In Deutschland gibt es eine Reihe von Pilotversuchen mit Kabelmodems. Die TU Clausthal hat Anfang 1994 als erste deutsche Hochschule ein Studentenwohnheim (Heim 1, ?Alte M?ze?) an das Campusnetz angeschlossen und bis Mitte 1996 knapp die H?fte aller Wohnheimpl?ze mit einem Netzanschlu?ausger?tet (vgl. [174], [175]). Ein weiteres Wohnheim (Heim 2) folgte etwa zeitgleich.
Aus Kostengr?den wurde die Verbindung zum Hochschulnetz zun?hst ?er Modems mit SLIP (Serial Line Internet Protocol) realisiert. Da die Telefonanlagen beider Heime an die Uni-Telefonanlage als Standleitung geschaltet werden konnten, entstanden f? eine ununterbrochene Verbindung keine laufenden Kosten. Nachdem nach einigen Wochen deutlich geworden war, da?die Kapazit? des Modems nicht ausreichte, wurden Glasfaser-Verbindungen eingerichtet und die lokalen Netze von Heim 1 und Heim 2 ?er einen Remote-Router zusammengefa?.
Im Sommer 1994 bewarben sich die Bewohner von Heim 8 um eine Ausweitung des Pilotprojekts auf ihr Haus. Wenig sp?er wurde mit der Installation eines LAN mit EAD-Technik in den 158 Zimmern begonnen.
Es ist geplant, diverse weitere Heime ebenfalls ans Netz zu bringen (vgl. Stand der Vernetzung in den Clausthaler Wohnheimen)
Auf einer ?ersichtskarte ist die Lage der einzelnen Heime eingezeichnet.
Vor allem in drei Bereichen sollten dadurch Anwendungen erleichtert werden:
Zur Schaffung einer Datenkommunikationsinfrastruktur f? studentische Wohnanlagen wurden zun?hst die Wohnheime nach dem Standard der strukturierten Geb?deverkabelung vernetzt (vgl. [174: 13 ff.; 22 ff.; 34 ff.], [175]). Zum Teil konnte auch eine bereits vorhandene Kabelfernsehinfrastruktur genutzt werden. Dabei wird in Breitbandtechnik das Frequenzspektrum eines ?ertragungsmediums in mehrere Kan?e unterteilt, die unabh?gig voneinander genutzt werden k?nen (Frequenzmultiplex-Verfahren). Mit Hilfe von Kabelmodems k?nen in einem dieser Kan?e Datensignale ?ertragen werden; ein gleichzeitiger Betrieb von Fernseher und Netzwerk ist m?lich.
In den Clausthaler Wohnheimen wurden Kabelmodems der Marke Zenith Homeworks eingesetzt (vgl. Kabelmodems: Hersteller). F? die angeschlossenen PCs verh?t sich das Netz wie ein Ethernet, in dem alle ?lichen Netzprotokolle wie TCP/IP oder IPX eingesetzt werden k?nen. Die maximale Reichweite des Systems liegt bei ?er 20km.
Das Homeworks-System setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
Neben der hausinternen Vernetzung m?sen die Wohnanlagen an das Hochschulnetz angebunden werden. Zu Geb?deanbildung bieten sich grunds?zlich vier unterschiedliche Kategorien von Verfahren an:
Folgende Heime wurden im Rahmen des Pilotprojektes bisher an das Hochschulnetz angebunden:
Siehe auch ?ersicht der Pilotprojekte, die innovative Technologien einsetzen.
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