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Erfahrungsbericht zur (Un-) Sicherheit von Ebay
Von Agon S. Buchholz
für Kefk Network Shopping, Juni 2003 ff.
Auktionen : Ebay
: Chronologie : Übersicht
17-Jun-2003/17-Jan-07
[Changelog - aktuelle Änderungen]
Übersicht
Wenn
Sie das Changelog mit den Änderungen im
Erfahrungsbericht zur (Un-) Sicherheit von Ebay suchen, schauen
Sie bitter hier:
Chronologie
Chronologie der Ereignisse (in umgekehrt chronologischer
Reihenfolge):
2004:
2003:
2004
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Dezember 2004 |
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03.12. |
Unterlassungsklage gegen Internetauktionshaus wegen
Identitätsmissbrauch erfolgreich: Das Amtsgericht Potsdam
verpflichtet die Ebay International AG zum Ergreifen von
Maßnahmen gegen Identitätsmissbrauch. Durch das Urteil vom 3.
Dezember 2004, Aktenzeichen 22 C 70/04, wurde das
Internetauktionshaus verpflichtet, es zu unterlassen, andere
Teilnehmer als den Kläger unter seinem Namen zum Internethandel
auf der Ebay-Plattform im Internet zu registrieren und zum
Handel zuzulassen, insbesondere einen Decknamen für die
Teilnahme am Internethandel bei Ebay zu vergeben. Für jeden Fall
der Zuwiderhandlung gegen die vorbezeichnete
Unterlassungsverpflichtung wurde im Urteil ein Ordnungsgeld in
Höhe von bis zu 250.000 Euro angedroht. Der Streitwert für das
Verfahren wurde festgesetzt auf 52.650 Euro. [weiter...] |
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März 2004 |
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26.03. |
Heise Online: "Anonyme Umfrage zu den Arbeitsbedingungen bei
eBay", 26.03.2004 14:04,
www.heise.de/newsticker/meldung/46046.
Etwa 77 Prozent der bei eBay im brandenburgischen
Kleinmachnow Beschäftigten haben angegeben, ihre Leistungen
und Tätigkeiten würden sehr stark erfasst und kontrolliert.
Das ist das Ergebnis einer anonymen Umfrage, zu der die
Mitarbeiter im Mitte März auf Zetteln, die anscheinend in
öffentlichen Verkehrsmitteln ausgelegt wurden, aufgefordert
wurden. Laut der Homepage epay.tv, deren Betreiber sich
nicht zu erkennen geben, sollen an der Umfrage via Internet
162 eBay-Beschäftigte teilgenommen haben.
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Heise Online: "c't magazin.tv: Identitätsklau bei eBay",
26.03.2004 12:04,
www.heise.de/newsticker/meldung/46040.
Schließlich kümmert sich c't magazin.tv um den Fall eines
eBay-Nutzers, der seinen Account bei dem Online-Auktionshaus
eher selten nutzt. Umso erstaunter war er, als er einen
Anruf erhielt: Der freundliche Herr fragte nach, wohin er
denn das Geld für die soeben ersteigerten Nike-Turnschuhe
überweisen sollte. Hintergrund: Auf den Namen unseres
Nutzers war ein weiterer Account bei eBay eingerichtet
worden. Dort liefen bereits mehrere betrügerische
Versteigerungen.
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17.03. |
www.epay.tv geht online.
Artikel im Tagesspiegel vom 30.03.2004
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/30.03.2004/1044883.asp#art
Meldung auf www.connexx-av.de vom 30.03.2004
http://www.connexx-av.de/presse_pressemeldungen.php3
Artikel in "Der Standard" (Austria) vom 28.03.2004
http://derstandard.at/?id=1614971
Themenseite in der taz (4 Beiträge) vom 27.03.2004
http://www.taz.de/pt/2004/03/27.nf/ressort.q,TAZB.re,bt
Beitrag auf silicon.de vom 26.03.2004
http://www.silicon.de/cpo/news-cio/detail.php?nr=13868&directory=news-cio
Artikel im PC Magazin vom 26.03.2004
http://www.pc-magazin.de/common/nws/einemeldung.php?id=10406
Beitrag auf Heise Online vom 26.03.2004
http://www.heise.de/newsticker/meldung/46046
Artikel im Manager Magazin vom 25.03.2004
http://www.manager-magazin.de/ebusiness/artikel/0,2828,292403,00.html
Artikel auf Spiegel Online vom 25.03.2004
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,292265,00.html
Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 24.03.2004
http://www.maerkischeallgemeine.de/?loc=3_4_1&id=163872
Artikel in Impulse vom 24.03.2004
http://www.impulse.de/ftd/artikel.html?artikel_id=547956
Artikel in der Financial Times Deutschland vom 24.03.2004
http://www.ftd.de/ub/di/1079712469698.html
Beitrag auf www.dotcomtod.de vom 24.03.2004
http://www.dotcomtod.de/modules.php?name=News&file=article&sid=12161
Meldung auf Börse Online vom 24.03.2004
http://www.boerse-online.de/ftd/artikel.html?artikel_id=547956
Beitrag auf www.dotcomtod.de vom 19.03.2004
http://www.dotcomtod.de/modules.php?name=News&file=article&sid=12138
Reaktion von Geschäftsführung und Betriebsrat vom 17.03.2004
PDF-Download
Hintergrund-Artikel in der taz vom 12.11.2003
http://www.taz.de/pt/2003/11/12/a0219.nf/text |
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Februar 2004 |
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20.02. |
Matthias Roth von der Leipziger Volkszeitung
berichtete in dem "Leipziger Anwalt will Ebay zu mehr
Sicherheit zwingen" von dem Fall Dr. Dietrich M. gegen Ebay:
www.lvz-online.de/aktuell/content/96382.html. |
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12.02. |
Das Amtsgericht Potsdam stimmt in einer Art
Musterprozess
der
einstweiligen Verfügung von M. gegen Ebay zu; das
Auktionshaus wird unter Androhung eines
Ordnungsgeldes in Höhe von bis zu Euro 250.000 oder
ersatzweise Ordnungshaft
von bis zu 6 Monaten für jeden Fall der Zuwiderhandlung
verboten wird, Teilnehmer unter der Identität eines Dritten
zum Handel auf der Internetplattform zu registrieren. Nach
dieser Verfügung kann Ebay nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg
den Standpunkt vertreten, dass die Firma nur der - ansonsten
unbeteiligte - Plattformgeber und daher zu
Identitätskontrollen nicht verpflichtet sei. Rechtsanwalt
Hans Peter Habich von der die Klage führenden
Kanzlei Habich & Partner (www.habich-baaden-horn.de)
geht davon aus, dass Ebay fortan zur Einführung von
Identitätskontrollen gezwungen sein wird. |
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Im
Forum
der PC Welt taucht die
Stellungnahme
von Ebay zu meinem Fall auf, unterzeichnet von einer
Maike Fuest, Unternehmenskommunikation Ebay Deutschland:»Zunächst
einmal bedauern wir die Unannehmlichkeiten, die Herrn Buchholz
durch die missbräuchliche Nutzung seiner Daten entstanden sind.
Wir werden die Schilderungen von Herrn Buchholz recherchieren
und prüfen, inwieweit wir Herrn Buchholz im Rahmen unserer
Möglichkeiten als Mittler zwischen Käufer und Verkäufer
unterstützen können.«
Eine bodenlose Unverschämtheit: Ebay suggeriert weiterhin, es
habe in meinem Fall eine Beziehung zwischen »Käufer und
Verkäufer« gegeben. Dies ist unwahr, ich bin bei Ebay noch nie
als Käufer oder Verkäufer aufgetreten. Abgesehen davon ist Ebay
der Sachverhalt seit über
sechs Monaten bekannt.
»Ist auch für uns nachvollziehbar, dass die Daten von
Herrn Buchholz missbräuchlich genutzt wurden, werden wir
selbstverständlich davon absehen, Gebühren für die über die
fraglichen Mitgliedskonten angebotenen Artikel einzufordern.
Sollten sich die polizeilichen Ermittlungsbhörden in diesem Fall
an uns wenden, werden wir diese im Rahmen der gesetzlichen
Möglichkeiten bestmöglich bei ihren Ermittlungen unterstützen.«
Eine bodenlose Unverschämtheit: Ebay suggeriert, die Behörden
hätten die Ermittlungen noch gar nicht aufgenommen. Dies ist
unwahr, vielmehr sind die Ermittlungen mittlerweile
abgeschlossen und der Fall liegt der zuständigen
Staatsanwaltschaft vor.
