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Carl Gustav JungDer zweite große Dissident der Psychoanalyse ist der Begründer der "Dritten Tiefenpsychologischen Schule", der Analytischen Psychologie: Carl Gustav Jung, ein Schweizer Psychiater. Jung war Sohn eines Pfarrers, in der Verwandtschaft gab es insgesamt acht Geistliche kein Wunder, daß die Jung'sche Lehre das spirituelle Element stark betont. Das Lebensziel des Menschen könne doch nicht darin bestehen, bloß zu einem sozusagen gesunden Neurotiker zu werden, meinte Jung. Das Fehlen des religiösen Elements in der Psychoanalyse störte ihn besonders. Er suchte nach einer Perspektive, die über das bloße Funktionieren und Sich-Einfügen in soziales Leben hinausgeht. Bedeutung für die TheorieDie Analytische Psychologie hat in der Praxis der Psychotherapie bei weitem nicht die gleiche Bedeutung erlangt wie die beiden anderen tiefenpsychologischen Schulen. Für die Konzeptbildung weiterer Modelle aber, für die Theorie, hat Jung unendlich viel geleistet. Begriffe wie Komplex, kollektives Unbewußtes, Archetypus, Animus, Anima, Persona, Schatten stammen aus der Analytischen Psychologie, und die Vorstellung, die Menschheit habe eine gemeinsame seelische Basis, eine fundamentale Gleichartigkeit (die sich in den Archetypen äußere), wird erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts wieder so richtig geschätzt: Die Saat C. G. Jungs geht in den Der Jahren auf, mit der Hinwendung zu Esoterik, Mystik, zum Übersinnlichen, zu Astrologie, Alchemie, Magie, Mythos. Das New Age, so problematisch dieser Begriff auch sein mag, ist eine neue Blütezeit für die Jung'sche Lehre. Einige wichtige Begriffe
Ziel der Analytischen Psychologie ist es, dem suchenden Menschen den Weg zu einem erweiterten, spirituellen Bewußtsein zu zeigen, und der Weg dorthin führt außer über Gespräche und Deutungen von Erlebnissen, Träumen und Assoziationen auch über gestaltungstherapeutische Techniken wie Malen, Musizieren, Modellieren, Dichten. Der Jung'sche Ansatz geht über den üblichen Begriff von Therapie hinaus. Jung: »Was ich zu sagen habe, beginnt da, wo die Entwicklung anfängt und die Behandlung aufhört.« Quelle: Wanschura 1990 |
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Zuletzt bearbeitet: 07-Jan-06 von: Agon S. Buchholz |