Der Begriff Broadcatch (»Rundfang«) bezeichnet eine Entwicklungsmöglichkeit, die am Media Lab des MIT erforscht wird.

Beim Broadcatch kann der Nutzer nicht nur die Quelle, sondern auch den Inhalt auswählen.

Ermöglicht wird dies durch den Computer.

Informationen werden hierbei nicht gesendet, sondern gesucht.

Das Broadcatch ist damit eine qualitative Erweiterung des Narrowcasting unter besonders starker Betonung der interaktiven Komponente.

Genau dies passiert im Internet-Dienst World Wide Web: Der Nutzer recherchiert aus einer Vielzahl von Informationen gezielt diejenige, die ihn interessiert; er ist nicht auf ein vorproduziertes Angebot angewiesen, wie es ihm im Broadcast-Modus des Rundfunk vorgesetzt wird (Pull-Prinzip).

Aus unterschiedlichen Gründen haben verschiedene Interessengruppen auf den enormen Erfolg des Internet reagiert und versucht, auch hier das Push-Prinzip einzuführen; unter dem Oberbegriff Webcasting wurden verschiedene Technologien vorgestellt, die eine Verbreitung vorselektierter und aufbereiteter Informationen über das Internet ermöglichen sollen. Durch die Möglichkeit zur Personalisierung ähnelt Webcasting jedoch auch dem Narrowcasting.