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Erfahrungsbericht zur (Un-) Sicherheit von Ebay

Von Agon S. Buchholz für Kefk Network Shopping, Juni 2003 ff.

Auktionen : Ebay : Chronologie : Übersicht
17-Jun-2003/17-Jan-07 [Changelog - aktuelle Änderungen]


Übersicht

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Wenn Sie das Changelog mit den Änderungen im Erfahrungsbericht zur (Un-) Sicherheit von Ebay suchen, schauen Sie bitter hier:

Chronologie

Chronologie der Ereignisse (in umgekehrt chronologischer Reihenfolge):

2004:

2003:

2004

Dezember 2004
03.12. Unterlassungsklage gegen Internetauktionshaus wegen Identitätsmissbrauch erfolgreich: Das Amtsgericht Potsdam verpflichtet die Ebay International AG zum Ergreifen von Maßnahmen gegen Identitätsmissbrauch. Durch das Urteil vom 3. Dezember 2004, Aktenzeichen 22 C 70/04, wurde das Internetauktionshaus verpflichtet, es zu unterlassen, andere Teilnehmer als den Kläger unter seinem Namen zum Internethandel auf der Ebay-Plattform im Internet zu registrieren und zum Handel zuzulassen, insbesondere einen Decknamen für die Teilnahme am Internethandel bei Ebay zu vergeben. Für jeden Fall der Zuwiderhandlung gegen die vorbezeichnete Unterlassungsverpflichtung wurde im Urteil ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro angedroht. Der Streitwert für das Verfahren wurde festgesetzt auf 52.650 Euro. [weiter...]
März 2004
26.03. Heise Online: "Anonyme Umfrage zu den Arbeitsbedingungen bei eBay", 26.03.2004 14:04, www.heise.de/newsticker/meldung/46046.

Etwa 77 Prozent der bei eBay im brandenburgischen Kleinmachnow Beschäftigten haben angegeben, ihre Leistungen und Tätigkeiten würden sehr stark erfasst und kontrolliert. Das ist das Ergebnis einer anonymen Umfrage, zu der die Mitarbeiter im Mitte März auf Zetteln, die anscheinend in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgelegt wurden, aufgefordert wurden. Laut der Homepage epay.tv, deren Betreiber sich nicht zu erkennen geben, sollen an der Umfrage via Internet 162 eBay-Beschäftigte teilgenommen haben.

  Heise Online: "c't magazin.tv: Identitätsklau bei eBay", 26.03.2004 12:04, www.heise.de/newsticker/meldung/46040.

Schließlich kümmert sich c't magazin.tv um den Fall eines eBay-Nutzers, der seinen Account bei dem Online-Auktionshaus eher selten nutzt. Umso erstaunter war er, als er einen Anruf erhielt: Der freundliche Herr fragte nach, wohin er denn das Geld für die soeben ersteigerten Nike-Turnschuhe überweisen sollte. Hintergrund: Auf den Namen unseres Nutzers war ein weiterer Account bei eBay eingerichtet worden. Dort liefen bereits mehrere betrügerische Versteigerungen.

17.03. www.epay.tv geht online.

Artikel im Tagesspiegel vom 30.03.2004
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/30.03.2004/1044883.asp#art

Meldung auf www.connexx-av.de vom 30.03.2004
http://www.connexx-av.de/presse_pressemeldungen.php3

Artikel in "Der Standard" (Austria) vom 28.03.2004
http://derstandard.at/?id=1614971

Themenseite in der taz (4 Beiträge) vom 27.03.2004
http://www.taz.de/pt/2004/03/27.nf/ressort.q,TAZB.re,bt

Beitrag auf silicon.de vom 26.03.2004
http://www.silicon.de/cpo/news-cio/detail.php?nr=13868&directory=news-cio

Artikel im PC Magazin vom 26.03.2004
http://www.pc-magazin.de/common/nws/einemeldung.php?id=10406

Beitrag auf Heise Online vom 26.03.2004
http://www.heise.de/newsticker/meldung/46046

Artikel im Manager Magazin vom 25.03.2004
http://www.manager-magazin.de/ebusiness/artikel/0,2828,292403,00.html

Artikel auf Spiegel Online vom 25.03.2004
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,292265,00.html

Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 24.03.2004
http://www.maerkischeallgemeine.de/?loc=3_4_1&id=163872

Artikel in Impulse vom 24.03.2004
http://www.impulse.de/ftd/artikel.html?artikel_id=547956

Artikel in der Financial Times Deutschland vom 24.03.2004
http://www.ftd.de/ub/di/1079712469698.html

Beitrag auf www.dotcomtod.de vom 24.03.2004
http://www.dotcomtod.de/modules.php?name=News&file=article&sid=12161

Meldung auf Börse Online vom 24.03.2004
http://www.boerse-online.de/ftd/artikel.html?artikel_id=547956

Beitrag auf www.dotcomtod.de vom 19.03.2004
http://www.dotcomtod.de/modules.php?name=News&file=article&sid=12138

Reaktion von Geschäftsführung und Betriebsrat vom 17.03.2004
PDF-Download

Hintergrund-Artikel in der taz vom 12.11.2003
http://www.taz.de/pt/2003/11/12/a0219.nf/text

Februar 2004
20.02.

Matthias Roth von der Leipziger Volkszeitung berichtete in dem "Leipziger Anwalt will Ebay zu mehr Sicherheit zwingen" von dem Fall Dr. Dietrich M. gegen Ebay:  www.lvz-online.de/aktuell/content/96382.html.

12.02. Das Amtsgericht Potsdam stimmt in einer Art Musterprozess der einstweiligen Verfügung von M. gegen Ebay zu; das Auktionshaus wird unter Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von bis zu Euro 250.000 oder ersatzweise Ordnungshaft von bis zu 6 Monaten für jeden Fall der Zuwiderhandlung verboten wird, Teilnehmer unter der Identität eines Dritten zum Handel auf der Internetplattform zu registrieren. Nach dieser Verfügung kann Ebay nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg den Standpunkt vertreten, dass die Firma nur der - ansonsten unbeteiligte - Plattformgeber und daher zu Identitätskontrollen nicht verpflichtet sei. Rechtsanwalt Hans Peter Habich von der die Klage führenden Kanzlei Habich & Partner (www.habich-baaden-horn.de) geht davon aus, dass Ebay fortan zur Einführung von Identitätskontrollen gezwungen sein wird.
  Im  Forum der PC Welt taucht die  Stellungnahme von Ebay zu meinem Fall auf, unterzeichnet von einer Maike Fuest, Unternehmenskommunikation Ebay Deutschland:

»Zunächst einmal bedauern wir die Unannehmlichkeiten, die Herrn Buchholz durch die missbräuchliche Nutzung seiner Daten entstanden sind. Wir werden die Schilderungen von Herrn Buchholz recherchieren und prüfen, inwieweit wir Herrn Buchholz im Rahmen unserer Möglichkeiten als Mittler zwischen Käufer und Verkäufer unterstützen können.«

Eine bodenlose Unverschämtheit: Ebay suggeriert weiterhin, es habe in meinem Fall eine Beziehung zwischen »Käufer und Verkäufer« gegeben. Dies ist unwahr, ich bin bei Ebay noch nie als Käufer oder Verkäufer aufgetreten. Abgesehen davon ist Ebay der Sachverhalt seit über sechs Monaten bekannt.

»Ist auch für uns nachvollziehbar, dass die Daten von Herrn Buchholz missbräuchlich genutzt wurden, werden wir selbstverständlich davon absehen, Gebühren für die über die fraglichen Mitgliedskonten angebotenen Artikel einzufordern. Sollten sich die polizeilichen Ermittlungsbhörden in diesem Fall an uns wenden, werden wir diese im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bestmöglich bei ihren Ermittlungen unterstützen.«

Eine bodenlose Unverschämtheit: Ebay suggeriert, die Behörden hätten die Ermittlungen noch gar nicht aufgenommen. Dies ist unwahr, vielmehr sind die Ermittlungen mittlerweile abgeschlossen und der Fall liegt der zuständigen Staatsanwaltschaft vor.

