Samoyeden und Hundeplätze vertragen sich nicht gut, zumindest sind
wir dabei sehr skeptisch; Samoyeden sind recht eigenwillige und
dickköpfige Hunde, die anders reagieren als Schäferhunde oder Terrier,
insbesondere auf Aggression, Druck oder Gewaltanwendung. Es macht bei
Samoyeden einfach keinen Sinn, sich gegen deren Dickkopf durchsetzen zu
wollen, man sollte vielmehr anstreben, deren Kooperation zu erreichen --
und das lohnt sich dann auch wirklich.
Ein durchschnittlich ausgebildeter Hundeplatz- Trainer hat Erfahrung
mit den verbreiteten Rassen und kann mit diesen sicherlich auch umgehen,
die Samoyeden zählen jedoch zu den Exoten und erfordern andere
Kenntnisse. Ein Samoyede wird auf einem normalen Hundeplatz
möglicherweise unendlich viel Unsinn lernen, vermutlich jedoch auch nach
mehrwöchigem Training icht besser hören als vorher. Ähnliches gilt
übrigens auch für andere nordische Rassen wie Huskies und Malamutes
sowie für Verwandte wie Akita Inu oder Eurasier. Wir raten daher davon
ab, normale Hundeplätze zu besuchen, deren Trainer als erstes sagen: "Oh,
dieser Spitz ist aber gross".
In manchen Hundebüchern werden Samoyeden als dumm und schwer
erziehbar beschrieben; das sind sie definitiv nicht. Tatsache ist aber,
dass Samoyeden auf viele der verbreiteten Erzieheungsmassnahmen mit
Ungehorsam oder Starrsinn reagieren und dann möglicherweise einen
ungelehrigen Eindruck vermitteln. Wer allerdings einen Hundeplatz mit
einem kompetenten Trainer findet, der Erfahrungen mit nordischen
Hunderassen besitzt, sollte sich nicht von einem Besuch abhalten lassen.
Nach unseren bisherigen Erfahrungen sind Samoyeden ausserordentlich
lernwillig, besitzen eine sehr rasche Auffassungsgabe und hohe
Motivation -- wenn man es denn richtig angeht. Im Normalfall wird es
daher besser sein, ein individuell massgeschneidertes Trainingsprogramm
zu absolvieren, beispielsweise in Form eines
Welpengrundkurses mit
Einzelunterricht.