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ExpertenbefragungUm weitere Kenntnisse über die potentielle Zielgruppe an der Thematik »Südostasien im Internet« zu erhalten, wurde ein Interview geführt mit Dr. Jörg Wischermann (wischdr@zedat.fu-berlin.de), Dozent am FB Politische Wissenschaften und Leiter der Seminarreihe zu »Südostasien im Internet«. Dr. Wischermann bezieht sein Wissen über unsere Zielgruppe vor allem aus zwei Bereichen: Zum einen den Umgang mit den Bestellern der Broschüre »Südostasien online« aus dem Jahr 1997 sowie seiner allgemeinen Kenntnis der Forschungslandschaft zu Südostasien. Ergänzend stützen sich die Angaben auf Aussagen von Dr. T.M. Ciolek (tmciolek@ciolek.com) vom Coombs Computing Unit der Research Schools of Social Sciences & Pacific and Asian Stuides der der Australian National University (ANU), Canberra, einem renoomierten Kenner der Forschungslandschaft für Südostasienstudien im Internet; Dr. Ciolek ist u.a. Editor der Asian Studies WWW Virtual Library und der Information Quality WWW VL und publiziert seit 1996 den »Whats New in WW Asian Studies Newsletter« Broschüre »Südostasien online«Die 46-seitige Broschüre »Südostasien online« mit aktualisierten Kurzfassungen von zwei Studien zu »Forschungseinrichtungen und Bibliotheken« und »Online-Zeitungen« wurde im Rahmen der Beteiligung der FU Berlin an der Asien-Pazifik-Wochen 1997 veröffentlicht; sie lag u.a. an den zentralen Veranstaltungsorten der Universität, in der Pressestelle der FU Berlin sowie im »Roten Rathaus« kostenlos aus; zusätzlich wurde die Broschüre mit einem Flyer beworben, über den die Publikation bestellt werden konnte. Die ausliegenden Exemplare waren nach kurzer Zeit restlos vergriffen. Nach Ende der Veranstaltungsreihe erreichten die Autoren zahlreiche Anfragen auf Übersendung eines Exemplares der Broschüre; Besteller waren sowoahl Privatpersonen, Wissenschaftler, wissenschaftliche Einrichtungen (z.B. Asienhaus Essen) aus der Asienforschung sowie aus anderen Forschungsbereichen (z.B. GMD). Für eine geplante Buchpublikation zu derselben Thematik (Umfang: ca. 200 Seiten, Preis: ca. 25,00 DM) meldeten sich etwa 40 Interessenten. Die Broschüre wurde sowohl in Fachkreisen als auch in der Berliner Verwaltung als voller Erfolg gewertet; so wurde u.a. aus der Senatsverwaltung ein Interesse an einer Fortsetzung und Ausweitung der Seminarreihe mit Schwerpunkt auf wirtschaftlichen Aspekten signalisiert. Forschungslandschaft zu Südostasienstudien[Ergänzt durch E-Mail von wischdr@zedat.fu-berlin.de vom 31-May-99] Dr. Wischermann (wischdr@zedat.fu-berlin.de) charakterisiert den typischen Südostasienspezialisten sehr differenziert; Aussagen seien zunächst nur über Experten in Deutschland möglich. Unter diesen sei zu unterscheiden zwischen solchen, »die das Netz nutzen (können) und denen, die solches nicht oder kaum tun«. Der Unterschied zwischen diesen bedien Gruppen sei ziemlich ausgeprägt. Möglicherweise spiele hier ein Generationen-Unterschied eine Rolle, dies könne jedoch nicht als gesichert angesehen werden. Typischerweise verwende die Gruppe der Forscher dieser Disziplin, die das Internet regelmäßig nutze, nicht systematisch alle möglichen Informationsangebote; primär genutzt werde vor allem E-Mail, daneben würden regelmäßig einige für sie wichtige Websites wie Zeitungen und Datenbanken besucht. International ist das Medium »Internet« laut T.M. Ciolek (tmciolek@ciolek.com) weiter verbreitet und dient über Dienste wie Mail und Mailinglisten der Kommunikation unter Forschern und Asien-Interessenten sowie aus der Region stammenden Bekannten. Der Nutzung des Internet wird zwar eine höhere Priorität zugeschrieben, die konservative Nutzung etablierter Einrichtungen wie Bibliotheken und Fachzeitschriften hat jedoch eindeutig höheren Stellenwert. Dennoch besteht allgemein Interesse und eine deutliche Neugier dem Medium gegenüber. Übertragen auf die SINUS-Milieus läßt sich der typische Südostasien-Experte am ehesten dem »liberal-intellektuellen«, jedoch weniger dem »konservativ-technokratischen« Milieu zuordenen. |
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