»Durch die Zusammenarbeit mit der Schufa im Rahmen der Verifizierung der Anmeldedaten konnten wir die Sicherheit auf dem eBay-Marktplatz weiter erhöhen [...] Nichts desto trotz lässt sich weder durch einen Abgleich von Anmeldedaten mit der Schufa-Datenbank noch durch die Zusendung eines Briefes an die angegebenen Adressdaten, grundsätzlich die kriminelle Handlung eines Identitätsdiebstahls ausschließen.«

Eine weitere Verdrehung der Tatsachen; alle mich betreffenden über 120 Einzelfälle wären durch eine Identitätsfeststellung mittels Postident verhindert worden. Dasselbe gilt für alle mir bekannten ähnlich gelagerten Fälle wie die von Uwe Göllner (MdB), Sebastian B., M. usw.

Ich muss wohl nicht weiter erwähnen, dass die versprochene Prüfung des Sachverhalts durch Ebay anscheinend nicht durchgeführt wurde; die Inkasso-Aufforderung von Dezember 2003 wurde jedenfalls bisher nicht zurückgenommen.

  Ich poste im  Forum der PC Welt eine  Ergänzung zu dem »Hammer des Monats«-Artikel aus der PC WELT 03/2004:

»Ich möchte zunächst einmal darauf hinweisen, dass sich Ebay bei mir leider bisher nicht gemeldet hat, um mich "zu unterstützen"; da ich noch nie etwa über Ebay ge- oder verkauft habe, kann Ebay für mich auch kein "Mittler zwischen Käufer und Verkäufer" sein. Es geht hier schleicht und ergreifend um eine Serie von Betrugsfällen, die in dem geschilderten Umfang von *weiteren* 117 Fällen *ausschlisslich* durch das Verhalten von Ebay möglich wurde.

Ausser der Tatsache, dass Ebay derzeit über eine Inkasso-Agentur Beträge von einigen hundert Euro einzufordern versucht habe, *ich* bis heute keinerlei Stellungnahme oder Entschuldigung des Auktionshauses erhalten.

Das eigentliche Problem für mich ist nicht der Identitätsdiebstahl (das war wohl aus Platzgründen im Artikel von Herrn Perband nicht mehr unterzubringen); das *eigentliche* Problem besteht darin, dass es sich in meinem Fall um einen *wiederholten* Adressdiebstahl handelt, die 117 Einzelfälle sind ja nur die *zweite* Betrugswelle, die in meinem Namen durchgeführt wurde.

Bereits einige Wochen vor dem geschilderten Fall waren eine Reihe von betrügerischen Auktionen unter meinen Adressdaten durchgeführt worden; selbstverständlich habe ich auch diese Fälle dem so genannten Ebay-Sicherheitsteam gemeldet, Ebay hat diese Mitteilung auch erhalten und zugesichert, meinen Adressdatensatz (!!!) zu sperren. Dies kann ich auch an Hand des E-Mail-Verkehrs mit dem so genannten Ebay-Sicherheitsteam nachweisen.

Nur durch die Tatsache, dass Ebay eben diese explizit zugesagte Sperrung meines Adressdatensatzes *nicht* durchgeführt hat, wurde die im PC Welt-Artikel geschilderte zweite Betrugsserie in 117 Fällen überhaupt möglich. Auch diesen Adressdiebstahl meldete ich dem so genannten Ebay-Sicherheitsteam, mir wurde darauf wiederum durch das so genannte Sicherheitsteam bestätigt, mein Adressdatensatz sein nun erneut (!!!) gesperrt worden, Ebay weigert sich aber bis heute, mir verbindlich zu bestätigen, dasss morgen oder Übermorgen nicht die *dritte* Betrugswelle startet.

Die Krönung der Fahrlässigkeiten von Ebay bildet die Tatsache, dass mir zum 24.12. (!) eine Rechnung durch die Hamburger Inkassokanlei KSP über die in den o.g. Betrugsfällen aufgelaufenen Einstellgebühren und ggf. Verkaufsprovision" zugestellt wurde. Ebay hat also nicht nur (1) nachweislich wiederholt die Meldung von Betrügereien igoniert und (2) die zugesagten Gegenmassnahmen nicht umgesetzt, sondern (3) die Wiederholung in 117 Fällen geduldet und (4) versucht dann auch noch, sich an mir schadlos zu halten und Gebühren für die Betrügereien abzukassieren.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt.«

  Antwort des Bundesministeriums der Justiz. Eine recht detaillierte Stellungnahme mit einigen interessanten Hinweisen.
xx.02. Die PC WELT 03/2004 erscheint mit dem Artikel »Namensklau bei Ebay. Die Identitätsprüfunf von Ebay lässt sich ganz leicht austricksen. Betrüger verwenden Namen und Adressen nichts ahnender Leute, kassieren ab und verschwinden. Jeder kann ein Oper werden« von Andreas Perband zu meinem Fall in der Rubrik »Hammer des Monats«.
02.02. Der Frontal 21-Bericht wird gesendet. Titel: »Geschädigte Kunden. Betrug bei Ebay«.
Januar 2004
29.01. Antwort von Uwe Göllner, MdB. Eine recht ausführliches Schreiben.
20.01. Betrugsrate bei Ebay: Die Berliner Zeitung veröffentlicht einen kurzen Artikel mit dem Titel »Starker Anstieg der Betrugsfälle bei Ebay«. Zitiert wird hier eine amtliche Statistik des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen, nach dem die Zahl der angezeigten (!) Betrugsfälle im Jahr 2003 um 132,8 Prozent auf 2.305 Fälle gestiegen ist; Im Jahr 2003 waren in Sachsen noch 990 Betrugsfälle registriert worden. Der Schaden belaufe sich allein in Sachsen auf 474.000 Euro.
19.01. Die PC Welt veröffentlicht eine Pressemitteilung »Sicherheits-Lücke bei Ebay: Benutzer-Profile und -Bewertungen können gefälscht sein«: »Mit einem einfachen Trick gaukeln Anbieter beste Referenzen vor / Ebay arbeitet an einer Lösung / PC-WELT-Tipp: So erkennen Sie die Betrüger«. Ich schreibe einen Leserbrief an den Autoren, Andreas Perband, Ressortleiter Software, in dem ich darauf hinweise, dass das vorgestellte Problem nur ein Nebenschauplatz ist -- die fehlende Identitätsfeststellung ist und bleibt das Kernproblem von Ebay.
16.01. Ich erhalte von Frau Kathrin Rosenberg vom Innenministeriums des Landes Brandenburg, Refereat III/4 - Bereich Datenschutz, eine Empfangsbestätigung über den Erhalt meiner Anfrage wegen der Untersuchung des Vergehen gegen BDSG und Teledienstedatenschutzgesetz durch Ebay.
15.01. Ich sende die zwei Schreiben an Uwe Göllner, Deutscher Bundestag, und Brigitte Zypries, Bundesministerium der Justiz, ab.
12.01. In Ausgabe Nr. 3 des Nachrichtenmagazins »Focus« erscheint ein sehr umfangreicher Bericht  zu Ebay, der leider jegliche Kritik vermissen lässt. Unter dem Anschnitt »Die Tricks der Betrüger« listet Focus folgende kritische Punkte auf: (1) Abkassierer, die nicht liefern; (2) Gefälschte Bewertungen; (3) Western-Union-Masche und (4) Passwortklau. Die Möglichkeit eines Identitätsdiebstahls mit weitaus graviererenden Folgen für Käufer und Verkäufer wird enttäuschenderweise nicht einmal erwähnt.
08.01. Ich erhalte von Herrn Rolf Breidenbach vom Innenministeriums des Landes Brandenburg eine Empfangsbestätigung über den Erhalt meiner Anfrage wegen der Untersuchung des Vergehen gegen BDSG und Teledienstedatenschutzgesetz durch Ebay.
07.01. Die Frist, die ich der Inkasso-Kanzlei »Dr. Seegers, Dr. Frankenheimer & Partner« zur Beantwortung meines Antwortschreibens gesetzt habe, verstreicht unbeantwortet.
05.01. In Ausgabe Nr. 2 des Nachrichtenmagazins »Focus« erscheint ein Bericht unter dem Titel: »Internet-Betrug: Teure Scherze. Unbekannte steigern bei Ebay-Auktionen unter Politikernamen und schädigen Anbieter«. Kolportiert wird die Geschichte des SPD-Bundestagsabgeordneten Uwe Göllner, der bei Ebay angeblich ein Sportstudio für EUR 90.000 sowie ein Solarium für weitere EUR 30.000 ersteigert haben soll. Während es sich Gölnner vor allem um einen ärgerlichen Scherz handelt, werden die Verkäufer ernsthaft geschädigt: So verlangt Ebay beispielsweise von dem Besitzer des Sonnenstudios, Hans-Joachim Borchert aus München, 624 Euro an Einstellgebühren und Verkaufsprovision, die er nun versucht, von Ebay zurückzuerhalten.
Ich entwerfe einen offenen Brief an den Abgeordneten Göllner, in dem ich meinen Fall schildere und darum bitte, die Problematik auf politischer Ebene zu thematisieren. Ein weiteres Schreiben mit ähnlichem Inhalt entwerfe ich z.Hd. Frau Brigitte Zypries vom Bundesministerium der Justiz.
05.01. Antwort von Rainer Fromm: Der Ebay-Bericht in der ZDF-Sendung Frontal 21 soll in der ersten oder zweiten Januar-Sendung ausgestrahlt werden.

