| Es droht sich mir, meinen zerbrechlichen,
wie aus einer hauchdünnen Schicht Glas bestehenden Verstand im reissenden
Treibsand des Landes der Paranoia schwinden zu lassen, ohne auch nur einen
endlichen Augenblick meines Daseins dazu zu verwenden, um diesem offensichtlichen
Missstand meines Lebens Einhalt in Form von Handlungen, vielleicht nicht
einmal allzu menschlicher Natur, zu bieten.
Der als wirklich traurig zu erachtende
Schluss meines geistigen Handelns kristallisiert sich, um es nicht künstlich
archaisch verfassend darzustellen, als peinlich elementarer Trugschluss
meines Selbst heraus, was meine nicht mehr sporadisch trauernde Seele,
bis zum schmerzhaften Bruch, stetig zu biegen versucht. Die Pein, die mir
während jedem für andere unwahrnehmbaren Gange meiner Gedanken
widerfährt, blockiert meine Sinne und schwächt meinen Verstand,
was zum vielleicht dadurch verfälschten Schluss führt, dass ich
mich ironischerweise selber dem Ausbruch aus meinem verhassten Ich in Form
des Niederschreibens meiner Gedanken beraube.
Die Frage nach einem möglichen Durchbrechen
dieses dämonischen Kreises trägt nur weiteren Schmerz glasklarer
Angst zu Tage, deren mich niemand, ob freiwillig oder nicht, zu erlösen
vermag. Ich alleine, muss mit dieser Not verbleiben, obwohl stumm verglühe
ich innerlich weinend während des ungläubigen Blickes, der den
Unsinn realisiert und auf die vergangenen Tage meiner Ohnmacht schaut,
ohne jene nur mit der Wimper zuckend, mir als den mir nichtigen Schwachsinn
erscheinenden Weg zu akzeptieren. Mein Weg bin ich gegangen, und dessen
Erfahrungen, jene ich auf diesem Streifzug durch die Stadt der stummen
Seelen an mich reissen konnte, kann nur ich mich entledigen.
Wieso lasse ich mich nicht einfach sterben? |