Etwa seit Anfang 1996 bietet die Fernsehprogrammzeitschrift
TV Today im Internet einen Service mit der Bezeichnung
TV Today Online; dabei werden Einzelbilder aus dem laufenden Fernsehprogramm digitalisiert
und über das Internet übertragen. Je nach Bandbreite und Internet-Anbindung kann der
Benutzer maximal ein briefmarkengroßes Bild in fünf Sekunden erhalten; Ton wird nicht
digitalisisert.
Zwar wird bei TV Today Online noch die Mehrzahl der Bilder eines Fernsehprogramms nicht übertragen (bei PAL: 50 Halbbilder bzw. 25 Bilder pro Sekunde; im günstigsten Falle werden also pro übertragenem Bild 124 Bilder nicht übertragen), man muß jedoch auch berücksichtigen, daß es sich hier um eine neuarige Übertragungsform für massenmediale Inhalte handelt.
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Ein ähnliches Angebot bietet auch die
Tagesschau:
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Neue Technologien, z.B. von Vxtreme oder VDO, ermöglichen eine bessere Bildqualitä,t; ein VDO-Server kann beispielsweise bereits heute genutzt werden, um »Fernsehprogramme« über das Internet zu verbreiten, die von keiner konventionellen Sendeanstalt produziert und auch von keiner Medienanstalt kontrolliert werden; eine Internet-Anbindung, eine Videokamera, Digitalisierungs-Equipment und etwas Know-how reichen aus.
Die Berliner Firma
Mediacube (
http://www.mediacube.de/) setzte beispielsweise einen
VDO-Server ein, um die Pressekonferenzen zu den Internationalen Filmfestspielen 1997 live
sowie on demand über das Internet zu übertragen.
Problem: zu geringe Übertragungsgeschwindigkeit; Abilfe:
Kabelmodems, z.B. @Home
http://www.home.net/, knapp 50 Dollar im Monat, 100fache
ISDN-Geschwindigkeit [089:44]
Wie auch in vielen anderen Bereichen stellt sich hier die Frage nach einer Konvergenz zwischen Massenmedien und Unterhaltungs-/ Informationstechnologien, zwischen Massen- und Individualkommunikation.
Während der Softwarekonzern
Microsoft jüngst
die
Übernahme von WebTV -- also einer
Technologie zum Verbreiten von Internet über herkömmliche Fernseher -- ankündigte,
konnte IBM bereits vor drei Jahren fertige Produkte für den umgekehrten Weg -- das
Verteilen von Fernseh- und Videodaten über Desktop-PCs -- anbieten.
Im Mai 1994 präsentierte IBM in London vor Vertretern der
CBI Desktop News, einen
»on-demand news service delivered by satellite to desktop computers« ([128] [2]).
Die Desktop News-Sendung wird zunächst in ähnlicher Weise produziert wie
andere
ITN-Beiträge; dann werden sie jedoch
digitalisiert und mit einem IBM-Produkt, dem News Builder, um den Faktor 200:1
komprimiert; der fertige Desktop-News-Beitrag soll dann VHS-Qualität besitzen.
Die Übertragung erfolgt durch einen weiteren IBM-Dienst: Mit IN SatConnect werden die Beiträge an Eutelsat II geschickt. Der Abonnent von Desktop News muß also über eine Satellitenempfangsanlage verfügen. Für die Übertragung des Datenstroms von ca. 5 bis 10 MB pro Minute könnten auch Glasfaserleitungen oder sonstige Kabel benutzt werden, die Satellitenübertragung hat jedoch den Vorteil des Broadcast-Modus.
Auf seinem PC wird dem Desktop-News-Abonnenten zunächst eine Übersicht der Schlagzeilen angezeigt; sobald ein Beitrag ausgewählt wird, wird das Video in einem postkartengroßen Fenster abgespielt; daneben wird ein dazugehöriger Text angezeigt.
Das System soll dazu verwendet werden, einen maßgeschneiderten Fernsehkanal für Firmen bereitzustellen für eine präzise definierte Zielgruppe [1] wie Kunden, Händler oder Firmenangestellte. Zu den Themen des Programms sollen Training, Produktinformationen und Mitteilungen der Firmenleitung gehören.