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Telekommunikationsmarkt

?ersicht:


Deutschland

?ersicht

Das Netzmonopol der Deutschen Telekom AG f? das Betreiben von Sprachdiensten und Netzinfrastruktur f?lt nach dem Willen der Europ?schen Union zum 1.1.1998 (siehe auch: Chronologie). Die politischen Parteien in Deutschland vertreten in Bezug auf die Lizenzierung neuer Mitbewerber unterschiedliche Standpunkte:

Einige Gesellschaften, sogenannte Value Added Network Service Provider (VAN), bieten jedoch bereits Leistungen an, die auf der Infrastruktur der Telekom basieren, jedoch attraktiven Dienste f? Gro?unden anbieten ([0118]); st?ker Liberalisiert ist die Telekommunikationsordnung der BRD in den Marktsegmenten Corporate Networks sowie Mobil- und Satellitenkommunikation (vgl. [068:36]).

Die vergleichsweise rasche fernmeldetechnische Erschlie?ng einzelner Regionen in den neuen Bundesl?dern durch die Telekom und Turn-Key-Unternehmen hat gezeigt, ?da?TK-Infrastruktureinrichtungen gro?l?hig binnen k?zester Zeit errichtet werden k?nen? [068:36]; entscheidend ist vor allem das Finanzvolumen, das die beteiligten Unternehmen aufzubringen bereit sind; bis zu 8 Milliarden Mark wollen einige EVUs in der n?hsten Dekade in das Gesch?tsfeld Telekommunikation investieren [068:36].

Die meisten Mitbewerber stammen aus der Branche der Elektrizit?sversorgungsunternehmen (EVU); allein die deutschen Verbundunternehmen sollen, neben Kupfer- und Koaxialkabeln, insgesamt sch?zungsweise 10.000 km Lichtwellenleiter verlegt haben [068:36]. ?er alternative Infrastrukturen zum Netz der Deutschen Telekom verf?en jedoch beispielsweise auch die Wasserwirtschaft (Wasserwirtschaftsnetze) sowie die Deutschen Bahn (Steuernetz) [099:295].

EVUs mit ihrer eigenen Kabelinfrastruktur k?nten rein theoretisch f? die Nutzung ihrer Kapazit?en bedeutend weniger Geb?ren verlangen als das Noch-Staatsunternehmen [118]. Die Stromversorgung galt lange Zeit als klassisches Beispiel eines ?nat?lichen Monopols?; Erfahrungen aus dem Ausland belegen jedoch, da?diese Sicht nicht zwangsl?fig zutreffen mu?[2]. Zur Zeit gilt jedoch f? die EVUs in Deutschland gem? ?103 des deutschen Wettbewerbsgesetzes eine Sonderstellung: Die Elektrizit?swirtschaft ist von den kartellrechtlichen Einschr?kungen des Wettbewerbsrechts befreit; eine Folge dieser Situation ist, da?Deutschland ?im internationalen Vergleich der Strompreise eine Spitzenposition? belegt ([068:37]) [1].

Insgesamt sind in der Bundesrepublik mehr als 900 Energieversorgungsunternehmen aktiv, davon spielen neun eine entscheidende Rolle. Jedes EVU bedient nur einen geografisch beschr?kten Raum des Landes: So kann die RWE zwar im Rheinland eine Fl?hendeckung vorweisen, die Viag in Bayern und gro?n Teilen Ostdeutschlands, eine bundesweite Infrastruktur gibt es jedoch nicht. Hinzu kommt, da? die St?te und die Stadtwerke (Energieversorger) ihre eigene Hoheit besitzen und eine Versorgung in der Fl?he zun?hst wenig nutzt, wenn man den Kunden vor Ort nicht erreicht [118].

Die Mitbewerber der Telekom sind im Verband privater Netzbetreiber in Deutschland (ANGA) organisiert.


Weiter: Mitbewerberprofile


Siehe auch:


[1] Vgl. in diesem Zusammenhang auch den Beitrag ?Steuergeschenke f? Stromkonzerne? In: Junge Welt Nr. 84, 11-Apr-1997:
?Durch zu hohe R?kstellungen der Energiekonzerne [...] sind dem Staat weit mehr Steuereinnahmen entgangen als bisher angenommen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer sagte am Donnerstag, seinen berechnungen zufolge m?ten die Stromkonzerne f? die seit 1979 vorgenommenen steuerfreien R?kstellungen rund 18 Milliarden Mark Steuern entrichten. Scheers berechnungnen zufolge haben die deutschen Stromkonzerne inzwischen gut 55 Milliarden R?kstellungen vorgenommen.? [2] Im internationalen Vergleich wird die Situation auf den Telekommunikations- und Elektrizit?sm?ten in L?dern wie Deutschland, Gro?ritannien, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, den USA, Neuseeland, Australien und Japan verglichen und die Frage eines angeblichen ?nat?lichen Monopols? im Telekommunikations- oder Energieversorgungsmarkt er?tert.


Erstellt am: 17-Apr-1997 von: Agon S. Buchholz <asb@zedat.fu-berlin.de>
Zuletzt bearbeitet am: 27-May-1997 von: Agon S. Buchholz <asb@zedat.fu-berlin.de> mit: Hab.
Projekt: Kabelnetze als Telekommunikationsnetze: Telekommunikationsmarkt
URL: http://userpage.fu-berlin.de/~asb/Internet/Kabelnetze/tk-markt.html