2003

Dezember 2003
30.12. Ich erhalte von Frau Sabine Krissel vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit eine Empfangsbestätigung über den Erhalt meiner Anfrage wegen der Untersuchung des Vergehen gegen BDSG und Teledienstedatenschutzgesetz durch Ebay: »Leider können wir Ihnen in der Angelegenheit unmittelbar nicht weiterhelfen, da sich unsere Kontrollbefugnis auf die öffentlichen Stellen des Landes Berlin und die privaten Datenverarbeiter mit Sitz in Berlin beschränkt. Bei der eBay International AG handelt es sich um einen privaten Datenverarbeiter mit Sitz in 14532 Europarc Dreilinden (Bundesland Brandenburg), der nicht unserer Prüfungskompetenz unterliegt. Wir haben den Vorgang daher an die hier zuständige brandenburgische Aufsichtsbehörde für den privaten Bereich im Datenschutzrecht, das Innenministerium des Landes Brandenburg, Henning-von-Tresckow-Str. 9 - 13, 14467 Potsdam [...] abgegeben. Sie erhalten von dort weitere Nachricht«.
29.12. Mein an die Inkasso-Kanzlei »Dr. Seegers, Dr. Frankenheimer & Partner« per Einschreiben mit Rückschein versandtes Antwortschreiben wird der Kanzlei zugestellt. In dem Schreiben setze ich eine Frist zur Beantwortung zahlreicher offener Fragen bis zum 7. Januar 2004, welche die Kanzlei ohne Antwort verstreichen lässt.
27.12. Anfrage von Rainer Fromm, wann der Ebay-Bericht in der ZDF-Sendung Frontal 21 ausgestrahlt werden wird.
Antwort von Sebastian B., der in einen sehr ähnlichen Ebay-Betrugsfall mit Identitätsdienbstahl und Inkassoversuch verwickelt wurde. Auch er konnte folgern, dass der Täter die Adressinformationen aus dem Impressum seiner Website entnommen hat; in seinem Fall versucht KSP eine Hauptforderung von 76,22 Euro zzgl. 1,61 Euro Zinsen, 5,00 Euro vorgerichtliche Kosten, Gebühren in Höhe von 20,00 Euro und einer Auslagenpauschale von 3,00 Einzufordern. Macht insgesamt 105,83 Euro. Auch er hat die Inkassoaufforderung zum 24.12.2003 zugestellt bekommen. Er wurde von der Polizei vernommen, hat selbst jedoch keine Strafanzeige erstattet; die Polizei habe ihm empfohlen, der Käufer solle eine Anzeige erstatten, weil er keine Beweise habe. Im Unterschied zu mir besitzt Sebastian B. jedoch einen E-Bay-Account, den er jedoch ausschliesslich zum Kaufen genutzt hat; auch in seinem Fall handelt es sich nicht um einen gehackten Account.
26.12. Da ich von einem Vergehen gegen BDSG und Teledienstedatenschutzgesetz seitens Ebay ausgehe, setze ich eine Anfrage an den Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit auf und bitte um Untersuchung.
25.12. Ich setze ein Antwortschreiben an die Inkasso-Kanzlei auf. Eine tolle Beschäftigung für einen Weihnachtsfeiertag!
Ich entdecke im Forum von 123recht.net einen Beitrag von Sebastian B.: »Im Sommer hat eine mir unbekannte Person mit einem eBay-Account eine Ware versteigert. Im Account wurde mein Name und meine Anschrift angegeben, der Account wurde aber nicht von mir angelegt (die E-Mail-Adresse sowie Bankverbindung gehörten scheinbar dem Betrüger). Der Käufer der Ware hatte inzwischen Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht. Nach polizeilichen Ermittlungen wurde der Betrüger auch festgestellt, ich habe aber keine Information darüber, ob er inzwischen den Betrug zugegeben hat. Meine Aussage bzgl. dem Strafverfahren habe ich inzwischen bei der Polizei abgegeben. Jetzt, am 24.12. bekomme ich plötzlich Post von einer Kanzlei, die für eBay die Einstellgebühren / Verkaufsprovision anmahnt. Angeblich hätte ich schon mehrfache Mahnungen bekommen, was aber nicht der Fall ist. Der Account wurde im August bereits von eBay gesperrt« (Quelle:  www.123recht.net; Zugriff: 25-Dec-2003). Das kommt mir ja recht bekannt vor, also bin ich kein Einzelfall bzw. kein "Versehen" eines Ebay-Mitarbeiters. Der Wahnsinn hat Methode!
24.12. Die Rechtsanwaltskanzlei »Dr. Seegers, Dr. Frankenheimer & Partner« tritt als Inkasso-Agentur für Ebay auf und versucht, Forderungen i.H.v. EUR 373,35 für »Einstellgebühren und gegebenenfalls Verkaufsprovisionen« bei mir einzutreiben. Da der Brief mit dem 22.12. datiert ist und auch andere angebliche Schuldner von Ebay ein nahezu identisches Schreiben an demselben Tag erhalten haben, ist es wohl kein Zufall, dass uns das Schreiben just am Weihnahctsfeiertag erreicht -- dies ist gängige Praxis von Inkasso-Unternehmen. Jedenfalls hat Ebay jetzt den Bogen überspannt.
Oktober 2003
25.10. Endlich scheint die Welle der Anrufe von vermeintlichen "Kunden" endgültug abzuebben: Drei Tage lang keine Anrufe mehr!
20.10. Noch ein Pressevertreter zeigt Interesse: Ein Rainer Fromm vom ZDF- Magazin Frontal 21 will einen Beitrag zu Betrugsformen bei Ebay drehen. Leider hat er anscheinend auch nicht die Seite Rezeption gelesen.
17.10. Noch immer kein Ende der Anrufe, aber mittlerweile deutlich ruhiger. Derzeit nur noch etwa ein Anruf alle zwei Tage; Ebay hat die Betrugsopfer also noch immer nicht informiert, und ich zweifle daran, ob dies jemals passieren wird. Die ganze Angelegenheit zieht sich nunmehr über mehr als vier Monate hin, ohne dass ein Ende abzusehen wäre. Besonders widerwärtig sind diejenigen Anrufer, die nur Geschimpfe auf dem Anrufbeantworter hinterlassen und weder ihren Namen noch eine Kontaktmöglichkeit hinterlassen. Diese Deppen sind offensichtlich weder in der Lage, im Internet nach "buchholzhier" und "ebay" zu recherchieren, noch die Ebay- Foren zu lesen, von zeitnahmem Handeln oder zivilisierten Manieren einmal ganz zu schweigen. Allerdings zeigen sich die meisten Anrufer, mit denen ich spreche, von einer kultivierteren Seite. Besonders frustrierend ist jedoch die Trägheit und Faulheit der Betrugsopfer; von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen erhalte ich von nahezu niemandem die Vorgangsnummern der jeweiligen Strafanzeigen, möglicherweise zeigen diese Leute den Betrug nicht einmal an. Sehr ärgerlich!
02.10. Ein weiterer verschlafener Nachzügler nölt den Anrufbeantworter voll und droht mit dem Anwalt. Erstaunlich, wie leicht den Leuten die Drohung mit dem »Anwalt« über die Lippen kommt, und wie schwer es mindestens 90 Prozent eben dieser Leute dann wird, tatsächlich zu handeln und den Vorgang auch nur bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Dieser Spezi ist immerhin clever genug, eine Rückrufnummer anzugeben -- nur leider keine gütlige Telefonnummer. Schlau, sehr schlau.
September 2003
