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Klima
Klima : Übersicht
30-Mar-2003/10-Jan-07
Übersicht
Samoyeden stammen vermutlich aus dem äußersten Norden Russlands, aus
der Region zwischen den Halbinseln Kanin und Taymir -- zumindest leben
dort die Völker der samojedischen Sprachgruppe, die der Hunderasse den
Namen gaben und die Vorfahren der heutigen Samoyedenhunde gezüchtet
haben. Die Hunde wurden von europäischen und amerikanischen Forscher auf
Expeditionen in der Arktis und Antarktis als Schlittenhunde genutzt, die
Rasse ist für das Leben in niedrigsten Temperaturen gezüchtet.
Naturgemäß stellt sich daher die Frage, ob Samoyeden auch bei
kontinentalen Temperaturen beschwerdefrei leben können. Ganz sicher
lässt sich dies leider nicht beantworten -- wir haben
Samoyeden in Spanien gesehen,
wo diese Hunderasse derzeit groß in Mode ist; Samoyeden gibt es in Los
Angeles und Kalifornien, in Australien und angeblich sogar in Afrika;
aber wer weiss schon sicher, ab wann die Hunde unter dem Klima zu leiden
beginnen?
Nauka hatte im Frühjahr, als die Temperaturen zu steigen begannen,
einen zweiten Fellwechsel; wir vermuten, dass sie sich den
Umgebungstemperaturen anpasst. Überhaupt sagt man Samoyeden eine
ausgezeichnete Anpassungsfähigkeit nach, wir können dabei jedoch
natürlich keine allgemeingültigen Aussagen aus eigener Erfahrung machen.
Nach unseren eigenen Erfahrungen können Samoyeden problemlos in
Deutschland leben; allerdings mag es auch zuchtspezifische Unterschiede
geben: Da Nauka aus einer eher
sportlichen Familie (eher »Leistungshunde« als »Showhunde«) stammt,
mag sie besser mit hohen Temperaturen klarkommen als dichter bepelzte
Samoyeden.
Grundregeln
Wir bemühen uns, einige Grundregeln zu befolgen, die allerdings auch
für die meisten anderen Hunderassen gelten:
- Bei sommerlichen Temperaturen sollte man die Aktivitäten
während des Tages begrenzen -- wie auch bei allen anderen
Hunderassen. Da Hunde nicht durch die Poren der Haut, sondern nur
über die Zunge und die Pfoten transpirieren können, ist jede
Hunderasse weitaus hitzeanfälliger als Menschen.
- Wir versuchen, Ausflüge bei Hitze nur in schattige Gebiete
zu unternehmen, möglichst in Wälder mit einem kleinen Flusslauf
oder einem See zum Abkühlen und Trinken.
- Gibt es kein natürliches Gewässer, muss man ausreichend
Trinkwasser für den Hund mitnehmen.
- Den PKW sollte man im Schatten parken, und natürlich darf
man keinen Hund länger als wenige Minuten ins Auto sperren, wenn
Sonne direkt auf das Auto brennt -- wer das dennoch versucht,
riskiert das Leben seines Hundes und eine Strafanzeige wegen
Tierquälerei.
- Wenn das Fell nass wurde, muss man dafür sorgen, dass es
trocknen kann. Das Oberfell der Samoyeden ist wasserabweisend,
selbst bei starkem Regen wird das Unterfell normalerweise
nicht nass; Abfrottieren mit einem Handtuch sollte ausreichen, um
den Hund »stubenrein« zu bekommen. Wir halten das Föhnen von Hunden
für Unsinn, es mag aber Situationen geben, in denen man seinen Hund
rasch trocken bekommen mus.
- Nach dem Schwimmen braucht Nauka etwa einen halben Tag
zum Trocknen, da hierbei auch das Unterfell nass wird; andere
Samoyedenbesitzer haben uns allerdings berichtet, dass ihre Hunde
mehrere Tage zum Trocknen brauchen; auch hier mag es also
zuchtspezifische Unterschiede geben.
- Manche Samoyedenbesitzer lassen ihre Tiere im Sommer scheren,
wieder andere empfinden dies geradezu als »Sakrileg«. Bisher sehen
wir keine Veranlassung, Nauka scheren zu lassen, wer den Eindruck
hat, dass sich sein Samoyede danach wohler fühlen könnte, sollte
dies aber ruhig in Erwägung ziehen. Allerdings sollte man sich viel
Zeit zum Scheren nehmen und eine robuste Schermaschine zur Hand
haben, das Samoyedenfell ist wohl recht widerspenstig.
Samoyeden im Sommer
Naukas Lieblingsplatz ist und bleibt
der (Nord-) Balkon, ob im Sommer oder im Winter:

Baden Samoyeden?
Unterwegs wird man häufig gefragt, ob denn ein nordischer Hund mit
einem so dichten Fell überhaupt schwimmen kann.
Antwort: Er kann!

Nauka brauchte einige
Eingewöhnungszeit an das nasse Element; bei ihren ersten Begegnungen mit
Flüssen und Seen im März 2003
planschte sie zwar gerne, schwamm jedoch nicht.

Auch einen Monat später kühlte sie sich zwar gerne die Pfoten und den
Bauch, wagte sich jedoch nicht tiefer ins Wasser hinein.

Im April 2003 waren die
Umgebungstemperaturen dann so sommerlich, dass wir
Nauka zum Schwimmen ermutigen konnten
-- mit Erfolg.

Das Schwimmen hat für Samoyeden (und deren Umgebung) jedoch gewisse
Nebenwirkungen:
Nach dem Baden muss das Wasser wieder aus dem Fell...

... und das attraktive Aussehen leidet etwas.

Ausserdem gibt es auch Langzeitfolgen :-)

(Foto oben: Nauka schüttelt sich. Die Ohren bleiben nicht so.
Ehrlich!)
Nauka geht baden:
Anmerkungen
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