolge führt zu Problemen beim Indexieren durch
Suchmaschinen-Robots; das <TITLE>-Tag gehört an den Anfang der
<HEAD>-Deklaration.
Abhilfe: Manuelles Nachbearbeiten jeder durch FP 98 generierten
Seite.
Unzureichende Unterstützung für CSS-1
FP98 unterstützt nur in begrenztem Umfang die w3C-Spezifikation für
Cascading Style Sheets (Level 1 bzw. Level 2). Das betrifft zum einen
das Handling und die Definition von Style Sheets, zum anderen deren
Darstellung in der WYSIWYG-Ansicht (Tab:Normal).
Fehlende Revisionkontrolle
FP98 enthält keinerlei Funktionen zur Revisionkontrolle; Web-Sites,
die in mehreren Generationen verwaltet werden müssen, erfordern externe
Tools.
Konsistenzprobleme in Mehrbenutzerumgebungen
Problematisch ist die Benutzung von FP98 in Mehrbenutzerumgebungen.
Wenn das Web auf einer NTFS-Partition liegt können zwar Benutzerrechte
über die Benutzerverwaltung von Windows NT vergeben werden (NT:
Verwaltung/Benutzer-Manager; FP: Extras/Berechtigungen), allerdings
erliegt man dann rasch dem Irrtum, daß FP98 auch wirklich korrekt mit
Änderungen umgehen würde, die unterschiedlicher Benutzer zu
unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten mit verschiedenen
Versionen eines FP98-Webs durchgeführt haben. Sicher ist das Ganze nur
dann, wenn alle Benutzer grundsätzlich an demselben Web arbeiten und es
nicht zur Durchmischung unterschiedlicher Versionen durch die
Publizieren-Funktion (Datei/FrontPage-Web publizieren) kommt.
Limitierungen der Suchfunktion
Die Suchfunktion ist auf Web-Server mit installierten FrontPaeg
Server Extensions begrenzt. Damit kann man vielleicht noch leben, aber
daß die Suchfunktion beispielsweise keine Meta-Tags unterstützt ist
erschreckend.
Das Tilde-Problem
Die Tilde (~) dient unter Unix als Abkürzung eines Pfades zum
Benutzerverzeichnis; daher haben viele Adressen privater Homepages die
auf Unix-Hosts gelagert sind, dieses Sonderzeichen im URL.
FrontPage schaltet nach Eingabe einer Tilde um auf <sup>. Abhilfe:
Einfügen der Tilde als Sonderzeichen (Einfügen/Sonderzeichen) oder
Editieren des Codes in der HTML-Ansicht (Tab:HTML).
FrontPage Designs
Der Nachteil der FP-Designs besteht in der Einfallslsingkeit vieler
FP-Benutzer, die immer wieder dieselben Standard-Designs nutzen.
Bestimmte Designs sieht man daher an allen Ecken des Webs, was nicht
gerade spannend ist. Es existiert zwar ein sogenannter Theme
Designer, der aber nicht über das FP-Setup-Programm aufgerufen
werden kann, sondern explizit aus einem Unterverzeichnis der CD
installiert werden muß. Außerdem ist das Tool nicht besonders
leistungsfähig und führt zu Problemen in Verbindung mit der
Publizieren-Funktion (Datei/FrontPage-Webpublizieren).
Verwendung zahlreicher proprietäre Lösungen
FP98 wimmelt nur so von proprietären Lösungen. Beispielsweise ist es
mögich, die Darstellung des Bullets eines Liste <LI> graphisch
aufzupeppen. FP98 verwendet dazu verschachtelte Tabellenstrukturen,
obwohl dies viel einfacher über CSS möglich wäre.
Limitierung auf wenige Betriebssystem-Plattformen
Mit FP98 legt man sich auf eine Plattform fest: Windows. Es
exisitiert zwar eine Version für den Macintosh, die ist aber veraltet
und inkompatibel zu FrontPage 98 für Windows. Man kann Web-Projekte also
beispielsweise nur sehr eingeschränkt auf unterschiedlichen Plattformen
bearbeiten. Besser ist hier beiepielsweise der Macromedia Dreamweaver,
der im gleichen Funktionsumfang für Windows- und Mac-Rechner angeboten
wird.
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