30.09. Ein ahnungsloser Nachzügler aus Fall 2 meldet sich per Telefon; Ebay hat die Betrugsopfer also noch immer nicht informiert. Ich rufe zurück, verliere wieder eine Viertelstunde am Telefon, erhalte aber immerhin die Zusage vom »Käufer«, dass der Fall bei der Polizei angezeigt werden wird und er mir die Vorgangsnummer durchgeben wird. Muss ich extra noch erwähnen, dass ich diese Vorgangsnummer natürlich nie erhalte?
26.09. Weitere Telefongespräche mit Betrugsopfern aus Fall 1; es gibt wohl immerhin noch eine zweite Strafanzeige. Ich erfahre, dass die in Fall 1 angegebene Bankverbindung auf die "Tipp24 AG" läuft und der Täter dort -- wieder unter meinem Namen -- Lotto gespielt haben soll. Ein Anruf bei der Tipp24 AG führt jedoch zu der Auskunft eines sehr freundlichen und hilfsbereiten Service- Mitarbeiters, dass niemand unter meinem Namen Lotto gespielt habe. Auch der Name des Verdächtigen ist dort nicht in der Datenbank registriert. Auch hier müssen wohl die Ermittlungsbehörden offiziell Auskunft einfordern.
25.09. Ich führe einige Telefongespräche mit den Betrugsopfern aus Fall 1; das Ergebnis ist ernüchternd: Anscheinend hat nur ein einziger Auktionsteilnehmer Anzeige erstattet. Kein Wunder, dass diese Betrugsmasche immer und immer wieder "erfolgreich" durchgezogen werden kann :-(
  Ich erhalte einen -- etwas vagen -- Hinweis auf eine "verdächtige Entdeckung"; ein Anbieter verkaufe sehr zahlreich "leclerc" Produkte; die  Menge der Produkte sei unglaubwürdig (27 Objekte mit Auktionsende am 30.09.), und der Anbieter existiere erst seit dem 03.07.03. Tatsächlich ist das etwas verdächtig: Der Mensch kommt ausserdem noch angeblich aus Berlin und hat auch erst drei Bewertungen. Ausserdem kann der Spezi keine Orthographie; aus einer  Artikelbeschreibung: »Sehr schön für sich selbst oder aber auch als ein kleines Geschänk ideal geignet« (sic!). Nun gut, wir werden das beobachten...
24.09. Ich erhalte per Mail diverse weitere Hinweise, sowohl auf vergleichbare Fälle als auch auf interessante Diskussionsforen zu Ebay-Themen. Ich starte Threads in drei verschiedenen Foren, vielleicht bekomme ich noch ein paar erhellende Hinweise.
  Im besonders aktiven www.auktions-forum.info verschwindet mein  Thread -- mitsamt diversen Antworten -- jedoch ebenfalls bereits nach wenigen Stunden. Der Moderator des Forums, Klaus Dieter Bartels, ruft mich allerdings kurz darauf an und teilt mir mit: »Leider war heute Abend bei einem Datanbankabsturz Dein ursprünglicher Beitrag abhanden gekommen. Frage mich bitte nicht, wie das passieren konnte«. Gut, hier scheint es also keine Zensur zu geben. Der Moderator startet den Thread freundlicherweise neu -- und der verschwindet zum Glück nicht gleich wieder. Hier erhalte ich auch einen Hinweis auf einen ähnlich gelagerten Fall aus Berlin; auch dem werde ich wohl nachgehen.
  Im leider weniger aktiven Forum www.ihr-gutes-recht.com findet ein entsprechender  Thread zwar Interesse, vorerst kommen jedoch keine Antworten.
  Das Diskussionsforum auktionsnepper.de wirkt zu verlassen.
23.09. Per Post erhalte ich den Audruck einer E-Mail einer Frau K.T., die sich bitterlich darüber beklagt, dass »Menschen wie ich das Ebay- Portal derart negativ belasten«. Natürlich gibt die Dame weder Ihre Andresse noch eine Rückrufnummer an. Jetzt beginnt also wohl die Konfrontation mit den Auktionsteilnehmern, die nicht in der Lage sind, meine Telefonnummer aus dem Telefonbuch herauszusuchen bzw. gar nicht erst auf die Idee kommen, mal im Web nach »buchholzhier« oder meinem Namen zu recherchieren. Die Stichworte »buchholzhier« und »ebay« führen nämlich zuverlässig zu meinem Erfahrungsbericht zur (Un-) Sicherheit von Ebay, und das übrigens seit Mitte Juni 2003. Ausserdem kann ich jetzt mit grosser Sicherheit davon ausgehen, das Ebay noch immer die Auktionsteilnehmer nicht über den Betrugsfall informiert hat.
  In einem  Forum wird folgender Beitrag gepostet mit Informationen, die vorgeblich aus Polizeikreisen stammen sollen: »[...] Der Typ wohnt in Berlin und hat Helfer die in Lingen/ Emsland sitzen. Insgesamt unterhält der Typ 12 Accounts, die sich meist mit 'Schmuddelware' beschäftigen [...]« (Auszug aus dem Forumsbeitrag;  Quelle). In demselben Forum wird einem Betrugsopfer empfohlen, sein Geld mit »Russisch- Inkasso« zurückzubekommen. Allerdings sind andere Teilnehmer auch schon auf meinen Erfahrungsbericht gestossen. Ich registriere mich im Forum und schreibe einen Beitrag. Wenige Stunden später ist der gesamte Thread verschwunden; wenn man auf die Direktllinks klickt, meldet der Server: »Du hast keine Erlaubnis zum lesen dieses Beitrages«. Immerhin hat Google Teile des Threads noch im  Cache: 20 Beiträge (erste von insgesamt drei Seiten), gepostet zwischen 04.09.2003, 17:35 von "Jeep-Fan" bis 05.09.2003, 13:26 von "MTJ". Schade, liebe Freunde der Selbstjustiz, dass ich mich bei Euch nicht äussern darf.
20.09. Keine weiteren Anrufe mehr; nach rund 60 Telefongesprächen scheint die erste Welle an »Nachfragen« abgeebbt zu sein. Der Rest -- nochmal fast 60 Auktionsteilnehmer -- hat wohl bisher meine Telefonnummer nicht herausbekommen; die hat »buchholzhier« diesmal nämlich nicht angegeben.
19.09. Ein erster Ermittlungserfolg: Ein Verdächtiger wurde identifiziert (weitere Informationen werde ich hierzu während der laufenden Ermittlungen nicht mehr veröffentlichen).
  Die  Polizei Baden-Württemberg gibt eine Pressemitteilung heraus, nach der ein rasanter Anstieg der Internet- Kriminalität zu verzeichnen ist; besonders deutlich sei diese Entwicklung beim Warenbetrug. Dieser sei im Jahr 2002 mit einem Zuwachs von 115,7 Prozent auf 2.843 Fälle außergewöhnlich stark angestiegen. Im Wesentlichen sei dies auf die wachsende Beliebtheit von Internet- Auktionen zurückzuführen. Zunehmend würden dort Waren billig gegen Vorkasse angeboten, ohne dass diese später ausgeliefert würden (vgl. vollständige Meldungen auf  Heise Online und  Golem.de; siehe auch  Netmarks).
18.09. Erster Anruf von einer Polizeidienststelle aus dem Emsland; ich gebe die Vorgangsnummer meiner Anzeige weiter.
  Ich fertige einen Nachtrag zu meiner Anzeige vom 06.09. an und füge einen umfangreichen Anhang mit meinen eigenen Rechercheergebnissen bei (ich dokumentiere diesen Nachtrag hier nicht, da u.a. persönliche Daten von Betrugsopfern enhthalten sind).
