Wir holen Comet ab -- einen geeigneten
Rufnamen haben wir
noch nicht gefunden; zur Diskussion stehen u.a. Cea (latinisiert
für das gr. Kea), Chiara und Chi-Chi. Ein weiterer
Vorschlag ist Nausikaa, kurz "Nausi", das wäre allerdings
nicht "C"-Wurf-konform und die Kurzform klingt nach etwas zwischen "Lausi"
und "Mausi". Wir bleiben daher vorerst bei "Comet".
Nach der üblichen, gut vierstündigen Fahrt kommen wir an und werden
wieder von den Mahrs und ihrem Rudel freundlich begrüsst; Tatanka
ist leider nicht mehr da, Comet und ihre Schwester aber schon. Erstere
ist gewachsen, erheblich mobiler und -- dank eines vorhergehenden
Vollbades -- mit einem prächtigen Pelz ausstaffiert. Ich bin beruhigt,
da Comet zwar noch immer etwas ruhig ist, jetzt aber einen gesunden und
interessierten Eindruck vermittelt.








Nach einer ausgedehnten Plauderei und einigen Fotografien des Rudels
sind schliesslich auch die Formalia geklärt; wir erhalten einen
Kaufvertrag, den Zuchtwartbericht, eine Kopie des Wurfantrags beim
DCNH, einen Impfpass und den TASSO-Tierausweis sowie einige Rationen
des Welpenfutters und etliches Spielzeug. Frau Mahr fällt der Abschied
sichtlich schwer, sie hatte unsere Comet doch schon ziemlich ins Herz
geschlossen...
Die Autofahrt [Fotos, ca. 20 Sekunden
bei ISDN] verläuft völlig reibungslos; Comet macht kein Gezeter,
blickt uns nur manchmal etwas schläfrig an und döst die meiste Zeit;
wenn sie durch Geräusche aufgeweckt wird, zappelt sie etwas und klettert
auf mir herum, hat jedoch anscheinend keinerlei Angstgefühle. Es
passiert kein "Malheur", und auch Comets Magen scheint die Autofahrt gut
zu vertragen. Bei unseren zwei Pausen hoppelt sie fröhlich auf den Rasen
und "löst sich", als ob sie bereits stubenrein wäre; erst bei der
zweiten Rast trinkt sie ein wenig Wasser, nachdem wir etwas mit ihr
gespielt haben.
Sie lässt sich widerstandslos an die Leine nehmen und folgt uns
weitgehend aufmerksam; wird sie abgelenkt, lässt sich ihre
Aufmerksamkeit sofort wieder durch Zurufe auf uns lenken. Tapert sie
jedoch in eine andere Richtung, ist ihr manchmal die Leine im Weg und
sie zieht daran; das müssen wir also noch etwas üben.
Kurz nach Mitternach angekommen in
Berlin, zeigen wir Comet
zunächst die Umgebung [Fotos, ca. 20 Sekunden
bei ISDN] ihrer neuen Heimat: Die Strassen der Grosstadt, aber
immerhin einer recht grünen; nach einer weiteren "Lösung" und einem
kurzen Rundgang (auch dieser verläuft übrigens vollkommen problemlos)
gehen wir ins Haus.
Zunächst wird unsere Wohnung [Fotos, ca. 20
Sekunden bei ISDN] sogfältigst inspiziert; jedes Zimmer wird
durchwandert und beschnuppert; hier und da scheint sie unseren letzten
Hundegast, den
Airedale-Terrier
Amelie
zu riechen. In der Wohnung folgt sie uns auf Schrit und Tritt, lässt
sich aber auf ihrem Platz -- einem grossen Wäschekorb -- bereitwillig
unterbringen und schlummert für etwa drei Stunden ein.
In der Nacht gehen wir nur einmal gegen vier Uhr "auf Gasse", nachdem
Comet aufgewacht ist und in ihrer Kiste etwas herumzappelt. Zwei
Nachtschwärmer sprechen mich dann auch prompt an, was das denn für ein
süsser Hund sei. Der kleine Hund ist aber offensichtlich mehr an etwas
Herumtollen als an Konversation oder "Lösungs"-Versuchen interessiert;
die nächsten drei Stunden schlummert der Welpe dann wieder.