»Durch die Zusammenarbeit mit der Schufa im Rahmen der
Verifizierung der Anmeldedaten konnten wir die Sicherheit auf
dem eBay-Marktplatz weiter erhöhen [...] Nichts desto trotz
lässt sich weder durch einen Abgleich von Anmeldedaten mit der
Schufa-Datenbank noch durch die Zusendung eines Briefes an die
angegebenen Adressdaten, grundsätzlich die kriminelle Handlung
eines Identitätsdiebstahls ausschließen.«
Eine weitere Verdrehung der Tatsachen; alle mich betreffenden
über 120 Einzelfälle wären durch eine
Identitätsfeststellung mittels Postident verhindert worden.
Dasselbe gilt für alle mir bekannten ähnlich gelagerten Fälle
wie die von Uwe Göllner (MdB), Sebastian B.,
M.
usw.
Ich muss wohl nicht weiter erwähnen, dass die versprochene
Prüfung des Sachverhalts durch Ebay anscheinend nicht
durchgeführt wurde; die Inkasso-Aufforderung
von Dezember 2003 wurde jedenfalls bisher nicht zurückgenommen. |
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Ich poste im
Forum
der PC Welt eine
Ergänzung
zu dem »Hammer des Monats«-Artikel aus der PC WELT 03/2004:»Ich
möchte zunächst einmal darauf hinweisen, dass sich Ebay bei mir
leider bisher nicht gemeldet hat, um mich "zu unterstützen"; da
ich noch nie etwa über Ebay ge- oder verkauft habe, kann Ebay
für mich auch kein "Mittler zwischen Käufer und Verkäufer" sein.
Es geht hier schleicht und ergreifend um eine Serie von
Betrugsfällen, die in dem geschilderten Umfang von *weiteren*
117 Fällen *ausschlisslich* durch das Verhalten von Ebay möglich
wurde.
Ausser der Tatsache, dass Ebay derzeit über eine
Inkasso-Agentur Beträge von einigen hundert Euro einzufordern
versucht habe, *ich* bis heute keinerlei Stellungnahme oder
Entschuldigung des Auktionshauses erhalten.
Das eigentliche Problem für mich ist nicht der
Identitätsdiebstahl (das war wohl aus Platzgründen im Artikel
von Herrn Perband nicht mehr unterzubringen); das *eigentliche*
Problem besteht darin, dass es sich in meinem Fall um einen
*wiederholten* Adressdiebstahl handelt, die 117 Einzelfälle sind
ja nur die *zweite* Betrugswelle, die in meinem Namen
durchgeführt wurde.
Bereits einige Wochen vor dem geschilderten Fall waren
eine Reihe von betrügerischen Auktionen unter meinen Adressdaten
durchgeführt worden; selbstverständlich habe ich auch diese
Fälle dem so genannten Ebay-Sicherheitsteam gemeldet, Ebay hat
diese Mitteilung auch erhalten und zugesichert, meinen
Adressdatensatz (!!!) zu sperren. Dies kann ich auch an Hand des
E-Mail-Verkehrs mit dem so genannten Ebay-Sicherheitsteam
nachweisen.
Nur durch die Tatsache, dass Ebay eben diese explizit
zugesagte Sperrung meines Adressdatensatzes *nicht* durchgeführt
hat, wurde die im PC Welt-Artikel geschilderte zweite
Betrugsserie in 117 Fällen überhaupt möglich. Auch diesen
Adressdiebstahl meldete ich dem so genannten
Ebay-Sicherheitsteam, mir wurde darauf wiederum durch das so
genannte Sicherheitsteam bestätigt, mein Adressdatensatz sein
nun erneut (!!!) gesperrt worden, Ebay weigert sich aber bis
heute, mir verbindlich zu bestätigen, dasss morgen oder
Übermorgen nicht die *dritte* Betrugswelle startet.
Die Krönung der Fahrlässigkeiten von Ebay bildet die
Tatsache, dass mir zum 24.12. (!) eine Rechnung durch die
Hamburger Inkassokanlei KSP über die in den o.g. Betrugsfällen
aufgelaufenen Einstellgebühren und ggf. Verkaufsprovision"
zugestellt wurde. Ebay hat also nicht nur (1) nachweislich
wiederholt die Meldung von Betrügereien igoniert und (2) die
zugesagten Gegenmassnahmen nicht umgesetzt, sondern (3) die
Wiederholung in 117 Fällen geduldet und (4) versucht dann auch
noch, sich an mir schadlos zu halten und Gebühren für die
Betrügereien abzukassieren.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt.« |
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Antwort des Bundesministeriums der Justiz. Eine recht
detaillierte Stellungnahme mit einigen interessanten Hinweisen. |
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xx.02. |
Die PC WELT 03/2004 erscheint mit dem Artikel »Namensklau
bei Ebay. Die Identitätsprüfunf von Ebay lässt sich ganz leicht
austricksen. Betrüger verwenden Namen und Adressen nichts
ahnender Leute, kassieren ab und verschwinden. Jeder kann ein
Oper werden« von Andreas Perband zu meinem Fall in der
Rubrik »Hammer des Monats«. |
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02.02. |
Der Frontal 21-Bericht wird gesendet. Titel: »Geschädigte
Kunden. Betrug bei Ebay«. |
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Januar 2004 |
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29.01. |
Antwort von Uwe Göllner, MdB. Eine recht ausführliches
Schreiben. |
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20.01. |
Betrugsrate bei Ebay: Die
Berliner Zeitung veröffentlicht einen kurzen Artikel mit
dem Titel »Starker Anstieg der Betrugsfälle bei Ebay«.
Zitiert wird hier eine amtliche Statistik des
Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen, nach dem die Zahl der
angezeigten (!) Betrugsfälle im Jahr 2003 um 132,8 Prozent auf
2.305 Fälle gestiegen ist; Im Jahr 2003 waren in Sachsen noch
990 Betrugsfälle registriert worden. Der Schaden belaufe sich
allein in Sachsen auf 474.000 Euro. |
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19.01. |
Die PC Welt
veröffentlicht eine
Pressemitteilung »Sicherheits-Lücke bei Ebay:
Benutzer-Profile und -Bewertungen können gefälscht sein«:
»Mit einem einfachen Trick gaukeln Anbieter beste
Referenzen vor / Ebay arbeitet an einer Lösung / PC-WELT-Tipp:
So erkennen Sie die Betrüger«. Ich schreibe einen
Leserbrief an den Autoren, Andreas Perband, Ressortleiter
Software, in dem ich darauf hinweise, dass das vorgestellte
Problem nur ein Nebenschauplatz ist -- die fehlende
Identitätsfeststellung ist und bleibt das Kernproblem von
Ebay. |
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16.01. |
Ich erhalte von
Frau Kathrin Rosenberg vom Innenministeriums des Landes
Brandenburg, Refereat III/4 - Bereich Datenschutz, eine
Empfangsbestätigung über den Erhalt meiner Anfrage wegen der
Untersuchung des Vergehen gegen
BDSG und Teledienstedatenschutzgesetz durch Ebay. |
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15.01. |
Ich sende die
zwei Schreiben an Uwe Göllner, Deutscher Bundestag, und Brigitte
Zypries, Bundesministerium der Justiz, ab. |
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12.01. |
In Ausgabe Nr. 3
des Nachrichtenmagazins »Focus« erscheint ein sehr
umfangreicher Bericht zu Ebay, der leider jegliche Kritik
vermissen lässt. Unter dem Anschnitt »Die Tricks der Betrüger«
listet Focus folgende kritische Punkte auf: (1) Abkassierer,
die nicht liefern; (2) Gefälschte Bewertungen; (3)
Western-Union-Masche und (4) Passwortklau. Die
Möglichkeit eines Identitätsdiebstahls mit weitaus
graviererenden Folgen für Käufer und Verkäufer wird
enttäuschenderweise nicht einmal erwähnt. |
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08.01. |
Ich erhalte von
Herrn Rolf Breidenbach vom Innenministeriums des Landes
Brandenburg eine Empfangsbestätigung über den Erhalt meiner
Anfrage wegen der Untersuchung des Vergehen gegen
BDSG und Teledienstedatenschutzgesetz durch Ebay. |
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07.01. |
Die Frist, die
ich der Inkasso-Kanzlei »Dr.