17.09. In mir keimt der Verdacht auf, dass Ebay-Sicherheitsteam eine Erfindung ist. Entweder, Ebay beschäftigt tatsächlich hundert Mitabeiter (vgl. Ebay über Ebay), die nichts anderes tun, als Beschwerden und Betrugsopfer abzuwimmeln, oder Ebay erfindet einfach die Namen der Mitarbeiter. Jede E-Mail, die ich von Ebay erhalte, ist mit einem anderen Namen unterzeichnet, es gibt keinen Sachbearbeiter oder eine zuständige Person; anscheinend beantwortet irgendjemand innerhalb der zugesagten 48 Stunden die Beschwerde mit einigen Textbausteinen, prüft aber nicht die dazugehörige Historie.
  Ich erhalte einen Kommentar zu meinem Erfahrungsbericht per Mail: »Es ist sozusagen "ebay-Alltag" was du beschrieben hast. Das Sicherheits- Team gibt es übrigens wirklich, soll aber erheblich kleiner sein als vorgegeben: niemand weiss was genaues aber um die 50 Leute sollen es sein und nicht mehrere 100, die für die Sicherheit zuständig sind. Der Rest bis zu 300 oder 500 sind reine Kundenbetreuer. Die Namen unter den mails sind Fakes, reine Zufallsgeneratoren- Produkte, so wie eben auch die Standard-Texte zum Abschrecken von sog. ebay- Mitgliedern. So wie man munkelt schreiben wohl die ebay-Mitarbeiter auch unter Fake- Namen speziell  im Sicherheitsforum mit. Es gibt zwar einige offizielle Pinkies = Forenbetreuer, die sind aber nur  da um die Leute ruhig zu halten: ein typisch amerikanisches System [...] ebay ist ein Drecksladen. M.E. hinkt die geltende Gesetzgebung der Entwicklung des Internets
hinterher, dass Betrügern derzeit noch Tür und Tor offen stehen, um ihr Schindluder zu treiben und werden dabei noch von Unternehmen wie ebay unterstützt. ebay leistet Beihilfe zum Betrug, da kann es sich noch so sehr rausreden, dass es "nur" eine Plattform zur Verfügung stellt, allerdings da auch richtig Gebühren abzockt ...
« (Mail vom 17.09.2003 21:38; Name des Absender ist uns bekannt).
  Ansonsten ein ruhiger Tag: Erstmals seit dem 23.08. kein Anrufe eines Ebay- Geschädigten!
16.09. Wir werden erstmals telefonisch bedroht von Betrugsopfern aus Berlin, die sich zu Tätern machen wollen: Es werden vage Andeutungen ausgesprochen, man habe »andere Mittel« um das Geld zurückzubekommen, dazu brauche man die Polizei nicht, und diese »Methoden« seien »überhaupt nicht angenehm« für mich. Ausserdem erfahre ich, dass diese Leute zumindest einmal bereits vor meiner Wohnungstür auf mich »gewartet« haben. Reden kann ich mit diesen Leuten nicht, die wegen 28 Euro möglicherweise bereit sind, sich selbst strafbar zu machen; sie hören nicht zu, reden während des Telefongesprächs ständig miteinander und insistieren, dass ich ihnen ihr Geld »zurückgeben« solle; es sei unmöglich, dass Ebay einen solchen Betrug zulasse, »das können die sich nicht leisten«, daher müsse ich der Täter sein. Kein Wunder, dass solchen Intelligenzlern Kleinigkeiten wie der unpassende Kontoinhaber nicht aufgefallen ist.
15.09. Ich erfahre vom bisher höchsten Einzelbetrag in Fall 2: über EUR 250,-.
12.09. Weitere Drohungen auf dem Anrufbeantworter in Fall 4 (irgendein Parfum): Rückforderung des angeblich auf »mein Konto« überwiesenen Geldes innerhalb einer Frist von drei Tagen, sonst Gang zum Anwalt, aber leider keine Angabe einer Rückrufnummer; also werde ich wohl demnächst ein paar Briefe von Anwälten bekommen. Interessant daran ist vor allem, dass Ebay anscheinend weiterhin -- wider besseres Wissen und damit unter Verstoss gegen die Datenschutzbestimmungen -- meine Identitätsdaten herausgibt.
11.09. Ein Herr Roman Beerens antwortet am 11.09.2003 09:25 unter dem Account <derswebform@ebay.de> (»eBay Germany Customer Support«) auf meine Anfrage vom 09.09: »Wir haben erneut alle bei uns mit Ihrer Anschrift registrierten Mitgliedskonten ueberprueft und vom Handel bei eBay ausgeschlossen. [...] eBay achtet streng auf die Einhaltung der geltenden datenschutzrechtlichen Regelungen. Eine Mitteilung an Dritte kann nur erfolgen, wenn ein dementsprechender Auskunftsanspruch besteht. [...] Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, dass wir aufgrund des
Rechtsberatungsgesetzes keine Auskuenfte geben duerfen
« (vollständige E-Mail). Interessant dabei ist auch, dass jetzt anscheinend nicht mehr das Ebay- Sicherheitsteam <sicherheit@ebay.de> die Anfragen beantwortet, sondern die Kundenbetreuung (»eBay Germany Customer Support«). Ich antworte: »Und warum konnte jemand mit diesen Adressdaten drei Auktionen durchführen, obwohl der Missbrauch der Identitätsdaten bereits am 14.06. Ebay gemeldet worden war? Muss ich davon ausgehen, dass in den nächsten Tagen weitere Auktionen unter meinem Namen durchgeführt werden können, bis Ebay die Adressdaten dann ein drittes mal angeblich sperren wird? Welche Garantier habe ich, dass Ebay die Adressdaten diesmal *wirklich* sperren und weitere betrügerische Auktionen unterbinden wird? Der Volksmund sagt ja: 'Wer einmal lügt, dem glaubt er nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht'; da Ebay mir mit derselben Aussage bereits einmal eine unwahre Zusage gegeben hat, bin ich diesmal sehr misstrauisch« (vollständige E-Mail).
10.09. Eine Anruferin behauptet, mit dem Ebay- Mitglied "buchholzhier" über die E-Mail- Adresse <a-buchholz@lycos.de> mehrach Mail ausgetauscht zu haben. Freudnlicherweise wird mir dieser Mailwechsel zur Verfügung gestellt. Ich erfahre ausserdem, dass im Ebay- System im Regelfall die Identitätsdaten der Verkäufer nicht einsehbar sein sollen; diese werden von Ebay anscheinend erst auf Anfrage weitergegeben. Da ich keinen Ebay- Account besitze und mir am 16.06. von Frau Barbara Graf vom Ebay- Sicherheitsteam zugesichert wurde, meine Adressdaten seien gesperrt, handelt es sich bei dieser Weitergabe um einen kleinen Skandal.
09.09. Die Flut der Anrufer ebbt langsam ab, heute nur noch ein knappes Dutzend Telefongespräche, darunter auch mit mehrern Käufern, die einen Anwalt aufsuchen und Anzeige erstatten wollen.
  Ich stelle erneut eine -- etwas schnippisch formulierte Anfrage an Frau Barbara Graf vom Ebay- Sicherheitsteam <sicherheit@ebay.de>: »Wenn diese Aussage [die Behauptung vom Juni 2003, meine Adressdaten seien gesperrt und Auktionen damit nicht mehr möglich; asb] stimmen sollte, hätten Sie dann die Güte mir zu erklären, wie es möglich ist, dass seit etwa zwei Wochen gleich mehrere Auktionen unter eben diesen Adressdaten durchgeführt wurden? Etwa dreissig Anrufer behaupten nämlich, bei mir -- also unter den angeblich gesperrten Adressdaten -- Parfum, Computerspiele oder Konzertkarten ersteigert zu haben. Einige der Anrufer geben an, etliche Tage nach Auktionsende und natürlich nach der Überweisung teilweise nicht unerheblicher Geldbeträge einen Warnhinweis von Ebay erhalten zu haben, die meisten wurden jedoch auch nachträglich weder gewarnt noch informiert. Was treibt Ebay eigentlich für ein mieses Spiel mit mir und diesen zahllosen Betrugsopfern?« (vollständige E-Mail). Eine Antwort folgt am 11.09. von einem Herrn Roman Beerens vom »eBay Germany Customer Support«; die Anfrage wird anscheinend nicht vom Ebay- Sicherheitsteam bearbeitet (ist das vielleicht mittlerweile wegen Nutzlosigkeit aufgelöst worden?).
