Kontext:
Medium: drahtgebunden oder drahtlos
Netz: physikalisch oder logisch
?ersicht: NetzstrukturenIn der Bundesrepublik Deutschland gibt es eine Reihe unterschiedlicher Netze; einige dieser Netze sind ?fentlich, einige sind nicht?fentlich; diese Arbeit wird sich vor allem mit zwei dieser Netze besch?tigen, dem Telekommunikationsnetz und dem Kabelnetz. Unterstanden beide Bereiche bis vor kurzem der DBP Telekom und damit dem Bundesminister f? Post- und Telekommunikation, so stellt sich ab Mitte 1996 und vor allem ab 1998 eine durch die dann in Kraft tretenden Richtlinien der EU grundlegend ver?derte Situation: Neben der Telekom sind dann auch Mitbewerber in beiden Teilm?kten zugelassen.
Die Telekom betreibt ein ?er Jahrzehnte gewachsenes Telekommunikationsnetz, welches sich aus verschiedenen Teilnetzen (z.B. Telefon- und Telexnetz) zusammensetzt; bei Telekom ist bestrebt, die einzelnen Teilnetze im Integrierten Text- und Datennetz (IDN) sowie im Diensteintegrierenden digitalen Telekommunikationsnetz (Integrated Services Digital Network, ISDN) zusammenzufassen.
Das schmalbandige ISDN soll zum Breitband-ISDN (B-ISDN) erweitert werden; hier werden zus?zlich breitbandige Dienste der Individualkommunikation wie Bildfernsprechen mitintegriert ([029: 78]; weiter: Breitbandnetze).
?er 70 Prozent des weltweiten Telefonnetzes sind heute digitalisiert. Bis Ende des Jahrzehnts wird dieser Proze?abgeschlossen sein, in Deutschland bereits bis Ende 1997 ([073:24]).
Im Mittelpunkt der Digitalisierung standen bisher die sogenannten Schmalbanddienste bis 64 kbit/s; in naher Zukunft werden folgende Entwicklungen erwartet bzw. angestrebt ([073:24]):
Das auf Kupferdoppeladern bestehende Zugangsnetz bildet den entscheidenden Engpa?in den heutigen Netzstrukturen; es stellt den gr?ten Investitionsanteil im Gesamtnetz und ist in seiner ?ertragungskapazit? bisher auf die Schmalbanddienste bis 64 kB/s begrenzt (vgl. [073:24] [1]). Neben dem schmalbandigen Telekommunikationszugangsnetz existieren verschiedene andere Netze, u.a. das Breitband-Kabelnetz (BK-Netz, ein breitbandiges Verteilnetz aus Koaxialkabeln) sowie die Mobilfunknetze C, D und E. In den oberen Netzebenen werden zus?zlich seit einigen Jahren Glasfasernetze betrieben; die Verwendung von Glasfasertechnologie im Zugangsbereich wird von der Deutschen Telekom in den Modellversuchen OPAL und ISIS erprobt.
Die Entwicklungen im Bereich der Breitbandverteilnetze und Breitbandvermittlungsnetze werden ausf?rlich im Abschnitt ?er den Ausbau der Kabelnetze dargestellt.
Als Telekommunikation bezeichnet man den Austausch von Nachrichten und Informationen ?er gr?ere Entfernungen mit Hilfe von Telekommunikationsmitteln wie Fernsprecher, Fernseh- bzw. Bildschirmger?, Fernkopierer u.a. (? Meyers Lexikonverlag).
Der Umsatz mit Telekommunikationsdienstleistungen und -ger?en lag 1995 weltweit bei rund 900 Milliarden DM ([114:352]). Der Telekommunikationsmarkt gilt als gr?ter Wachstumsmarkt der Zukunft; es wird erwartet, da?bis zur Jahrtausendwende die Telekommunikation h?ere Ums?ze erzielen wird als die Automobilbranche; das Marktvolumen soll bis 2000 um ca. 5-6 Prozent wachsen ([114:352]).
Allein f? Europa wird ein Wachstum von heute DM 244 Mrd.auf mehr als DM 406 Mrd. innerhalb der n?hsten zehn Jahre prognostiziert; auf Deutschland soll dabei ein Viertel entfallen [002]; der deutsche Markt ist bereits heute der gr?te Telekommunikationsmarkt Europas [003]. Marktbeobachter und Wettbewerber gehen gleicherma?n davon aus, da? die Deutsche Telekom den gr?ten Teil des Marktes (70-80%) abdecken wird [005], [006]. Erfahrungen aus den USA zeigen, da?neben einem gro?n Telekommunikationsunternehmen national nur noch Platz f? zwei bis maximal drei weitere Anbieter bleibt; aufgrund dieser vermuteten Marktsituation schlie?n sich seit etwa 1995 die potentiellen Mitbewerber auf dem Telekommunikationsmarkt zu Allianzen mit nationalen und internationalen Partnern zusammen.
Siehe auch:
[1] Verschiedene neue Techologien wie ADSL, HDSL, SDSL und VDSL sprengen die Begrenzung auf 64 kbit/s; sie werden kurz vorgestellt im Abschnitt ?er Digital Subscriber Line (DSL).