Seegers, Dr. Frankenheimer & Partner« zur Beantwortung
meines Antwortschreibens gesetzt habe, verstreicht
unbeantwortet. |
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05.01. |
In Ausgabe Nr. 2
des Nachrichtenmagazins »Focus« erscheint ein Bericht
unter dem Titel: »Internet-Betrug: Teure Scherze. Unbekannte
steigern bei Ebay-Auktionen unter Politikernamen und schädigen
Anbieter«. Kolportiert wird die Geschichte des
SPD-Bundestagsabgeordneten Uwe Göllner, der bei Ebay angeblich
ein Sportstudio für EUR 90.000 sowie ein Solarium für weitere
EUR 30.000 ersteigert haben soll. Während es sich Gölnner vor
allem um einen ärgerlichen Scherz handelt, werden die Verkäufer
ernsthaft geschädigt: So verlangt Ebay beispielsweise von dem
Besitzer des Sonnenstudios, Hans-Joachim Borchert aus München,
624 Euro an Einstellgebühren und Verkaufsprovision, die er nun
versucht, von Ebay zurückzuerhalten. |
| Ich entwerfe
einen offenen Brief an den Abgeordneten Göllner, in dem ich
meinen Fall schildere und darum bitte, die Problematik auf
politischer Ebene zu thematisieren. Ein weiteres Schreiben mit
ähnlichem Inhalt entwerfe ich z.Hd. Frau Brigitte Zypries vom
Bundesministerium der Justiz. |
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05.01. |
Antwort von
Rainer Fromm: Der Ebay-Bericht in der ZDF-Sendung Frontal 21
soll in der ersten oder zweiten Januar-Sendung ausgestrahlt
werden. |
2003
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Dezember 2003 |
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30.12. |
Ich erhalte von
Frau Sabine Krissel vom Berliner Beauftragten für Datenschutz
und Informationsfreiheit eine Empfangsbestätigung über den
Erhalt meiner Anfrage wegen der Untersuchung des Vergehen gegen
BDSG und Teledienstedatenschutzgesetz durch Ebay: »Leider
können wir Ihnen in der Angelegenheit unmittelbar nicht
weiterhelfen, da sich unsere Kontrollbefugnis auf die
öffentlichen Stellen des Landes Berlin und die privaten
Datenverarbeiter mit Sitz in Berlin beschränkt. Bei der eBay
International AG handelt es sich um einen privaten
Datenverarbeiter mit Sitz in 14532 Europarc Dreilinden
(Bundesland Brandenburg), der nicht unserer Prüfungskompetenz
unterliegt. Wir haben den Vorgang daher an die hier zuständige
brandenburgische Aufsichtsbehörde für den privaten Bereich im
Datenschutzrecht, das Innenministerium des Landes Brandenburg,
Henning-von-Tresckow-Str. 9 - 13, 14467 Potsdam [...] abgegeben.
Sie erhalten von dort weitere Nachricht«. |
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29.12. |
Mein an die
Inkasso-Kanzlei »Dr. Seegers, Dr. Frankenheimer & Partner«
per Einschreiben mit Rückschein versandtes Antwortschreiben wird
der Kanzlei zugestellt. In dem Schreiben setze ich eine Frist
zur Beantwortung zahlreicher offener Fragen bis zum
7. Januar 2004, welche die Kanzlei
ohne Antwort verstreichen lässt. |
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27.12. |
Anfrage von
Rainer Fromm, wann der Ebay-Bericht in der ZDF-Sendung
Frontal 21 ausgestrahlt werden wird. |
| Antwort von
Sebastian B., der in einen sehr ähnlichen Ebay-Betrugsfall mit
Identitätsdienbstahl und
Inkassoversuch verwickelt wurde. Auch er konnte folgern,
dass der Täter die Adressinformationen aus dem Impressum seiner
Website entnommen hat; in seinem Fall versucht KSP eine
Hauptforderung von 76,22 Euro zzgl. 1,61 Euro Zinsen, 5,00 Euro
vorgerichtliche Kosten, Gebühren in Höhe von 20,00 Euro und
einer Auslagenpauschale von 3,00 Einzufordern. Macht insgesamt
105,83 Euro. Auch er hat die Inkassoaufforderung zum 24.12.2003
zugestellt bekommen. Er wurde von der Polizei vernommen, hat
selbst jedoch keine
Strafanzeige erstattet; die Polizei habe ihm empfohlen, der
Käufer solle eine Anzeige erstatten, weil er keine Beweise habe.
Im Unterschied zu mir besitzt Sebastian B. jedoch einen
E-Bay-Account, den er jedoch ausschliesslich zum Kaufen genutzt
hat; auch in seinem Fall handelt es sich nicht um einen
gehackten Account. |
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26.12. |
Da ich von einem
Vergehen gegen BDSG und
Teledienstedatenschutzgesetz seitens Ebay ausgehe, setze ich
eine Anfrage an den Berliner Beauftragten für Datenschutz und
Informationsfreiheit auf und bitte um Untersuchung. |
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25.12. |
Ich setze ein
Antwortschreiben an die
Inkasso-Kanzlei auf. Eine tolle Beschäftigung für einen
Weihnachtsfeiertag! |
Ich entdecke im
Forum von 123recht.net einen Beitrag von Sebastian B.: »Im
Sommer hat eine mir unbekannte Person mit einem eBay-Account
eine Ware versteigert. Im Account wurde mein Name und meine
Anschrift angegeben, der Account wurde aber nicht von mir
angelegt (die E-Mail-Adresse sowie Bankverbindung gehörten
scheinbar dem Betrüger). Der Käufer der Ware hatte inzwischen
Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht. Nach polizeilichen
Ermittlungen wurde der Betrüger auch festgestellt, ich habe aber
keine Information darüber, ob er inzwischen den Betrug zugegeben
hat. Meine Aussage bzgl. dem Strafverfahren habe ich inzwischen
bei der Polizei abgegeben. Jetzt, am 24.12. bekomme ich
plötzlich Post von einer Kanzlei, die für eBay die
Einstellgebühren / Verkaufsprovision anmahnt. Angeblich hätte
ich schon mehrfache Mahnungen bekommen, was aber nicht der Fall
ist. Der Account wurde im August bereits von eBay gesperrt«
(Quelle:
www.123recht.net;
Zugriff: 25-Dec-2003). Das kommt mir ja recht bekannt vor, also
bin ich kein Einzelfall bzw. kein "Versehen" eines
Ebay-Mitarbeiters. Der Wahnsinn hat Methode! |
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24.12. |
Die
Rechtsanwaltskanzlei »Dr. Seegers, Dr. Frankenheimer &
Partner« tritt als
Inkasso-Agentur für Ebay auf und versucht, Forderungen
i.H.v. EUR 373,35 für »Einstellgebühren und gegebenenfalls
Verkaufsprovisionen« bei mir einzutreiben. Da der Brief mit
dem 22.12. datiert ist und auch andere angebliche Schuldner von
Ebay ein nahezu identisches Schreiben an demselben Tag erhalten
haben, ist es wohl kein Zufall, dass uns das Schreiben just am
Weihnahctsfeiertag erreicht -- dies ist gängige Praxis von
Inkasso-Unternehmen. Jedenfalls hat Ebay jetzt den Bogen
überspannt. |
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Oktober 2003 |
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25.10. |
Endlich scheint
die Welle der Anrufe von vermeintlichen "Kunden" endgültug
abzuebben: Drei Tage lang keine Anrufe mehr! |
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20.10. |
Noch ein
Pressevertreter zeigt Interesse: Ein Rainer Fromm vom ZDF-
Magazin Frontal 21 will einen Beitrag zu Betrugsformen
bei Ebay drehen. Leider hat er anscheinend auch nicht die Seite
Rezeption gelesen. |
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17.10. |
Noch immer kein
Ende der Anrufe, aber mittlerweile deutlich ruhiger. Derzeit nur
noch etwa ein Anruf alle zwei Tage; Ebay hat die Betrugsopfer
also noch immer nicht informiert, und ich zweifle daran, ob dies
jemals passieren wird. Die ganze Angelegenheit zieht sich
nunmehr über mehr als vier Monate hin, ohne dass ein Ende
abzusehen wäre. Besonders widerwärtig sind diejenigen Anrufer,
die nur Geschimpfe auf dem Anrufbeantworter hinterlassen und
weder ihren Namen noch eine Kontaktmöglichkeit hinterlassen.
