Phantasie und Geschlecht

Die Entstehung von Phantasien ?er das eigene und das andere Geschlecht und die Bedeutung des Verh?tnisses von Phantasie und Realit? f? die geschlechtliche Identit? sind das Thema der in diesem Band versammelten sechs Aufs?ze. Jessica Benjamin greift hier Kernfragen wieder auf, die sie bereits in ihrem Buch ,Die 1 esseln der Liebe< angesprochen hat. Ihre Essays sind eine Fortsetzung ihres Versuchs, Zwischen Problemen der Theorieentwicklung in der Psychoanalyse und im Feminismus zu Br?ken schlagend, und dienen der weiteren Pr?isierung dieses Unterfangens. Insbesondere durch die neuere, vom franz?ischen Poststrukturalismus beeinflu?e feministische Theorieentwicklung in den USA (z B. die Kritik Judith Butlers an pychoanalytischen Theorien) sah sich die Autorin herausgefordert, ihren eigenen Standpunkt zu kl?en und weiter auszuf?ren. Sie stellt ihren Ansatz als Gegenentwurf zur postmodernen feministischen Position, die die -Psychoanalyse im Stile Lacans? adaptiere, zur Diskussion.

Im einzelnen besch?tigen sich die Beitr?e u.a. mit der Heraushildung der Geschlechtsidentit?, mit geschlechtsspezifischen Mustern der Identifizierung und dem Stellenwert von Erotik und Idealisierung in der ?ertragungsliebe. In ihrem Aufsatz ~Sympathy for the Devil - Einige Bemerkungen zu Sexualit?, Aggression und Pornographie< setzt Jessica Benjamin sich u. a. mit den Thesen der auch hierzulande bekannt gewordenen Pornographiegegnerin Andrea Dworkin auseinander.

Jessica Benjamin, New Yorker Autorin und Psychoanalytikerin, hat in Madison und in Frankfurt am Main (bei Theodor W. Adorno) studiert. Heute lehrt sie an der New School for Social Research und der New York University. Im Fischer Taschenbuch Verlag erschien ~993 ihr Buch >Die Fesseln der Liebe< (Band 11087).

 


Zuletzt bearbeitet: 07-Jan-06 von: Agon S. Buchholz