  In den Ebay-Foren beginnen zwei Threads zu Fall 2: »Polizei sucht weitere Geschädigte von buchholzhier« (16:31 09 Sep 2003 ff.,  forums.ebay.de; archivierte Beiträge) sowie »Betrug buchholzhier« (14:33 09 Sep 2003 ff.,  forums.ebay.de; archivierte Beiträge).
08.09. Fall 4: Konzertkarten für ein David Bowie- Konzert in Köln (erster Anruf, vgl. Artikelliste zu Fall 4).
07.09. Weitere Telefonanrufe wegen Parfum. Drohungen gegen mich (»Einschalten der Presse«, Strafanzeige gegen mich -- und nicht gegen Unbekannt).
06.09. Anzeige gegen Unbekannt wegen Betrugs bei der Polizei; einen ersten Nachtrag reiche ich am 18.09. ein.
  Ebay versendet an einige -- wieder nach einem unbekanntem Schema ausgewählte -- Auktionsteilnehmer folgende E-Mail: »Es tut uns leid, dass Sie Schwierigkeiten bei der Abwicklung Ihrer Auktion haben. Das von Ihnen genannte Mitglied ist bereits vom Handel bei eBay
ausgeschlossen, wir duerfen Ihnen jedoch aus datenschutzrechtlichen
Gruenden leider keine Informationen ueber die Hintergruende geben. Sie sollten bei ausbleibender Klaerung in Betracht ziehen, den Vorgang
bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Geben Sie bei einer eventuellen Anzeige der Polizei auch die Kontodaten an, mittels derer Sie eine Zahlung vorgenommen haben. In der Regel laesst sich damit am Sichersten die Identitaet und Adresse des Kontoinhabers ermitteln. Falls es notwendig sein sollte, dass polizeiliche Ermittlungen vorgenommen werden, dann wird eBay mit den Polizeibehoerden zusammenarbeiten und diese bei ihren Ermittlungen unterstuetzen
« (Quelle).
05.09. Fall 3: Computer-/ Video-Spiele (erster Anruf, vgl. Artikelliste zu Fall 3).
04.09. Weitere Telefonanrufe von Betrugsopfern. Wie viele Leute haben dem Kerl eigentlich per Vorkasse auf sein Bankkonto überwiesen? Beispielsweise droht mir eine heftig sächselnde Frau am Telefon, mich bei der Polizei anzuzeigen, zum Rechtsanwalt zu gehen und die Medien einzuschalten; freunlicherweise räumt sie mir eine letzte Chance ein, »das Parfum« zu liefern. Leider vergisst sie, eine Telefonnummer anzugeben.
  Abends spreche ich mir einem befreundeten Staatsanwalt, der leider in einem anderen Bundesland arbeitet; er rät mir, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten, räumt aber ein, dass es problematisch sein könnte, dass ich keine handfesten Beweise über die Auktionen liefern kann -- keiner (!) der Betrugsopfer, denen ich am Telefon ausführlich den Tathergang geschildert habe, ist bisher meiner Bitte nachgekommen, mir per E-Mail die Transaktionsdaten zukommen zu lassen. Mittlerweile frage ich auch nicht mehr danach. Meine Bereitschaft, mich am Telefon mit Leuten auseinanderzusetzen, die wildfremden Leuten Geld auf fadenscheinige Banverbindungen überweisen und sich dann wundern, warum sie kein Päckchen ins Haus geschickt bekommen, lässt zunehmend nach.
03.09. Weitere Betrugsopfer melden sich, die "Bulgari" ("Bvlgari" ?) oder "Tresor" bei mir gekauft haben wollen; in den Telefongesprächen werden als Kontoinhaber die Namen "Zimmer", Fischer" und "Zimmer- Buchholz" genannt; ausserdem taucht eine weitere Bankverbindung bei der Sparda- Bank auf. Gleich bleibt jedoch die E-Mail- Adresse <a-buchholz@lycos.de> und die Transaktionsform: Zahlung per Vorkasse auf ein Konto, dessen Kontoinhaber nicht mit dem Namen des Versteigernden (in diesem Falle also meiner) übereinstimmen. Ausserdem erfahre ich, dass Ebay zumindest an einige der Auktionsteilnehmer mehrere Tage nach Ablauf der Auktion (!) Warnhinweise gemailt hat mit der Empfehlung, die Geldüberweisung eventuell zu verzögern. Ebay kontaktierte allerdings nicht alle Auktionsteilnehmer, und ausserdem kam die Warnung in allen Fällen zu spät. Und überhaupt: Ich habe Ebay vor zweieinhalb Monaten, am 14.06., über den Indentitätsdiebstahl informiert; Ebay hatte mich darauf aus dem System ausgeschlossen (E-Mail vom 15.06.) und sollte längst meinen missbräuchlich genutzten Adressdatensatz gesperrt haben, zumindest hatte ich im Juni darum gebeten. Wieso war diese Auktion überhaupt möglich, und warum fängt Ebay erst zweieinhalb Monate später an, die Auktionsteilnehmer zu warnen?
02.09. Ebay versendet Spam. Obwohl ich Anfang Juni nach meiner Beschwerde über den Identitätsdiebstahl aus dem Ebay- System ausgeschlossen worden war, sendet mir Ebay Spam per Mail, in der ich als Mitglied bezeichnet werden. Ja, was denn nun, bin ich trotz Ausschluss und ohne es zu wollen noch immer Mitglied bei dem »Marktplatz für Betrüger«?
August 2003
30.08/
31.08.
Kleiner »Kollateralschaden« des Ebay- Telefonterrors: Entweder unsere Telefonanlage oder die Telekom- Vermittlungsstelle hängt sich irgendwann am Wochenende auf. Die Bearbeitung der Störungsmeldung bei der Telekom sowie das darauffolgende Demontieren der Anlage dauert ein paar Tage -- bis Mitte der darauf folgenden ersten Septemberwoche sind wir telefonisch nur noch per Handy erreichbar. Nochmal: Danke, Ebay!
29.08. Ein nie zuvor erlebter Telefonterror beginnt; das Telefon klingelt nahezu pausenlos und der Anrufbeantworter wird zugebrabbelt von betrogenen Ebay- Teilnehmern. Ganz offensichtlich hat Ebay überhaupt nicht auf meine zwei Monate zurückliegende Beschwerde über den Identitätsdiebstahl reagiert und weder meine Adresse gesperrt, noch Auktionen mit meinen Adressdaten unterbunden. Gratulation, liebes sogenanntes Ebay-Sicherheitsteam, besser kann man Eure absolute Nutzlosigkeit nicht beweisen! Noch an diesem Tag antwortet der Betrüger unter der E-Mail- Adresse <a-buchholz@lycos.de> einigen Auktionsteilnehmern per E-Mail (vgl. Dokumenation zu Fall 2).