Diese Deppen sind offensichtlich weder in der Lage, im Internet
nach "buchholzhier" und "ebay" zu recherchieren, noch die Ebay-
Foren zu lesen, von zeitnahmem Handeln oder zivilisierten
Manieren einmal ganz zu schweigen. Allerdings zeigen sich die
meisten Anrufer, mit denen ich spreche, von einer kultivierteren
Seite. Besonders frustrierend ist jedoch die Trägheit und
Faulheit der Betrugsopfer; von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen
erhalte ich von nahezu niemandem die Vorgangsnummern der
jeweiligen Strafanzeigen, möglicherweise zeigen diese Leute den
Betrug nicht einmal an. Sehr ärgerlich! |
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02.10. |
Ein weiterer
verschlafener Nachzügler nölt den Anrufbeantworter voll und
droht mit dem Anwalt. Erstaunlich, wie leicht den Leuten die
Drohung mit dem »Anwalt« über die Lippen kommt, und wie schwer
es mindestens 90 Prozent eben dieser Leute dann wird,
tatsächlich zu handeln und den Vorgang auch nur bei der Polizei
zur Anzeige zu bringen.
Dieser Spezi ist immerhin clever genug, eine Rückrufnummer
anzugeben -- nur leider keine gütlige Telefonnummer. Schlau,
sehr schlau. |
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September 2003 |
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30.09. |
Ein ahnungsloser
Nachzügler aus Fall 2
meldet sich per Telefon; Ebay hat die Betrugsopfer also noch
immer nicht informiert. Ich rufe zurück, verliere wieder eine
Viertelstunde am Telefon, erhalte aber immerhin die Zusage vom
»Käufer«, dass der Fall bei der Polizei
angezeigt werden wird
und er mir die Vorgangsnummer durchgeben wird. Muss ich extra
noch erwähnen, dass ich diese Vorgangsnummer natürlich nie
erhalte? |
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26.09. |
Weitere
Telefongespräche mit Betrugsopfern aus
Fall 1; es gibt wohl
immerhin noch eine zweite Strafanzeige. Ich erfahre, dass die in
Fall 1 angegebene Bankverbindung auf die "Tipp24 AG" läuft und
der Täter dort -- wieder unter meinem Namen -- Lotto gespielt
haben soll. Ein Anruf bei der Tipp24 AG führt jedoch zu der
Auskunft eines sehr freundlichen und hilfsbereiten Service-
Mitarbeiters, dass niemand unter meinem Namen Lotto gespielt
habe. Auch der Name des Verdächtigen ist dort nicht in der
Datenbank registriert. Auch hier müssen wohl die
Ermittlungsbehörden offiziell Auskunft einfordern. |
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25.09. |
Ich führe einige
Telefongespräche mit den Betrugsopfern aus
Fall 1; das Ergebnis
ist ernüchternd: Anscheinend hat nur ein einziger
Auktionsteilnehmer Anzeige erstattet. Kein Wunder, dass diese
Betrugsmasche immer und immer wieder "erfolgreich" durchgezogen
werden kann :-( |
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Ich erhalte
einen -- etwas vagen -- Hinweis auf eine "verdächtige
Entdeckung"; ein Anbieter verkaufe sehr zahlreich "leclerc"
Produkte; die
Menge
der Produkte sei unglaubwürdig (27 Objekte mit Auktionsende
am 30.09.), und der Anbieter existiere erst seit dem 03.07.03.
Tatsächlich ist das etwas verdächtig: Der Mensch kommt ausserdem
noch angeblich aus Berlin und hat auch erst drei Bewertungen.
Ausserdem kann der Spezi keine Orthographie; aus einer
Artikelbeschreibung:
»Sehr schön für sich selbst oder aber auch als ein kleines
Geschänk ideal geignet« (sic!). Nun gut, wir werden das
beobachten... |
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24.09. |
Ich erhalte per
Mail diverse weitere Hinweise, sowohl auf vergleichbare Fälle
als auch auf interessante Diskussionsforen zu Ebay-Themen. Ich
starte Threads in drei verschiedenen Foren, vielleicht bekomme
ich noch ein paar erhellende Hinweise. |
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Im besonders
aktiven www.auktions-forum.info verschwindet mein
Thread
-- mitsamt diversen Antworten -- jedoch ebenfalls bereits nach
wenigen Stunden. Der Moderator des Forums, Klaus Dieter Bartels,
ruft mich allerdings kurz darauf an und teilt mir mit: »Leider
war heute Abend bei einem Datanbankabsturz Dein ursprünglicher
Beitrag abhanden gekommen. Frage mich bitte nicht, wie das
passieren konnte«. Gut, hier scheint es also keine Zensur
zu geben. Der Moderator startet den
Thread freundlicherweise neu -- und der verschwindet zum
Glück nicht gleich wieder. Hier erhalte ich auch einen Hinweis
auf einen ähnlich gelagerten Fall aus Berlin; auch dem werde ich
wohl nachgehen. |
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Im leider
weniger aktiven Forum www.ihr-gutes-recht.com findet ein
entsprechender
Thread
zwar Interesse, vorerst kommen jedoch keine Antworten. |
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Das
Diskussionsforum auktionsnepper.de wirkt zu verlassen. |
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23.09. |
Per Post erhalte
ich den Audruck einer E-Mail einer Frau K.T., die sich
bitterlich darüber beklagt, dass »Menschen wie ich das
Ebay- Portal derart negativ belasten«. Natürlich gibt die
Dame weder Ihre Andresse noch eine Rückrufnummer an. Jetzt
beginnt also wohl die Konfrontation mit den Auktionsteilnehmern,
die nicht in der Lage sind, meine Telefonnummer aus dem
Telefonbuch herauszusuchen bzw. gar nicht erst auf die Idee
kommen, mal im Web nach »buchholzhier« oder meinem Namen zu
recherchieren. Die Stichworte »buchholzhier« und »ebay« führen
nämlich zuverlässig zu meinem
Erfahrungsbericht zur (Un-) Sicherheit von Ebay, und das
übrigens seit Mitte Juni 2003. Ausserdem kann ich jetzt mit
grosser Sicherheit davon ausgehen, das Ebay noch immer die
Auktionsteilnehmer nicht über den Betrugsfall informiert hat. |
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In einem
Forum
wird folgender Beitrag gepostet mit Informationen, die
vorgeblich aus Polizeikreisen stammen sollen: »[...] Der
Typ wohnt in Berlin und hat Helfer die in Lingen/ Emsland
sitzen. Insgesamt unterhält der Typ 12 Accounts, die sich meist
mit 'Schmuddelware' beschäftigen [...]« (Auszug aus dem
Forumsbeitrag;
Quelle).
In demselben Forum wird einem Betrugsopfer empfohlen, sein Geld
mit »Russisch- Inkasso« zurückzubekommen. Allerdings sind andere
Teilnehmer auch schon auf meinen
Erfahrungsbericht gestossen. Ich registriere mich im Forum
und schreibe einen Beitrag. Wenige Stunden später ist der
gesamte Thread verschwunden; wenn man auf die Direktllinks
klickt, meldet der Server: »Du
hast keine Erlaubnis zum lesen dieses Beitrages«.
Immerhin hat Google Teile des Threads noch im
Cache:
20 Beiträge (erste von insgesamt drei Seiten), gepostet zwischen
04.09.2003, 17:35 von "Jeep-Fan" bis 05.09.2003, 13:26 von
"MTJ". Schade, liebe Freunde der Selbstjustiz, dass ich mich bei
Euch nicht äussern darf. |
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20.09. |
Keine weiteren
Anrufe mehr; nach rund 60 Telefongesprächen scheint die erste
Welle an »Nachfragen« abgeebbt zu sein. Der Rest -- nochmal fast
60 Auktionsteilnehmer -- hat wohl bisher meine Telefonnummer
nicht herausbekommen; die hat »buchholzhier« diesmal nämlich
nicht angegeben. |
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19.09. |
Ein erster
Ermittlungserfolg: Ein Verdächtiger wurde identifiziert (weitere
Informationen werde ich hierzu während der laufenden
Ermittlungen nicht mehr veröffentlichen). |
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Die
Polizei
Baden-Württemberg gibt eine Pressemitteilung heraus, nach
der ein rasanter Anstieg der Internet- Kriminalität zu
verzeichnen ist; besonders deutlich sei diese Entwicklung beim
Warenbetrug. Dieser sei im Jahr 2002 mit einem Zuwachs von 115,7
Prozent auf 2.843 Fälle außergewöhnlich stark angestiegen. Im
Wesentlichen sei dies auf die wachsende Beliebtheit von
Internet- Auktionen zurückzuführen. Zunehmend würden dort Waren
billig gegen Vorkasse angeboten, ohne dass diese später
ausgeliefert würden (vgl. vollständige Meldungen auf
Heise
Online und
Golem.de;
siehe auch Netmarks). |
|
18.09. |
Erster Anruf von
einer Polizeidienststelle aus dem Emsland; ich gebe die
Vorgangsnummer meiner
Anzeige weiter. |
| |
Ich fertige
einen Nachtrag zu meiner Anzeige vom 06.09.
an und füge einen umfangreichen Anhang mit meinen eigenen
Rechercheergebnissen bei (ich dokumentiere diesen Nachtrag hier
nicht, da u.a. persönliche Daten von Betrugsopfern enhthalten
sind). |
|
17.09. |
In mir keimt der
Verdacht auf, dass
Ebay-Sicherheitsteam eine Erfindung ist. Entweder, Ebay
beschäftigt tatsächlich hundert Mitabeiter (vgl.
