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Workflow-Management
Einsatzmöglichkeiten für Workflow-Management
Modellierung von strukturierten Vorgängen
Vorgangsmodell
Sachliche Aspekte
Technische Aspekte
Diskussion der Ergebnisse
Einsatzmöglichkeiten
für Workflow-Management
Kooperative Arbeit untergliedert sich in mehr oder weniger stark strukturierte
Abläufe. Je stärker die Strukturierung, desto besser sind die im einzelnen
durchzuführenden Tätigkeiten bekannt und desto besser läßt sich ihr Ablauf
automatisieren. Diesen Umstand nützen Workflow-Management-Systeme (vgl.
Abschn. 1.2, »Workflow«), indem sie von einem Modell der strukturierten Vorgänge
ausgehen (Abschn. 4.2) und dieses in die Koordination von Arbeitsschritten umsetzen.
Das bedeutet gleichzeitig auch, daß nicht alle Vorgänge durch solche Systeme
unterstützt werden können.
- Modellierung
von strukturierten Vorgängen
- Vorgangsmodell
Im Vorgangsmodell unterscheidet man sachliche und technische Aspekte.
- Sachliche Aspekte
- Funktional: WAS wird ausgeführt?
Betrachtung der logischen Verarbeitungseinheit, also des Workflow. Jeder Workflow
verfügt über einen Typ und kann mit bestimmten Bedingungen (constraints) verknüpft
sein. Als Typen kommen »elementar« (elementary) und »zusammengesetzt« (composite) in
Frage.
- Operational
: WIE, d.h. mit welchen Ressourcen und Programmen wird etwas ausgeführt?
Legt fest, wie ein elementarer Workflow ausgeführt wird.
- Verhaltnsbezogen
: WANN wird etwas ausgeführt?
Definition des Kontrollflusses, d.h. wann die einzelnen Workflows auszuführen sind
und in welcher zeitlichen Abhängigkeit sie zueinander stehen. Dazu werden u.a. die aus
Programmiersprachen bekannten Konstrukte für Sequenz, bedingte und unbedingte Verzweigung
sowie Schleifen verwendet.
- Informationsbezogen
: WELCHE Daten sind betroffen?
Behandelt den Datenfluß. Bei der Ausführung elementarer Workflows werden Daten
erzeugt und möglicherweise an anderer Stelle bearbeitet. Dabei wird zwischen
Kontrolldaten (control data) und Nutzdaten (production data) unterschieden. Ein hierbei
auftretendes Problem ist die u.U. erforderliche Datenkonvertierung.
- Organisatorisch
: WER führt etws aus?
Geht davon aus, daß eine Organisation eine bestimmte organisatorische Struktur aufweist
und aus einer Population besteht, die diese Struktur ausfüllt.
- Technische Aspekte
- Kausalität: WARUM wird ein Workflow ausgeführt?
- Integrität
und Fehlerbehebung: Welche EINSCHRÄNKUNGEN sind erforderlich, um eine
möglichst ordnungsgemäßte Bearbeitung von Worklflows zu ermöglichen?
- Qualität
: Welchen AUFWNAD (Zeit, Kosten) verursacht die Ausführung des Workflows?
- Historie
: Welcher Workflow wurde wann und mit welchen Ressourcen ausgeführt?
(Protokollierung)
- Sicherheit
: WER darf etwas ausführen?
- Autonomie
: Kann/muß ein Workflow ISOLIERT ausgeführt werden?
- Diskussion der Ergebnisse
Für die benötigten Anforderungen eignet sich ein klassisches
Workflow-Management-System nicht; die im »Forum Südostasien« ablaufenden Prozesse sind
nicht in einer Form strukturiert, die in einem so hohen Grad formalisiert werden könnte.
Dennoch eignet sich das Vorgangsmodell zur Beschreibung einzelner Aspekte des »Forum
Südostasien«.
| Anmerkungen
zur Ablaufsanalyse für FORS |
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