28.08. Es geht wieder los: Fall 2. Mittags erhalte ich wieder einen Anruf von einem weiteren Betrugsopfer, das Bulgari- Parfum ersteigert hat: Diesmal wurde bei einer am 26. August geendeten Auktion von einem Betrüger eine fiktive Parfumerie aufgelöst. Angegeben wurde erneut mein Name, meine Anschrift und meine Telefonnummer sowie die folgende Bankverbindung: Kontoinhaber: Fischer (!), Sparda Bank, BLZ 206 905 00, Kto-Nr.: 84 98 60. Als E-Mail- Account wurde wohl <a-buchholz@lycos.de> verwendet. Sollte es wirklich nicht möglich sein, den Betrüger mit diesen Angaben umgehend zu identifizieren und dingfest zu machen? In diesem Fall war der Ersteigerer übrigens schlauer und verifizierte vor Überweisung des Geldes per Vorkasse die Eckdaten der Auktion und schützte sich so vor weiterem Schaden. M.E. wären für die Gewährleistung der Sicherheit von Transaktionen übrigens die Betreiber der Ebay- Auktionsplattform zuständig, nicht die Teilnehmer.
  Ebay versendet ans einige der Auktionsteilnehmer -- nicht an alle (!) folgende Benachrichtigung: "[...] daß alle Angebote des Verkäufers buchholzhier beendet wurden. Die Berechtigung des Verkäufers, bei ebay zu handeln, wurde aufgehoben. Der Vorgang wird derzeit untersucht. [...] Laut unseren Unterlagen waren Sie Käufer bei einem Angebot dieses Verkäufers. Bitte wägen Sie sorgfältig ab, ob Sie die begonnene Transaktion tatsächlich abschließen möchten. [...] Unter diesen Umständen ist es sinnvol, die Zahlung zu verzögern" ( Quelle).
  Die letzten 25 Auktionen vom 25.08. enden.
26.08. Ein Dienstg, an dem anscheinend eine der Auktionen stattgefunden hat, bei der die Fantasie- Parfumerie aufgelöst wurde.
  Die 28 Auktionen vom 23.08. enden.
25.08. Insgesamt werden an diesem Tag 25 Auktionen im Rahmen von Fall 2 durch »buchholzhier« begonnen (Artikelliste zu Fall 2).
  Die 25 Auktionen vom 22.08. enden.
24.08. Ein Sonntag. Heute beginnt »buchholzhier« erstaunlicherweise keine Auktion; ist der Mensch gläubiger Christ und hat »Ruhetag«?
  Die 5 Auktionen vom 21.08. enden.
23.08. Insgesamt werden an diesem Tag 28 Auktionen im Rahmen von Fall 2 durch »buchholzhier« begonnen (Artikelliste zu Fall 2). Angebotsende für die (diesmal dokumentierte) Auktion im Fall 2  (Angebotsbeginn: 20.08.03 10:39:45 MESZ).
  Die 13 Auktionen vom 20.08. enden.
22.08. Insgesamt werden an diesem Tag 25 Auktionen im Rahmen von Fall 2 durch »buchholzhier« begonnen (Artikelliste zu Fall 2).
  Die 21 Auktionen vom 19.08. enden.
21.08. Insgesamt werden an diesem Tag "nur" 5 Auktionen im Rahmen von Fall 2 durch »buchholzhier« begonnen (Artikelliste zu Fall 2).
20.08. Ein weiterer Tag, an dem eine (diesmal dokumentierte) Auktion im Fall 2 begonnen hat (Angebotsende: 23.08.03 10:39:45 MESZ).
  Insgesamt werden an diesem Tag 13 Auktionen im Rahmen von Fall 2 durch »buchholzhier« begonnen (Artikelliste zu Fall 2).
19.08. An diesem Tag wurde -- nach Auskunft des öffentlich einsehbaren Teils des Ebay- Systems vom 15-Sep-2003 -- der Ebay- Account "buchholzhier" angelegt (vgl. Screenshots zu Fall 2).
  Es finden laut Artikelliste gleich am ersten Tag insgesamt 21 Auktionen von »buchholzhier« in Fall 2, Fall 3 und Fall 4 statt (Artikelliste zu Fall 2, Artikelliste zu Fall 3 und Artikelliste zu Fall 4); Auktionsende ist in allen Fällen der 22.08. Entweder einige Anrufer haben einfach Daten durcheinandergebracht, oder der Betrüger hat sich einfach ein drittes Mal einen Account mit meinen Identitätsdaten anlegen können; angeblich soll der Account »buchholzhier« ja schon einen Tag vorher gesperrt wordens sein.
18.08. An diesem Tag soll der Ebay- Account "buchholzhier" gesperrt worden sein (diese Angabe konnte ich bisher leider noch nicht verifizieren). Dennoch finden anscheinend über eben diesen Account noch Verkäufe statt zumindest bis zum 28.08. Allein die Tatsache, dass der Account "buchholzhier" mit meinen Adressdaten nach meiner Beschwerde bei Ebay vom 16.08. erst jetzt gesperrt wird, ist ein Skandal; hinzu kommt, dass mir Frau Barbara Graf vom Ebay- Sicherheitsteam explizit am 16.06. zugesichert hat, meine Adressdaten gesperrt zu haben und es nicht mehr möglich sei, weitere Transaktionen mit diesen Adressdaten durchzuführen. Dass aber anscheinend sogar nach der Sperrung des Accounts noch Ebay- Mitglieder bei dem gesperrten Verkäufer Objekte erwerben kann, würde dem Fass von Ebays Unverschämtheiten den Boden ausschlagen!
11.08. In der c't, Ausgabe 17/2003, S. 11, erscheint ein Leserbrief von Markus Mackinger: »Ich bin auch auf einen Betrug reingefallen. EInige der Mitsteigernden haben überwiesen. Auch hier stimmen Kontoinhaber und eBay- Mitglied nicht überein. Aber das Beste: eBay hat den Typen gesperrt (kurz nach der Auktion), stellt sich nun taub (Geschäftsgeheimnis/ Datenschutz) und hat keinen der Mitbieter informiert. Für mich ist das wie Beihilfe zum Betrug. eBay feiert Mitglieder- Parties, lässt sich von der Presse hochjubeln und ist inzwischen zum Marktplatz für Betrüger geworden«.
01.08. ca. 13:50 Uhr - Der Journalist Wolf Hosbach vom PC-Magazin meldet sich per E-Mail bei mir; er recherchiert ebenfalls zum Thema "Identitätsdiebstahl" und artikuliert Interesse an der Geschichte. Er verspricht: »Ich erzähle nur, dass sich fünf Leute bei Ihnen beschwert haben und Sie aus allen Wolken gefallen sind. Sie haben ja die Namen und Nummern der Personen. Ein Identitätsdiebstahl ist offensichtlich«. Abgesehen davon, dasss ich mich zu diesem Zeitpunkt in Afrika aufgehalten habe -- was hätte ich von einem solchen zahnlosen Bericht?
Juli 2003
28.07. In der c't, Ausgabe 16/2003, S. 32, erscheint der kurze Bericht »eBay- Betrug unter fremdem Namen«. Berichtet wird von einer Frau aus Niedersachsen, unter deren Namen und Adresse der Ebay- Betrüger »bakanlar« insgesamt 36 Auktion durchgeführt hatte; dabei seien insgesamt 700 Euro ergaunert worden. Auch hier ist das Muster gleich: »Inzwischen wurde Anzeige erstattet; die Polizei ermittelt. Einziger Ermittlungsansatz ist die den Bietern per Mail übermittelte Kontoverbindung«, berichtet das Magazin.