Ebay über Ebay), die
nichts anderes tun, als Beschwerden und Betrugsopfer
abzuwimmeln, oder Ebay erfindet einfach die Namen der
Mitarbeiter. Jede E-Mail,
die ich von Ebay erhalte, ist mit einem anderen Namen
unterzeichnet, es gibt keinen Sachbearbeiter oder eine
zuständige Person; anscheinend beantwortet irgendjemand
innerhalb der zugesagten 48 Stunden die Beschwerde mit einigen
Textbausteinen, prüft aber nicht die dazugehörige Historie. |
| |
Ich erhalte
einen Kommentar zu meinem Erfahrungsbericht per Mail: »Es
ist sozusagen "ebay-Alltag" was du beschrieben hast. Das
Sicherheits- Team gibt es übrigens wirklich, soll aber erheblich
kleiner sein als vorgegeben: niemand weiss was genaues aber um
die 50 Leute sollen es sein und nicht mehrere 100, die für die
Sicherheit zuständig sind. Der Rest bis zu 300 oder 500 sind
reine Kundenbetreuer. Die Namen unter den mails sind Fakes,
reine Zufallsgeneratoren- Produkte, so wie eben auch die
Standard-Texte zum Abschrecken von sog. ebay- Mitgliedern. So
wie man munkelt schreiben wohl die ebay-Mitarbeiter auch unter
Fake- Namen speziell im Sicherheitsforum mit. Es gibt zwar
einige offizielle Pinkies = Forenbetreuer, die sind aber nur
da um die Leute ruhig zu halten: ein typisch amerikanisches
System [...] ebay ist ein Drecksladen. M.E. hinkt die geltende
Gesetzgebung der Entwicklung des Internets
hinterher, dass Betrügern derzeit noch Tür und Tor offen stehen,
um ihr Schindluder zu treiben und werden dabei noch von
Unternehmen wie ebay unterstützt. ebay leistet Beihilfe zum
Betrug, da kann es sich noch so sehr rausreden, dass es "nur"
eine Plattform zur Verfügung stellt, allerdings da auch richtig
Gebühren abzockt ...« (Mail vom 17.09.2003 21:38; Name
des Absender ist uns bekannt). |
| |
Ansonsten ein
ruhiger Tag: Erstmals seit dem 23.08. kein
Anrufe eines Ebay- Geschädigten! |
|
16.09. |
Wir werden
erstmals telefonisch bedroht von Betrugsopfern aus Berlin, die
sich zu Tätern machen wollen: Es werden vage Andeutungen
ausgesprochen, man habe »andere Mittel« um das Geld
zurückzubekommen, dazu brauche man die Polizei nicht, und diese
»Methoden« seien »überhaupt nicht angenehm«
für mich. Ausserdem erfahre ich, dass diese Leute zumindest
einmal bereits vor meiner Wohnungstür auf mich »gewartet« haben.
Reden kann ich mit diesen Leuten nicht, die wegen 28 Euro
möglicherweise bereit sind, sich selbst strafbar zu machen; sie
hören nicht zu, reden während des Telefongesprächs ständig
miteinander und insistieren, dass ich ihnen ihr Geld
»zurückgeben« solle; es sei unmöglich, dass Ebay einen solchen
Betrug zulasse, »das können die sich nicht leisten«,
daher müsse ich der Täter sein. Kein Wunder, dass solchen
Intelligenzlern Kleinigkeiten wie der unpassende Kontoinhaber
nicht aufgefallen ist. |
|
15.09. |
Ich erfahre vom
bisher höchsten Einzelbetrag in
Fall 2: über EUR
250,-. |
|
12.09. |
Weitere
Drohungen auf dem Anrufbeantworter in
Fall 4 (irgendein
Parfum): Rückforderung des angeblich auf »mein Konto«
überwiesenen Geldes innerhalb einer Frist von drei Tagen, sonst
Gang zum Anwalt, aber leider keine Angabe einer Rückrufnummer;
also werde ich wohl demnächst ein paar Briefe von Anwälten
bekommen. Interessant daran ist vor allem, dass Ebay anscheinend
weiterhin -- wider besseres Wissen und damit unter Verstoss
gegen die Datenschutzbestimmungen -- meine Identitätsdaten
herausgibt. |
|
11.09. |
Ein Herr Roman
Beerens antwortet am 11.09.2003 09:25 unter dem Account
<derswebform@ebay.de> (»eBay Germany Customer Support«) auf
meine Anfrage vom 09.09: »Wir haben erneut alle bei uns
mit Ihrer Anschrift registrierten Mitgliedskonten ueberprueft
und vom Handel bei eBay ausgeschlossen. [...] eBay achtet streng
auf die Einhaltung der geltenden datenschutzrechtlichen
Regelungen. Eine Mitteilung an Dritte kann nur erfolgen, wenn
ein dementsprechender Auskunftsanspruch besteht. [...] Bitte
haben Sie Verstaendnis dafuer, dass wir aufgrund des
Rechtsberatungsgesetzes keine Auskuenfte geben duerfen« (vollständige
E-Mail). Interessant dabei ist auch, dass jetzt anscheinend
nicht mehr das Ebay- Sicherheitsteam <sicherheit@ebay.de> die
Anfragen beantwortet, sondern die Kundenbetreuung (»eBay
Germany Customer Support«). Ich antworte: »Und warum
konnte jemand mit diesen Adressdaten drei Auktionen durchführen,
obwohl der Missbrauch der Identitätsdaten bereits am 14.06. Ebay
gemeldet worden war? Muss ich davon ausgehen, dass in den
nächsten Tagen weitere Auktionen unter meinem Namen durchgeführt
werden können, bis Ebay die Adressdaten dann ein drittes mal
angeblich sperren wird? Welche Garantier habe ich, dass Ebay die
Adressdaten diesmal *wirklich* sperren und weitere betrügerische
Auktionen unterbinden wird? Der Volksmund sagt ja: 'Wer einmal
lügt, dem glaubt er nicht, auch wenn er dann die Wahrheit
spricht'; da Ebay mir mit derselben Aussage bereits einmal eine
unwahre Zusage gegeben hat, bin ich diesmal sehr misstrauisch«
(vollständige E-Mail). |
|
10.09. |
Eine Anruferin
behauptet, mit dem Ebay- Mitglied "buchholzhier" über die
E-Mail- Adresse <a-buchholz@lycos.de>
mehrach Mail ausgetauscht zu haben. Freudnlicherweise wird mir
dieser Mailwechsel zur Verfügung gestellt. Ich erfahre
ausserdem, dass im Ebay- System im Regelfall die Identitätsdaten
der Verkäufer nicht einsehbar sein sollen; diese werden von Ebay
anscheinend erst auf Anfrage weitergegeben. Da ich keinen Ebay-
Account besitze und mir am 16.06. von Frau
Barbara Graf vom Ebay- Sicherheitsteam zugesichert wurde, meine
Adressdaten seien gesperrt, handelt es sich bei dieser
Weitergabe um einen kleinen Skandal. |
|
09.09. |
Die Flut der
Anrufer ebbt langsam ab, heute nur noch ein knappes Dutzend
Telefongespräche, darunter auch mit mehrern Käufern, die einen
Anwalt aufsuchen und Anzeige erstatten wollen. |
| |
Ich stelle
erneut eine -- etwas schnippisch formulierte Anfrage an Frau
Barbara Graf vom Ebay- Sicherheitsteam <sicherheit@ebay.de>:
»Wenn diese Aussage [die Behauptung vom Juni 2003,
meine Adressdaten seien gesperrt und Auktionen damit nicht mehr
möglich; asb] stimmen sollte, hätten Sie dann die Güte mir
zu erklären, wie es möglich ist, dass seit etwa zwei Wochen
gleich mehrere Auktionen unter eben diesen Adressdaten
durchgeführt wurden? Etwa dreissig Anrufer behaupten nämlich,
bei mir -- also unter den angeblich gesperrten Adressdaten --
Parfum, Computerspiele oder Konzertkarten ersteigert zu haben.
