
Telekommunikationsmarkt
?ersicht:
- Der Telekommunikationsmarkt
- Mitbewerberprofile
- Unternehmen auf dem deutschen Markt
- Veag
- Bewag
- DBKom
- Deutsche Telekom AG
- Mannesmann Eurokom
- RWE Tellaince
- Thyssen Telecom, D?seldorf
- Vebacom GmbH, D?seldorf
- Viag Interkom, M?chen
- Unternehmen auf dem internationalen Markt
- AT&T, USA
- Atlas
- Bell South, USA
- Bell Atlantic, USA
- British Telecommunications plc (BT), Gro?ritannien
- Cable & Wireless
- France T??om
- Telef?ica, Spanien
- GTE, USA
- MCI, USA
- Mercury
- Nippon Telegraph Telephone (NTT), Japan
- Nynex, USA
- PTT Netherlands, Niederlande
- Sprint, USA
- Telecom Italia, Italien
- KDD
- Singapore Telecom, Singapore
- Swiss PTT, Schweiz
- Telia, Schweden
- Internationale Kooperationen
- Global One
- World Partners
- Unisource
- Concert
- Die gr?ten Telekommunikationsunternehmen der Welt
- Vergleichsgr?en
?ersicht
Das Netzmonopol der Deutschen Telekom AG f? das Betreiben von Sprachdiensten und
Netzinfrastruktur f?lt nach dem Willen der Europ?schen Union
zum 1.1.1998 (siehe auch: Chronologie).
Die politischen Parteien in Deutschland vertreten in Bezug auf
die Lizenzierung neuer Mitbewerber unterschiedliche Standpunkte:
- CDU/CSU/FDP:
Nach Vorstellungen des damaligen Postministers B?sch sollen nur
diejenigen Anbieter Dienste fl?hendeckend anbieten m?sen, die mehr als
ein Viertel des deutschen Marktes kontrollieren
([134]).
- SPD:
Die SPD tritt f? eine strikte Begrenzung der zu vergebenden
Lizenzen ein; sie fordert, da?nur solche Mitbewerber lizenzierungsf?ig
sein sollen, die ihre Dienste fl?hendeckend anbieten k?nen.
Die SPD lehnt ?Rosinenpickerei? in lukrativen Teilm?kten ab.
Die Anforderungen an neu Mitbewerber sollen nach SPD-Vorstellungen
sogar so weit gehen, da?nicht nur Telefondienste fl?hendeckend
bereitgestellt werden k?nen m?ten, sondern auch
breitbandige Kommunikation f? Fernsehprogramme oder Daten?ertragung
([134]).
Einige Gesellschaften, sogenannte
Value Added Network Service Provider (VAN),
bieten jedoch bereits Leistungen an, die
auf der Infrastruktur der Telekom basieren,
jedoch attraktiven Dienste f? Gro?unden anbieten
([0118]);
st?ker Liberalisiert ist die Telekommunikationsordnung der
BRD in den Marktsegmenten Corporate Networks sowie Mobil- und
Satellitenkommunikation
(vgl. [068:36]).
Die vergleichsweise rasche fernmeldetechnische Erschlie?ng einzelner
Regionen in den neuen Bundesl?dern durch die Telekom und Turn-Key-Unternehmen
hat gezeigt, ?da?TK-Infrastruktureinrichtungen gro?l?hig binnen
k?zester Zeit errichtet werden k?nen?
[068:36];
entscheidend ist vor allem das Finanzvolumen, das die beteiligten Unternehmen
aufzubringen bereit sind; bis zu 8 Milliarden Mark wollen einige EVUs
in der n?hsten Dekade in das Gesch?tsfeld Telekommunikation investieren
[068:36].
Die meisten Mitbewerber stammen aus der Branche der
Elektrizit?sversorgungsunternehmen (EVU); allein die deutschen Verbundunternehmen
sollen, neben Kupfer- und Koaxialkabeln, insgesamt sch?zungsweise 10.000 km
Lichtwellenleiter verlegt haben
[068:36].
?er alternative Infrastrukturen zum Netz der Deutschen Telekom verf?en
jedoch beispielsweise auch die Wasserwirtschaft (Wasserwirtschaftsnetze) sowie
die Deutschen Bahn (Steuernetz)
[099:295].
EVUs mit ihrer eigenen Kabelinfrastruktur k?nten rein theoretisch
f? die Nutzung ihrer Kapazit?en bedeutend weniger
Geb?ren verlangen als das Noch-Staatsunternehmen
[118].
Die Stromversorgung galt lange Zeit als klassisches Beispiel eines
?nat?lichen Monopols?;
Erfahrungen aus dem Ausland belegen jedoch, da?diese Sicht
nicht zwangsl?fig zutreffen mu?[2].
Zur Zeit gilt jedoch f? die EVUs in Deutschland
gem? ?103 des deutschen Wettbewerbsgesetzes eine Sonderstellung:
Die Elektrizit?swirtschaft ist von den kartellrechtlichen Einschr?kungen des
Wettbewerbsrechts befreit; eine Folge dieser Situation ist, da?Deutschland
?im internationalen Vergleich der Strompreise eine Spitzenposition?
belegt
([068:37]) [1].
Insgesamt sind in der Bundesrepublik mehr als 900 Energieversorgungsunternehmen
aktiv, davon spielen neun eine entscheidende Rolle.
Jedes EVU bedient nur einen geografisch beschr?kten Raum des Landes:
So kann die RWE zwar im Rheinland eine Fl?hendeckung vorweisen,
die Viag in Bayern und gro?n Teilen Ostdeutschlands, eine
bundesweite Infrastruktur gibt es jedoch nicht. Hinzu kommt, da?
die St?te und die Stadtwerke (Energieversorger) ihre eigene
Hoheit besitzen und eine Versorgung in der Fl?he zun?hst
wenig nutzt, wenn man den Kunden vor Ort nicht erreicht
[118].
Die Mitbewerber der Telekom sind im Verband privater
Netzbetreiber in Deutschland (ANGA) organisiert.
Weiter: Mitbewerberprofile
Siehe auch:
[1] Vgl. in diesem Zusammenhang auch den Beitrag
?Steuergeschenke f? Stromkonzerne? In:
Junge Welt Nr. 84, 11-Apr-1997:
[2] Im internationalen Vergleich
wird die Situation auf den Telekommunikations- und Elektrizit?sm?ten in
L?dern wie Deutschland, Gro?ritannien, Norwegen, Schweden, den Niederlanden,
den USA, Neuseeland, Australien und Japan verglichen und die Frage eines
angeblichen ?nat?lichen Monopols? im Telekommunikations- oder
Energieversorgungsmarkt er?tert.
Erstellt am: 17-Apr-1997
von: Agon S. Buchholz
<asb@zedat.fu-berlin.de>
Zuletzt bearbeitet am: 27-May-1997
von: Agon S. Buchholz
<asb@zedat.fu-berlin.de>
mit: Hab.
Projekt:
Kabelnetze als Telekommunikationsnetze:
Telekommunikationsmarkt
URL:
http://userpage.fu-berlin.de/~asb/Internet/Kabelnetze/tk-markt.html