Die Kommunikationstechnik unterscheidet zwischen
Bei der Leitungsvermittlung besteht zu jedem Zeitpunkt zwischen dem Sender und dem Empf?ger eine physikalische Verbindung (gegebenenfalls als durchgeschalteter PCM-Kanal).
Im Gegensatz dazu besteht bei der Paketvermittlung keine physikalische Verbindung zwischen dem Sender und dem Empf?ger. Die zu ?ertragenden Daten werden in Pakete fester oder variabler Gr?e zerlegt, mit Adre?nformationen versehen und damit durch das Netz geleitet.
Ein Beispiel f? ein leitungsvermitteltes Netz ist das Telefonnetz, ein paketvermitteltes ist das Datex-P- oder das Datex-M-Netz.
Besteht zwischen dem Sender und dem Empf?ger eine Verbindung (eine physikalische im Falle der Leitungsvermittlung und eine logische beziehungsweise virtuelle im Falle der Paketvermittlung), die gew?rleistet, da?Daten in der Reihenfolge beim Empf?ger ankommen, wie sie der Sender abgeschickt hat, so spricht man von verbindungsorientierter Daten?ermittlung. Letztere erfolgt in drei Phasen: Verbindungsaufbau, Nutzdaten?ertragung und Verbindungsabbau. Im Gegensatz dazu wird an die verbindungslose Daten?ermittlung diese Anforderung nicht gestellt.
Konstante und variable Bandbreiten in einem NetzIn Abh?gigkeit von der Verkehrsstruktur der Dienste in einem Netz ergeben sich charakteristische Eigenschaften der Leitungs- und der Paketvermittlung. Werden VBR-Dienste (Variable Bit Rate) - das sind Dienste mit einer burst-artigen Verkehrsstruktur, beispielsweise die Daten?ertragung im LAN, ?ertragung komprimierter Videobilder et cetera - leitungsvermittelt ?ertragen, so wird Bandbreite verschwendet, da sich die gesamte ?ertragungskapazit? nur in den Phasen nutzen l?t, in denen auch Daten ?ertragen werden.
In der ?rigen Zeit wird die Bandbreite nicht ausgesch?ft. Auch kein anderer Teilnehmer kann sie nutzen. Im Gegensatz dazu wird bei der Paketvermittlung eine physikalische Verbindung nicht exklusiv einem Sender-Empf?ger-Paar zugeordnet, so da? bei der ?ertragung von VBR-Diensten andere Teilnehmer `Leerzeiten' ausnutzen k?nen. Allerdings lassen sich CBR-Dienste (Constant Bit Rate) - Dienste, bei denen in regelm?igen Abst?den, das hei? mit einem festen Takt, Daten erzeugt werden wie zum Beispiel beim Telefonieren ?er ISDN, beim Transfer unkomprimierter Videobilder und weitere - sehr schwer oder ?erhaupt nicht paketvermittelt ?ertragen, da sie meist gewisse Anforderungen an die Verz?erung (Delay) und die Verz?erungsschwankung (Delay-Jitter) stellen, die ein Paket erf?rt, wenn es vom Sender zum Empf?ger l?ft.
Mit Hilfe der schnellen Paketvermittlung (fast packet switching) ist es m?lich, nun auch CBR-Dienste paketvermittelt zu ?ertragen. Hierbei wird der Protokoll-Overhead, der durch die Sicherung der Nutzdaten, die Flu?ontrolle et cetera entsteht, minimiert. Innerhalb der schnellen Paketvermittlung gibt es die Varianten Cell Relay und Frame Relay.
Frame Relay stammt aus der Anfangsphase der schnellen Paketvermittlung. Prinzipiell ist es eine abgespeckte Version des X.25-Protokolls und wird daher auch als X.25-Light bezeichnet. Es sollte eine schnelle Paketvermittlung innerhalb des ISDN erm?lichen. Typisch f? Frame Relay ist die variable Paketl?ge.
Da man erkannt hat, da?sich die Verarbeitungsgeschwindigkeiten in den Netzknoten durch die Verwendung von Paketen fester L?ge weiter erh?en lassen, ist man bei der schnellen Paketvermittlung dazu ?ergegangen, Verfahren zu entwickeln, die auf einer festen Paketl?ge beruhen. Die Pakete hei?n in diesem Fall Zellen und die zugeh?igen Verfahren werden als Cell Relay bezeichnet. Der bekannteste Vertreter ist der Asynchronous Transfer Mode (ATM).