Einige der Anrufer geben an, etliche Tage nach Auktionsende und
natürlich nach der Überweisung teilweise nicht unerheblicher
Geldbeträge einen Warnhinweis von Ebay erhalten zu haben, die
meisten wurden jedoch auch nachträglich weder gewarnt noch
informiert. Was treibt Ebay eigentlich für ein mieses Spiel mit
mir und diesen zahllosen Betrugsopfern?« (vollständige
E-Mail). Eine Antwort folgt am 11.09. von einem Herrn Roman
Beerens vom »eBay Germany Customer Support«; die Anfrage
wird anscheinend nicht vom Ebay- Sicherheitsteam bearbeitet (ist
das vielleicht mittlerweile wegen Nutzlosigkeit aufgelöst
worden?). |
| |
In den
Ebay-Foren beginnen
zwei Threads
zu Fall 2: »Polizei sucht weitere Geschädigte von
buchholzhier« (16:31 09 Sep 2003 ff.,
forums.ebay.de;
archivierte
Beiträge) sowie »Betrug buchholzhier« (14:33 09 Sep
2003 ff.,
forums.ebay.de;
archivierte
Beiträge). |
|
08.09. |
Fall 4: Konzertkarten
für ein David Bowie- Konzert in Köln (erster Anruf, vgl.
Artikelliste
zu Fall 4). |
|
07.09. |
Weitere
Telefonanrufe wegen Parfum. Drohungen gegen mich (»Einschalten
der Presse«, Strafanzeige gegen mich -- und nicht gegen
Unbekannt). |
|
06.09. |
Anzeige gegen Unbekannt
wegen Betrugs bei der Polizei; einen ersten Nachtrag reiche ich
am 18.09. ein. |
| |
Ebay versendet
an einige -- wieder nach einem unbekanntem Schema ausgewählte --
Auktionsteilnehmer folgende E-Mail: »Es tut uns leid, dass
Sie Schwierigkeiten bei der Abwicklung Ihrer Auktion haben. Das
von Ihnen genannte Mitglied ist bereits vom Handel bei eBay
ausgeschlossen, wir duerfen Ihnen jedoch aus
datenschutzrechtlichen
Gruenden leider keine Informationen ueber die Hintergruende
geben. Sie sollten bei ausbleibender Klaerung in Betracht
ziehen, den Vorgang
bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Geben Sie bei einer
eventuellen Anzeige der Polizei auch die Kontodaten an, mittels
derer Sie eine Zahlung vorgenommen haben. In der Regel laesst
sich damit am Sichersten die Identitaet und Adresse des
Kontoinhabers ermitteln. Falls es notwendig sein sollte, dass
polizeiliche Ermittlungen vorgenommen werden, dann wird eBay mit
den Polizeibehoerden zusammenarbeiten und diese bei ihren
Ermittlungen unterstuetzen« (Quelle). |
|
05.09. |
Fall 3: Computer-/
Video-Spiele (erster Anruf, vgl.
Artikelliste
zu Fall 3). |
|
04.09. |
Weitere
Telefonanrufe von Betrugsopfern. Wie viele Leute haben dem Kerl
eigentlich per Vorkasse auf sein Bankkonto überwiesen?
Beispielsweise droht mir eine heftig sächselnde Frau am Telefon,
mich bei der Polizei anzuzeigen, zum Rechtsanwalt zu gehen und
die Medien einzuschalten; freunlicherweise räumt sie mir eine
letzte Chance ein, »das Parfum« zu liefern. Leider vergisst sie,
eine Telefonnummer anzugeben. |
| |
Abends spreche
ich mir einem befreundeten Staatsanwalt, der leider in einem
anderen Bundesland arbeitet; er rät mir, Anzeige gegen Unbekannt
zu erstatten, räumt aber ein, dass es problematisch sein könnte,
dass ich keine handfesten Beweise über die Auktionen liefern
kann -- keiner (!) der Betrugsopfer, denen ich am Telefon
ausführlich den Tathergang geschildert habe, ist bisher meiner
Bitte nachgekommen, mir per E-Mail die Transaktionsdaten
zukommen zu lassen. Mittlerweile frage ich auch nicht mehr
danach. Meine Bereitschaft, mich am Telefon mit Leuten
auseinanderzusetzen, die wildfremden Leuten Geld auf
fadenscheinige Banverbindungen überweisen und sich dann wundern,
warum sie kein Päckchen ins Haus geschickt bekommen, lässt
zunehmend nach. |
|
03.09. |
Weitere
Betrugsopfer melden sich, die "Bulgari" ("Bvlgari" ?) oder
"Tresor" bei mir gekauft haben wollen; in den Telefongesprächen
werden als Kontoinhaber die Namen "Zimmer", Fischer" und
"Zimmer- Buchholz" genannt; ausserdem taucht eine weitere
Bankverbindung bei der Sparda- Bank auf. Gleich bleibt jedoch
die E-Mail- Adresse <a-buchholz@lycos.de>
und die Transaktionsform: Zahlung per Vorkasse auf ein Konto,
dessen Kontoinhaber nicht mit dem Namen des Versteigernden (in
diesem Falle also meiner) übereinstimmen. Ausserdem erfahre ich,
dass Ebay zumindest an einige der Auktionsteilnehmer mehrere
Tage nach Ablauf der Auktion (!) Warnhinweise gemailt hat mit
der Empfehlung, die Geldüberweisung eventuell zu verzögern. Ebay
kontaktierte allerdings nicht alle Auktionsteilnehmer, und
ausserdem kam die Warnung in allen Fällen zu spät. Und
überhaupt: Ich habe Ebay vor zweieinhalb Monaten, am
14.06., über den Indentitätsdiebstahl
informiert; Ebay hatte mich darauf aus dem System ausgeschlossen
(E-Mail vom 15.06.) und sollte längst
meinen missbräuchlich genutzten Adressdatensatz gesperrt haben,
zumindest hatte ich im Juni darum gebeten. Wieso war diese
Auktion überhaupt möglich, und warum fängt Ebay erst zweieinhalb
Monate später an, die Auktionsteilnehmer zu warnen? |
|
02.09. |
Ebay versendet Spam.
Obwohl ich Anfang Juni nach meiner Beschwerde über den
Identitätsdiebstahl
aus dem Ebay- System ausgeschlossen worden war, sendet mir Ebay
Spam per Mail, in der ich als Mitglied bezeichnet werden. Ja,
was denn nun, bin ich trotz Ausschluss und ohne es zu wollen
noch immer Mitglied bei dem »Marktplatz für Betrüger«? |
|
August 2003 |
30.08/
31.08. |
Kleiner
»Kollateralschaden« des Ebay- Telefonterrors: Entweder unsere
Telefonanlage oder die Telekom- Vermittlungsstelle hängt sich
irgendwann am Wochenende auf. Die Bearbeitung der
Störungsmeldung bei der Telekom sowie das darauffolgende
Demontieren der Anlage dauert ein paar Tage -- bis Mitte der
darauf folgenden ersten Septemberwoche sind wir telefonisch nur
noch per Handy erreichbar. Nochmal: Danke, Ebay! |
|
29.08. |
Ein nie zuvor
erlebter Telefonterror beginnt; das Telefon klingelt nahezu
pausenlos und der Anrufbeantworter wird zugebrabbelt von
betrogenen Ebay- Teilnehmern. Ganz offensichtlich hat Ebay
überhaupt nicht auf meine zwei Monate zurückliegende Beschwerde
über den
Identitätsdiebstahl reagiert und weder meine Adresse
gesperrt, noch Auktionen mit meinen Adressdaten unterbunden.
