FORum SüdostasienWeb Enhancement Project (WEP)

Das Foresight Institute hat vor einigen Jahren das Web Enhancement Project (WEP, vgl. Mitbewerberanalyse : Technology : WEP) ins Leben gerufen; Ziel der Initiative ist es, Systeme zu entwickeln und zu erforschen, welche die Evolution von Wissen unterstützen und die Qualität von Diskussionen und Entscheidungen zu komlplexen Fragestellungen zu verbessern.

Während andere Ansätze in dieser Richtung wie Content Management, Knowledge Management oder Data Mining eher diffuse Ziele verfolgen, hat Foresight klare Forderungen an ein solches System entwickelt.

Bidirektionale Links

Beispielsweise wird die Notwendigkeit von bidirektionalen Links erkannt; die Hyperlinks im WWW arbeiten nur unidirektional, also in einer Richtung: Hier ist der Ursprung (Anchor), dort ist das Ziel (HREF); das Ziel eines Links weiß nichts über den Ursprung des Links. Die Entstehung der ärgerlichen "broken links" (HTTP Error 404, File not found) ist dabei nur ein Oberflächenphänomen, die weitergehenden Implikationen dieses Konzepts sind weitaus schwerwiegender: <>. Nur sehr wenige Hypertext-Systeme im Web kennen bidirektionale Links; Hyperwave ist eines davon.

Link-Typen und Filter

Das WWW-Konzept kennt nur einen Link-Typ; dieses simple und leicht verständliche Konzept mag eine der Ursachen für die rasche Verbreitung des Web gewesen sein, heutzutage weiß man jedoch, daß dies nicht ausreicht. Selbst in konventionellen Printmedien sind die Möglichkeiten vielfältiger: Dort heißen "Links" Querverweise, Fußnoten oder Marginalien. Diese Velfalt an Linktypen (z.B. "Kritik", "Beispiel") wird benötigt, um ein Hypertext-Dokument durch Filter zu erschließen. Eine solche Funktionalität bietet beispielsweise die Diskussionsfunktion in BSCW (vgl. Artikel xxx).

Links in anderen Dokumenttypen

HTML unterstützt naturgemäß nur Links innerhalb von HTML-Dokumenten; ein HTML-Link kann auch einen anderen Dokumenttyp verweisen, jedoch nicht dort plaziert werden. Proprietäre Formate wie Word 97 oder Adobe PDF unterstützen ihrerseits zwar Links auf WWW-Ressourcen, der umgekehrte Weg bleibt versperrt; ein HTML-Autor kann nur pauschal auf ein solches Dokument verweisen -- egal, ob es sich dabei um ein vierseitiges Whitepaper oder eine 600-Seitige Dissertation handelt.

Auch hier glänzt wieder Hyperwave: Im Gegensatz zu konventionellen HTML-Dokumenten mit eingebetteten Hyperlinks verwaltet Hyperwave diese extern in einer Objektdatenbank; jeder Link ist ein Objekt mit eigenen Attributen und Zugriffsrechten. Links können daher unter Hyperwave in jeden Dateityp – egal ob Word, HTML, Ascii, PDF, PostScript oder eine Bilddatei -- integriert werden (vgl. Artikel xxx).

Zugriffskontrolle

Für jedes Dokument sollte steuerbar sein, wer es sehen kann, wer welche Links in diesem Dokument angezeigt bekommt und wer es bearbeiten kann.

Suchfunktionen

Große Bedeutung kommt auch einer mächtigen Suchfunktion zu; eine simple Volltextsuche, wie sie manche Websites anbieten, hilft wenig, wenn große Dokumentmengen gezielt durchsucht werden sollen.

Als Minimum sollten Suchfunktionen neben dem Volltext Meta-Tags (Keywords, Description, Author etc.) sowie Erstellungs- und Bearbeitungsdaten erschließen. Die Ergebnislisten müssen übersichtlich und aussagekräftig sein – auch das spricht für eine Unterstützung von Meta-Tags.

Kompatibilität

Das Web ist der de-facto-Standard für weltweiten Wissensaustausch; eine Alternative ist nicht in Sicht, daher müssen Kollaborations-Tools kompatibel zum Web sein, also mit den derzeit verfügbaren Browsern angezeigt und möglichst auch bearbeitet werden können.

Weiter: Diskurs.

 


Anmerkungen zum Hintergrund zu FORS |

 

 

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