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Beispiel: Internet-Dienst »Telnet«DefinitionTelnet ist sowohl ein Protokoll als auch eine Standardanwendung des TCP/IP-Protokollstacks; es dient dazu, eine bidirektionale, 8-bit-orientierte Kommunikationsmöglichkeit herzustellen. Telnet ist das am weitesten verbreitete Standardprogramm zur zeichenorientierten Terminalarbeit auf einem entfernten System. Telnet ist als Internet-Standard in RFC 854 definiert. AnwendungTelnet wird hauptsächlich dazu verwendet, über ein lokales oder globales Netzwerk eine zeichenorientierte Verbindung zu einem entfernten Rechner aufzubauen. Mit Telnet kann man sich beispielsweise als Client auf einem Unix-oder Großrechner-Host einloggen, sofern man über die entsprechende Zugangsberechtigung verfügt. Der Client nutzt i.d.R. eine Terminal-Emulation; entsprechende Programme werden zu jedem Betriebssystem mitgeliefert das native Unterstützung für das TCP/IP-Protokoll bietet. URIIn den RFCs 1738 und 1808 ist Telnet als URL (wie http, ftp, news, mailto usw.) definiert; das bedeutet, daß ein Web-Browser die Angabe von telnet://... als Location akzeptieren sollte. NutzungDie Nutzung von Telnet ist gewöhnungsbedürftig, da keine graphische Benutzerschnittstelle zur Verfügung steht. Die Benutzerführung ist nicht einheitlich festgelegt; sie erfolgt meist über Tatstaturkürzel oder menüorientiert. Die Programmierung der Benutzerschnitstelle erfolgt auf der Host-Seite, auf gut aufgebauten Telnet-Hosts findet man sich relativ rasch zurecht, allerdings muß man sich auf die Benutzerführung jedes Hosts erst einstellen. Öffentliche BibliothekskatalogeZahlreiche Bibliotheken bieten ihre Kataloge über das Internet zum recherchieren an; verschiedene aktuelle Verzeichnisse Internet Resource Guide (IRG), St. George Directory u.a. sind im Netz verfügbar; in der Newsgroup comp.internet.library werden neuen Bibliothken angekündigt. OPACVgl. Abschn. 10.4.1, »OPAC (Online Public Access Catalog)«, S. * f. TipsInsbesondere für Recherchen in Bibliothekskatalogen oder Datenbanken empfiehlt es sich, einen Telnet-Client zu verwenden, der Logdateien aufzeichnen kann; in diesen Dateien wird die Bildschirmausgabe mitprotokolliert. Für ein genaueres Abbild einer einzelnen Bildschirmseite empfiehlt es sich, einen sog. Screenshot zu erstellen und diesen als Bilddatei zu speichern bzw. auszudrucken. Literatur
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