Gratulation, liebes sogenanntes
Ebay-Sicherheitsteam,
besser kann man Eure absolute Nutzlosigkeit nicht beweisen! Noch
an diesem Tag antwortet der Betrüger unter der E-Mail- Adresse
<a-buchholz@lycos.de> einigen Auktionsteilnehmern per E-Mail
(vgl. Dokumenation zu
Fall 2). |
|
28.08. |
Es geht wieder
los: Fall 2. Mittags
erhalte ich wieder einen Anruf von einem weiteren Betrugsopfer,
das Bulgari- Parfum ersteigert hat: Diesmal wurde bei einer am
26. August geendeten Auktion von einem
Betrüger eine fiktive Parfumerie aufgelöst. Angegeben wurde
erneut mein Name, meine Anschrift und meine Telefonnummer sowie
die folgende Bankverbindung: Kontoinhaber: Fischer (!), Sparda
Bank, BLZ 206 905 00, Kto-Nr.: 84 98 60. Als E-Mail- Account
wurde wohl <a-buchholz@lycos.de>
verwendet. Sollte es wirklich nicht möglich sein, den Betrüger
mit diesen Angaben umgehend zu identifizieren und dingfest zu
machen? In diesem Fall war der Ersteigerer übrigens schlauer und
verifizierte vor Überweisung des Geldes per Vorkasse die
Eckdaten der Auktion und schützte sich so vor weiterem Schaden.
M.E. wären für die Gewährleistung der Sicherheit von
Transaktionen übrigens die Betreiber der Ebay- Auktionsplattform
zuständig, nicht die Teilnehmer. |
| |
Ebay versendet
ans einige der Auktionsteilnehmer -- nicht an alle (!) folgende
Benachrichtigung: "[...] daß alle Angebote des Verkäufers
buchholzhier beendet wurden. Die Berechtigung des Verkäufers,
bei ebay zu handeln, wurde aufgehoben. Der Vorgang wird derzeit
untersucht. [...] Laut unseren Unterlagen waren Sie Käufer bei
einem Angebot dieses Verkäufers. Bitte wägen Sie sorgfältig ab,
ob Sie die begonnene Transaktion tatsächlich abschließen
möchten. [...] Unter diesen Umständen ist es sinnvol, die
Zahlung zu verzögern" ( Quelle). |
| |
Die letzten 25
Auktionen vom 25.08. enden. |
|
26.08. |
Ein Dienstg, an
dem anscheinend eine der Auktionen stattgefunden hat, bei der
die Fantasie- Parfumerie aufgelöst wurde. |
| |
Die 28 Auktionen
vom 23.08. enden. |
|
25.08. |
Insgesamt werden
an diesem Tag 25 Auktionen im Rahmen von
Fall 2 durch
»buchholzhier« begonnen (Artikelliste
zu Fall 2). |
| |
Die 25 Auktionen
vom 22.08. enden. |
|
24.08. |
Ein Sonntag.
Heute beginnt »buchholzhier« erstaunlicherweise keine Auktion;
ist der Mensch gläubiger Christ und hat »Ruhetag«? |
| |
Die 5 Auktionen
vom 21.08. enden. |
|
23.08. |
Insgesamt werden
an diesem Tag 28 Auktionen im Rahmen von
Fall 2 durch
»buchholzhier« begonnen (Artikelliste
zu Fall 2). Angebotsende für die (diesmal dokumentierte)
Auktion im Fall 2
(Angebotsbeginn: 20.08.03 10:39:45 MESZ). |
| |
Die 13 Auktionen
vom 20.08. enden. |
|
22.08. |
Insgesamt werden
an diesem Tag 25 Auktionen im Rahmen von
Fall 2 durch
»buchholzhier« begonnen (Artikelliste
zu Fall 2). |
| |
Die 21 Auktionen
vom 19.08. enden. |
|
21.08. |
Insgesamt werden
an diesem Tag "nur" 5 Auktionen im Rahmen von
Fall 2 durch
»buchholzhier« begonnen (Artikelliste
zu Fall 2). |
|
20.08. |
Ein weiterer
Tag, an dem eine (diesmal dokumentierte) Auktion im
Fall 2 begonnen hat
(Angebotsende: 23.08.03 10:39:45 MESZ). |
| |
Insgesamt werden
an diesem Tag 13 Auktionen im Rahmen von
Fall 2 durch
»buchholzhier« begonnen (Artikelliste
zu Fall 2). |
|
19.08. |
An diesem Tag
wurde -- nach Auskunft des öffentlich einsehbaren Teils des
Ebay- Systems vom 15-Sep-2003 -- der Ebay- Account
"buchholzhier" angelegt (vgl. Screenshots zu
Fall 2). |
| |
Es finden laut
Artikelliste gleich am
ersten Tag insgesamt 21 Auktionen von »buchholzhier« in
Fall 2,
Fall 3 und
Fall 4 statt (Artikelliste
zu Fall 2,
Artikelliste
zu Fall 3 und
Artikelliste
zu Fall 4); Auktionsende ist in allen Fällen der
22.08. Entweder einige Anrufer haben
einfach Daten durcheinandergebracht, oder der Betrüger hat sich
einfach ein drittes Mal einen Account mit meinen Identitätsdaten
anlegen können; angeblich soll der Account »buchholzhier« ja
schon einen Tag vorher gesperrt wordens sein. |
|
18.08. |
An diesem Tag
soll der Ebay- Account "buchholzhier" gesperrt worden sein
(diese Angabe konnte ich bisher leider noch nicht verifizieren).
Dennoch finden anscheinend über eben diesen Account noch
Verkäufe statt zumindest bis zum 28.08. Allein die Tatsache,
dass der Account "buchholzhier" mit meinen Adressdaten nach
meiner Beschwerde bei Ebay vom 16.08. erst
jetzt gesperrt wird, ist ein Skandal; hinzu kommt, dass mir Frau
Barbara Graf vom Ebay- Sicherheitsteam explizit am
16.06. zugesichert hat, meine Adressdaten
gesperrt zu haben und es nicht mehr möglich sei, weitere
Transaktionen mit diesen Adressdaten durchzuführen. Dass aber
anscheinend sogar nach der Sperrung des Accounts noch Ebay-
Mitglieder bei dem gesperrten Verkäufer Objekte erwerben kann,
würde dem Fass von Ebays Unverschämtheiten den Boden
ausschlagen! |
|
11.08. |
In der
c't, Ausgabe 17/2003,
S. 11, erscheint ein Leserbrief von Markus Mackinger: »Ich
bin auch auf einen Betrug reingefallen. EInige der
Mitsteigernden haben überwiesen. Auch hier stimmen Kontoinhaber
und eBay- Mitglied nicht überein. Aber das Beste: eBay hat den
Typen gesperrt (kurz nach der Auktion), stellt sich nun taub
(Geschäftsgeheimnis/ Datenschutz) und hat keinen der Mitbieter
informiert. Für mich ist das wie Beihilfe zum Betrug. eBay
feiert Mitglieder- Parties, lässt sich von der Presse hochjubeln
und ist inzwischen zum Marktplatz für Betrüger geworden«. |
|
01.08. |
ca. 13:50 Uhr -
Der Journalist Wolf Hosbach vom PC-Magazin meldet sich
per E-Mail bei mir; er recherchiert ebenfalls zum Thema "Identitätsdiebstahl"
und artikuliert Interesse an der Geschichte. Er verspricht: »Ich
erzähle nur, dass sich fünf Leute bei Ihnen beschwert haben und
Sie aus allen Wolken gefallen sind. Sie haben ja die Namen und
Nummern der Personen. Ein Identitätsdiebstahl ist offensichtlich«.
Abgesehen davon, dasss ich mich zu diesem Zeitpunkt in Afrika
aufgehalten habe -- was hätte ich von einem solchen zahnlosen
Bericht? |
|
Juli 2003 |
|
28.07. |
In der
c't, Ausgabe 16/2003,
S. 32, erscheint der kurze Bericht »eBay- Betrug unter
fremdem Namen«. Berichtet wird von einer Frau aus
Niedersachsen, unter deren Namen und Adresse der Ebay- Betrüger
»bakanlar« insgesamt 36 Auktion durchgeführt hatte; dabei seien
insgesamt 700 Euro ergaunert worden. Auch hier ist das Muster
gleich: »Inzwischen wurde Anzeige erstattet; die Polizei
ermittelt. Einziger Ermittlungsansatz ist die den Bietern per
Mail übermittelte Kontoverbindung«, berichtet das
Magazin. |
|
15.07. |
ca. 14:36 Uhr -
Ein anonymer Leser postet im
Forum: »Bei mir genau das gleiche. Ich bekam Post von
Ebay Anwaelten, wo ich aufgefordert werde einen Betrag von 522
Euro sofort zu überweisen, angebliche Provisionen usw. Der
angegebene User ist mir allerdings unbekannt. Habe daraufhin mit
der Kanzlei tel wo man mir die erhaeltlichen Daten gab und siehe
da es waren meine, ja sogar mein Geburtstag ist eingetragen.
