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Masquerading
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Erstellt/bearbeitet: 03-Okt-2005/02-Feb-06
Systemzeit: Donnerstag, 24.07.2008, 15:36:06.
Kefk Network : Security : Prozesse : Firewalling : Masquerading
Übersicht
Als Masquerading, Port Address Translation (PAT)
oder auch Network Address Port Translation (NAPT)
bezeichnet man spezielle Form der Network
Address Translation (NAT), die in Computernetzwerken verwendet wird.
Masquerading wird zumeist verwendet, um mehreren Computern in
einem lokalen Netzwerk (Local Area Network, LAN) Zugriff auf das
Internet zu ermöglichen. Dabei werden – im Gegensatz zu NAT – nicht nur die
IP-Adressen, sondern auch Port-Nummern umgeschrieben.
Beispiel
Angenommen für das lokale Netz 192.168.0.0/24 steht die öffentliche
IP-Adresse 205.0.0.2 zur Verfügung.
Ausgehende Pakete (LAN -> WAN):
| lokales
Netz (LAN) |
|
Öffenliches
Netz (WAN) |
| Quell
IP:Port |
Ziel
IP:Port |
Router
===========>
Masquerading |
Quell
IP:Port |
Ziel
IP:Port |
|
192.168.0.2:5000 |
170.0.0.1:80 |
205.0.0.2:6000 |
170.0.0.1:80 |
|
192.168.0.3:5000 |
170.0.0.1:80 |
205.0.0.2:6001 |
170.0.0.1:80 |
|
192.168.0.5:5001 |
170.0.0.1:80 |
205.0.0.2:6002 |
170.0.0.1:80 |
Die Quell-IP-Adressen werden durch die (einzige) öffentliche IP-Adresse
ersetzt. Die internen Port-Nummern werden durch eindeutige öffentliche
Port-Nummern ersetzt. Mittels einer Tabelle merkt sich der Router jeweils
die interne Quell-IP-Adresse samt Port-Nummer und die öffentliche
Port-Nummer des ausgehenden Pakets:
- 192.168.0.2:5000 <=> 6000
- 192.168.0.3:5000 <=> 6001
- 192.168.0.5:5001 <=> 6002
Eingehende Pakete (LAN <- WAN):
| lokales
Netz (LAN) |
|
Öffenliches
Netz (WAN) |
| Quell
IP:Port |
Ziel
IP:Port |
Router
<===========
Masquerading |
Quell
IP:Port |
Ziel
IP:Port |
| 170.0.0.1:80 |
192.168.0.2:5000 |
170.0.0.1:80 |
205.0.0.2:6000 |
| 170.0.0.1:80 |
192.168.0.3:5000 |
170.0.0.1:80 |
205.0.0.2:6001 |
| 170.0.0.1:80 |
192.168.0.5:5001 |
170.0.0.1:80 |
205.0.0.2:6002 |
Bei eingehenden Paketen kann anhand der Port-Nummer der Ziel-IP und des
Tabelleneintrags (connection tracking) festgestellt werden, welcher Computer
die Pakete angefordert hatte (hier: 192.168.0.2, 192.168.0.3 und
192.168.0.5). Der Router kann dadurch die Ziel-IP durch die ursprüngliche
Quell-IP 192.168.0.2, 192.168.0.3 bzw. 192.168.0.5 und die öffentliche
Port-Nummer durch die ursprüngliche interne Port-Nummer austauschen.
Da hier jede IP-Adresse zu einer einzigen IP-Adresse übersetzt wird,
spricht man von einer N:1-Übersetzung. Werden mehrere IP-Adressen zu weniger
IP-Adressen abgebildet, handelt es sich um eine N:M-Übersetzung.
Masquerading hat den Nachteil, dass Computer des lokalen Netzes
außerhalb von diesem nicht als Server dienen können, da externe Computer
keine Verbindung zu ihnen aufbauen können. Um diesem Problem Abhilfe zu
verschaffen, wurde Port Forwarding entwickelt.
Literatur
( Bestellen)
Siehe auch
Netmarks
RFC 3022 - Traditional IP Network Address Translator (Traditional
NAT),
www.ietf.org/rfc/rfc3022.txt.
Quelle und Lizenz
Anmerkungen
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