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Computerviren
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Erstellt/bearbeitet: 27-Sep-2005/09-Jan-06
Systemzeit: Donnerstag, 24.07.2008, 15:26:57.
Kefk Network : Security : Malware : Viren
Übersicht
Als Computervirus bezeichnet man eine nicht selbständige
Programmroutine, die ihren Code in andere Computerprogramme oder
Bereiche des Betriebssystems einschleust und sich damit selbst
reproduziert. Einmal gestartet, können sie vom Anwender nicht
kontrollierbare Veränderungen am Status der Hardware (z.B.
Netzwerkverbindungen), am Betriebssystem oder an der Software
vornehmen (Schadfunktion). Computerviren können die
Computersicherheit
beeinträchtigen und zählen daher zur Malware.
Umgangssprachlich wird der Begriff Computervirus
gelegentlich auch für
Computerwürmer und
Trojanische Pferde verwendet.
Verbreitungsgebiete
Aktuelle Virus Map mit geografischen Verbreitungsgebieten und
Gefährdungsschwerpunkten:
Wirtschaftlicher Schaden
Der wirtschaftliche Schaden von Computerviren ist sehr gering im
Gegensatz zum Schaden von Computerwürmern. Grund dafür ist, dass sich
Viren nur sehr langsam verbreiten können, und dadurch oft nur lokal
verbreitet sind.
Ein weiterer Grund, warum der hoher wirtschaftliche Schaden bei
Computerviren nicht gegeben ist, ist die Tatsache, dass sie den
angegriffenen Computer oder die angegriffene Datei für einen langen
Zeitraum brauchen, um sich effektiv verbreiten zu können. Computerviren,
die Daten sofort zerstören, sind sehr ineffektiv, da sie mit dieser
Aktion auch ihren eigenen Lebensraum zerstören.
Im Zeitalter der DOS-Viren gab es trotzdem einige Viren, die
erheblichen Schaden angerichtet haben. Ein Beispiel ist der Virus
DataCrime, der gesamte Datenbestände vernichtet hat. Viele Regierungen
reagierten auf diesen Virus, und verabschiedeten Gesetzte, die das
Verbreiten von Computerviren zu einer Straftat machen.
Der Virus mit dem höchsten wirtschaftlichen Schaden war Win32.CIH,
der sich großflächig verbreitete und am 26. April 2000 mehr als 2000
BIOS-Chips in Süd-Korea zerstörte.
Ein weiterer wirtschaftlicher Schaden war früher der Image-Schaden
der infizierten Firmen. Grund dafür war, dass früher der Begriff
Computervirus in der Öffentlichkeit nicht genau bekannt war, und man
wegen der Angst vor einer Infektion (man wusste nicht, was ein Virus
machen kann) mit allen Mitteln Viren verhindern wollte. Heute weiß die
Mehrheit der Computerbenutzer, was ein Computervirus machen kann, und
was nicht - darum ist auch die hysterische Angst gesunken.
Weiterführende Informationen
Literatur
Zur Quellenlage: Die meisten Bücher zum Thema sind inzwischen veraltet
und/oder nicht mehr erhältlich.
Das große Computer-Viren-Buch, Ralf Burger, 1989, ISBN 3890112005
Computer-Viren-Report, Prof. Dr. Klaus Brunnstein, 1989, ISBN
3809205303
Virus: Detection and Elimination, Rune Skardhamar, 1995, ISBN
012647690X
The Giant Book of Computer Viruses, Mark A. Ludwig, 1998, ISBN
0929408233
The Art Of Computer Virus Research And Defense, Peter Szor, 2005,
ISBN 0321304543
Netmarks
Informationen zu Computer-Viren vom Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik,
www.bsi.de/av/virbro.
Telepolis-Artikel zum 20-jährigen Bestehen von Computerviren,
www.heise.de/tp/deutsch/special/med/16056/1.html.
Links zu Antivirenherstellern, Informationsseiten und
Virus-Datenbanken,
www.heise.de/security/dienste/antivirus/links.shtml.
Projektseite "Offlineupdate" der Zeitschrift c't,
www.heise.de/ct/ftp/projekte/offlineupdate.
Infos zu den das CMOS und das Bios schädigenden Viren,
www.sophos.de/virusinfo/articles/glossary.html#cmos.
Quelle und Lizenz
Anmerkungen
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