Daraufhin erstatte ich Anzeige und informierte mich bei Ebay,
was machen die, Sie sprerren meinen Account und stellen mich als
Betrüger hin. Jede andere Mail von mir wurde misachtet. Jeder
Kontaktversuch abgeblockt. Das beste ist aber der Satz. Eine
Neuanmeldung bei Sperrung eines Accounts ist nicht zulaessig!!!!
Ich bin doch das Opfer und nicht der Betrüger. Aber das beste
war die Bekanntschaft mit meinem Polizeirevier. Die musste ich
doch erstmal aufklaeren was zu tun ist. Der Polizist sagte doch
tatsaechlich, ich soll mal ei8n bisschen vorarbeit machen und
die IP Adresse usw rausfinden, ich sagte ihm das das aus
Datenschutz Gründen jawohl nicht geht. Er Stellen Sie sich ma
nicht so an. So was nennt sich Rechtsstaat. Klasse, Jeder laesst
einem im Stich und will nur die Kohle sehen«. |
|
10.07. |
ca. 10:39 Uhr -
Axel Gronen aus Köln schreibt mir per E-Mail: »Ich
betreibe eine
Website
zum Thema eBay und schreibe gerade ein Buch zu eBay. Darf ich
Ihren Erfahrungsbericht veröffentlichen? Der ist nämlich eine
wirklich typische Geschichte und hervorragend geeignet, die
Vorgehensweise des 'eBay-Sicherheits- Teams' darzustellen«.
Immerhin scheint mein Erlebnis mit Ebay kein Einzelfalll zu
sein. |
|
09.07. |
ca. 15:53 Uhr -
Der Redakteur Stephan Dillinger aus Mainz vom Wissensmagazin
Planetopia teilt mir per E-Mail mit, dass ein Beitrag zum
Thema Identitätsdiebstahl vorbereitet werde und fragt nach einem
Dreh- und Interviewtermin an. Das beharrliche Abstreiten der
Transaktionen durch Ebay Deutschland hat mich mittlerweile
ausreichend verunsichert, dass ich zögere, auf diese Anfrage
einzugehen. Möglicherweise hat es die Auktion ja wirklich nicht
gegeben und die fünf Anrufer wollen mich verschaukeln? |
|
05.07. |
ca. 20:30 Uhr -
das fünfte Betrugsopfer meldet sich telefonisch bei mir und
bestätigt die Angaben der vier vorhergehenden Anrufer.
EWrstaunlich, wie viele Menschen an einer Auktion teilgenommen
haben, die es laut Ebay Deutschland gar nicht gegeben haben
kann, da es den entsprechenden Ebay- Account angeblich nicht
gibt... |
|
Juni 2003 |
|
25.06. |
ca. 15:33 Uhr -
das vierte Betrugsopfer meldet sich telefonisch bei mir und
bestätigt die Angaben der drei vorhergehenden Anrufer. |
|
24.06. |
ca. 13:24 - Ich
breche die vollkommen ergebnislosen Kommunikationsversuche mit
dem sog. »Ebay- Sicherheitsteam« ab, da ich zu dem Schluss
gekommen bis, dass das Zeitverschwendung ist. Nach meinen
bisherigen Erfahrungen besteht die einzige Funktion dieses sog.
»Sicherheitsteams« darin, Informationen und Sachverhalte zu
vertuschen und eine Aufklärung von Betrugsfällen zu erschweren. |
|
23.06. |
ca. 10:56 - Per
E-Mail teilt mir <sicherheit@ebay.de>
mit: »Wir moechten aber noch einmal verdeutlichen, dass
eBay selbst nicht ermitteln kann«. Ja, warum eigentlich
nicht? Wenn Ebay nicht in der eigenen Datenbank ermitteln kann,
wer soll es dann können? |
|
19.06. |
ca. 13:52 - Per
E-Mail teilt mir ein Jochen Martens über <sicherheit@ebay.de>
mit: »Unter der von Ihnen genannten E-Mail-Adresse und dem
Mitgliedsnamen liegt uns definitiv keine Anmeldung vor. Leider
koennen wir Ihnen die gewuenschten Angaben nicht mitteilen«.
Kann oder will Ebay Deutschland mir die Angaben nicht
offenlegen? Wie kann es sein, dass der betreffende Ebay- Account
nicht existiert, aber drei Anrufer mit unterschiedlichen
Telefonnummern behaupten, an derselben Auktion teilgenommen zu
haben? |
|
16.06. |
ca. 18:50 - Ich
erhalte eine E-Mail von Ebay, die unterzeichnet ist mit »Barbara
Graf, eBay - Sicherheit«. Dort steht: »Vielen Dank fuer
Ihre Mail. Ich habe alle gefundenen Konten die Ihre Adressdaten
enthielten geprueft und gesperrt. Es ist demnach nicht mehr
moeglich in irgendeiner Weise unser System zu nutzen«.
Ebay bestätigt damit explizit (a) den Empfang meiner Beschwerde
sowie (b) die Sperrung der mit meinen Adressdaten verbundenen
Accounts zu und (c) sichert zu, dass ein weiterer Missbrauch der
Identitätsdaten nicht mehr möglich ist. Dennoch finden nur
wenige Wochen später drei weitere Auktionen mit eben diesen
Adressdaten statt: Fall 2,
Fall 3 und
Fall 4. |
|
15.06. |
ca. 18:45 - Ebay
Deutschland reagiert: Ich erhalte eine E-Mail von <kontrolle@ebay.de>
mit dem Betreff: »eBay Ausschluss - Ausgeben als anderes
Mitglied« und werde aus Ebay ausgeschlossen, auf meine
Beschwerde wird jedoch nicht eingegangen. Praktischer
Nebeneffekt für Ebay: Ohne Zugang zu Ebay kann ich keine
Mitteilungen mehr über das interne Beschwerdesystem aufgeben
oder Forumsbeiträge schreiben, um andere Ebay- Benutzer vor dem
Betrüger zu warnen. In den folgenden Tagen wechseln einige
E-Mails zwischen mir und dem sogenannten »Sicherheitsteam«; Ebay
verweigert jegliche Kooperation und zeigt sich vollkommen
desinteressiert an der Aufklärung des Betrugsfalles. |
|
14.06. |
ca. 10:50 Uhr -
das dritte Betrugsopfer meldet sich telefonisch bei mir und
bestätigt die Angaben der beiden vorhergehenden Anrufer. Ich
setze über das Ebay- System eine Beschwerde an das sog. »Ebay
Sicherheitsteam« unter der Rubrik »Probleme mit einem
anderen Mitglied : Zweifelhafte Kontaktdaten/Identität : Ein
Mitglied veröffentlicht fremde Kontaktinformationen« ab.
|
|
12.06. |
ca. 21:30 Uhr -
das zweite Betruegsopfer meldet sich telefonisch bei mir und
erzählt dieselbe Geschichte. |
| ca. 20:59 Uhr -
das erste Betrugsopfer meldet sich telefonisch bei mir und will
wissen, warum ich »die Festplatte« nicht längst verschickt habe.
Welche Festplatte? Welche Auktion? Ich besuche Ebay im Internet
und suche nach der entsprechenden Auktion, um die Angaben meines
Anrufers zu verifizieren: Fehlanzeige. Leider verschleiert Ebay
alle abgelaufenen Auktionen, gewissermassen wohl eine Art
Täterschutz. Ich empfehle, bei der Kriminalpolizeit umgehend
Strafanzeige zu erstatten. |
|
08.06. |
Fall 1. Ein Sonntag,
an dem vermutlich die betreffende Auktion stattgefunden hat.
Ebay Deutschland hat mir gegenüber die Eckdaten der Auktion bis
heute nicht preisgeben wollen. |
Navigation
Anmerkungen
| | | | | | | | |  | | Hilfe | (anonymous) | Mai 26, 14:34 |
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