Mit Tonsignalen kann ein Rechner noch ohne Tricks umgehen: CD-Stereo-Qualität steht für vergleichsweise magere 176 KByte Daten pro Sekunde. Anders bei Video: Die Qualität der Bilder aus dem Fernsehstudio sorgt für ein Datenvolumen von mehr als 22 MByte pro Sekunde - eine Last, unter der jede Festplatte kapituliert. Verringert man die Auflösung auf ein Viertel (352 × 288 Pixel, SIF-Format) oder sogar ein Sechzehntel (174 × 144 Pixel, QSIF-Format), bleiben immer noch Datenraten von weit mehr als einem Megabyte pro Sekunde zu verdauen.
Video per PC aufzunehmen und wiederzugeben klappt deshalb üblicherweise nur mit Datenkompression. Meist geschieht das mit speziellen Kompressor/Dekompressor-Modulen (`Codecs´), die in das Betriebssystem eingebunden werden - mittels Microsoft Video für Windows oder Apple QuickTime. Während Hardwarelösungen das Motion-JPEG-Verfahren benutzen [1], gelten Radius Cinepak und Intel Indeo als die gängigen Software-Codecs; im Bereich der Multimedia-CDs findet vor allem Cinepak Verwendung.
Quelle:
c't 14/97