15.07. ca. 14:36 Uhr - Ein anonymer Leser postet im Forum: »Bei mir genau das gleiche. Ich bekam Post von Ebay Anwaelten, wo ich aufgefordert werde einen Betrag von 522 Euro sofort zu überweisen, angebliche Provisionen usw. Der angegebene User ist mir allerdings unbekannt. Habe daraufhin mit der Kanzlei tel wo man mir die erhaeltlichen Daten gab und siehe da es waren meine, ja sogar mein Geburtstag ist eingetragen. Daraufhin erstatte ich Anzeige und informierte mich bei Ebay, was machen die, Sie sprerren meinen Account und stellen mich als Betrüger hin. Jede andere Mail von mir wurde misachtet. Jeder Kontaktversuch abgeblockt. Das beste ist aber der Satz. Eine Neuanmeldung bei Sperrung eines Accounts ist nicht zulaessig!!!! Ich bin doch das Opfer und nicht der Betrüger. Aber das beste war die Bekanntschaft mit meinem Polizeirevier. Die musste ich doch erstmal aufklaeren was zu tun ist. Der Polizist sagte doch tatsaechlich, ich soll mal ei8n bisschen vorarbeit machen und die IP Adresse usw rausfinden, ich sagte ihm das das aus Datenschutz Gründen jawohl nicht geht. Er Stellen Sie sich ma nicht so an. So was nennt sich Rechtsstaat. Klasse, Jeder laesst einem im Stich und will nur die Kohle sehen«.
10.07. ca. 10:39 Uhr - Axel Gronen aus Köln schreibt mir per E-Mail: »Ich betreibe eine  Website zum Thema eBay und schreibe gerade ein Buch zu eBay. Darf ich Ihren Erfahrungsbericht veröffentlichen? Der ist nämlich eine wirklich typische Geschichte und hervorragend geeignet, die Vorgehensweise des 'eBay-Sicherheits- Teams' darzustellen«. Immerhin scheint mein Erlebnis mit Ebay kein Einzelfalll zu sein.
09.07. ca. 15:53 Uhr -  Der Redakteur Stephan Dillinger aus Mainz vom Wissensmagazin Planetopia teilt mir per E-Mail mit, dass ein Beitrag zum Thema Identitätsdiebstahl vorbereitet werde und fragt nach einem Dreh- und Interviewtermin an. Das beharrliche Abstreiten der Transaktionen durch Ebay Deutschland hat mich mittlerweile ausreichend verunsichert, dass ich zögere, auf diese Anfrage einzugehen. Möglicherweise hat es die Auktion ja wirklich nicht gegeben und die fünf Anrufer wollen mich verschaukeln?
05.07. ca. 20:30 Uhr - das fünfte Betrugsopfer meldet sich telefonisch bei mir und bestätigt die Angaben der vier vorhergehenden Anrufer. EWrstaunlich, wie viele Menschen an einer Auktion teilgenommen haben, die es laut Ebay Deutschland gar nicht gegeben haben kann, da es den entsprechenden Ebay- Account angeblich nicht gibt...
Juni 2003
25.06. ca. 15:33 Uhr - das vierte Betrugsopfer meldet sich telefonisch bei mir und bestätigt die Angaben der drei vorhergehenden Anrufer.
24.06. ca. 13:24 - Ich breche die vollkommen ergebnislosen Kommunikationsversuche mit dem sog. »Ebay- Sicherheitsteam« ab, da ich zu dem Schluss gekommen bis, dass das Zeitverschwendung ist. Nach meinen bisherigen Erfahrungen besteht die einzige Funktion dieses sog. »Sicherheitsteams« darin, Informationen und Sachverhalte zu vertuschen und eine Aufklärung von Betrugsfällen zu erschweren.
23.06. ca. 10:56 - Per E-Mail teilt mir <sicherheit@ebay.de> mit: »Wir moechten aber noch einmal verdeutlichen, dass eBay selbst nicht ermitteln kann«. Ja, warum eigentlich nicht? Wenn Ebay nicht in der eigenen Datenbank ermitteln kann, wer soll es dann können?
19.06. ca. 13:52 - Per E-Mail teilt mir ein Jochen Martens über <sicherheit@ebay.de> mit: »Unter der von Ihnen genannten E-Mail-Adresse und dem Mitgliedsnamen liegt uns definitiv keine Anmeldung vor. Leider koennen wir Ihnen die gewuenschten Angaben nicht mitteilen«. Kann oder will Ebay Deutschland mir die Angaben nicht offenlegen? Wie kann es sein, dass der betreffende Ebay- Account nicht existiert, aber drei Anrufer mit unterschiedlichen Telefonnummern behaupten, an derselben Auktion teilgenommen zu haben?
16.06. ca. 18:50 - Ich erhalte eine E-Mail von Ebay, die unterzeichnet ist mit »Barbara Graf, eBay - Sicherheit«. Dort steht: »Vielen Dank fuer Ihre Mail. Ich habe alle gefundenen Konten die Ihre Adressdaten enthielten geprueft und gesperrt. Es ist demnach nicht mehr moeglich in irgendeiner Weise unser System zu nutzen«. Ebay bestätigt damit explizit (a) den Empfang meiner Beschwerde sowie (b) die Sperrung der mit meinen Adressdaten verbundenen Accounts zu und (c) sichert zu, dass ein weiterer Missbrauch der Identitätsdaten nicht mehr möglich ist. Dennoch finden nur wenige Wochen später drei weitere Auktionen mit eben diesen Adressdaten statt: Fall 2, Fall 3 und Fall 4.
15.06. ca. 18:45 - Ebay Deutschland reagiert: Ich erhalte eine E-Mail von <kontrolle@ebay.de> mit dem Betreff: »eBay Ausschluss - Ausgeben als anderes Mitglied« und werde aus Ebay ausgeschlossen, auf meine Beschwerde wird jedoch nicht eingegangen. Praktischer Nebeneffekt für Ebay: Ohne Zugang zu Ebay kann ich keine Mitteilungen mehr über das interne Beschwerdesystem aufgeben oder Forumsbeiträge schreiben, um andere Ebay- Benutzer vor dem Betrüger zu warnen. In den folgenden Tagen wechseln einige E-Mails zwischen mir und dem sogenannten »Sicherheitsteam«; Ebay verweigert jegliche Kooperation und zeigt sich vollkommen desinteressiert an der Aufklärung des Betrugsfalles.
14.06. ca. 10:50 Uhr - das dritte Betrugsopfer meldet sich telefonisch bei mir und bestätigt die Angaben der beiden vorhergehenden Anrufer. Ich setze über das Ebay- System eine Beschwerde an das sog. »Ebay Sicherheitsteam« unter der Rubrik »Probleme mit einem anderen Mitglied : Zweifelhafte Kontaktdaten/Identität : Ein Mitglied veröffentlicht fremde Kontaktinformationen« ab.
12.06. ca. 21:30 Uhr - das zweite Betruegsopfer meldet sich telefonisch bei mir und erzählt dieselbe Geschichte.
ca. 20:59 Uhr -  das erste Betrugsopfer meldet sich telefonisch bei mir und will wissen, warum ich »die Festplatte« nicht längst verschickt habe. Welche Festplatte? Welche Auktion? Ich besuche Ebay im Internet und suche nach der entsprechenden Auktion, um die Angaben meines Anrufers zu verifizieren: Fehlanzeige. Leider verschleiert Ebay alle abgelaufenen Auktionen, gewissermassen wohl eine Art Täterschutz. Ich empfehle, bei der Kriminalpolizeit umgehend Strafanzeige zu erstatten.
08.06. Fall 1. Ein Sonntag, an dem vermutlich die betreffende Auktion stattgefunden hat. Ebay Deutschland hat mir gegenüber die Eckdaten der Auktion bis heute nicht preisgeben wollen.

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Anmerkungen

Forum: Erfahrungen mit Ebay (Anmerkungen in diesem Forum: 52)

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Schwarzmarkt(anonymous)Dez 7, 18:52
Mahnung...(anonymous)Okt 7, 13:05
AW: Mahnung...(anonymous)Nov 7, 10:03
Einfach grundlos gesperrt (anonymous)Jun 21, 21:09
AW: Einfach grundlos gesperrt (anonymous)Okt 7, 19:04
AW: AW: Einfach grundlos gesperrt (anonymous)Dez 7, 14:18
AW: Einfach grundlos gesperrt (anonymous)Jun 30, 22:17
AW: AW: Einfach grundlos gesperrt (anonymous)Jul 7, 11:52
Angriffe auf meinem PC(anonymous)Jun 18, 20:53
Hilfe(anonymous)Mai 26, 14:34
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