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Kabelkommunikation: Aktuelle Situation

Kontext:

Inhalts?ersicht:


Kabelfernseh-Infrastruktur in Europa

?er das dichteste TV-Kabelnetz verf?en derzeit die Benelux-Staaten. Es erreicht etwa 90 Prozent aller Haushalte (Belgien: 98%, Niederlande: 92%, Luxemburg: 81,4%). In D?emark und Deutschland k?nen rund 70 Prozent Kabelfernsehen empfangen [1].

W?rend es in D?emark bereits 6.500 Betreiber von Kabeldiensten gibt, herrscht in Deutschland vorerst noch das Monopol der DBPT [008].

Land Kabelfernsehverbindungen Kabelfernseh-Penetration
Belgien 3.725.000 98,0%
D?emark 1.323.000 57,3%
Deutschland 13.116.000 39,3%
Estland 20.000 4,1%
Finnland 780.000 36,3%
Frankreich 1.206.000 5,9%
Gro?ritannien 504.260 2,3%
Irland 400.000 40,0%
Island 1.105 1,3%
Kroatien 72.750 9,7%
Litauen 20.000 0,5%
Luxemburg 117.000 81,4%
Niederlande 5.700.000 92,0%
Norwegen 642.696 36,6%
?terreich 967.062 32,3%
Polen 600.000 6,0%
Portugal 10.000 0,3%
Rum?ien 16.985 0,4%
Slowakien 133.736 7,3%
Slovenien 220.000 40,0%
Spanien 749.100 6,6%
Schweden 1.931.000 50,3%
Schweiz 1.908.000 77,1%
Tschechische Republik 300.000 8,1%
T?kei 70.000 1,1%
Ungarn 749.000 21,4%

Daten f? die L?der Bulgarien, Griechenland, GUS und Italien liegen leider nicht vor. (Vgl. Cable & Satellite Europe Magazine, Jan. 1994, zit. in: [070:36]).

Kabelfernseh-Infrastruktur in Deutschland

Am 31.12.1995 meldete die Deutsche Telekom 15,8 Millionen Nutzer von Kabelanschl?sen [2]; die Kabeldichte liege damit bundesweit bei 65,3 Prozent, der Versorgungsgrad bei 64,7 Prozent. Die h?hste Anschlu?ichte aller Bundesl?der verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern (75,1%) und Brandenburg (74,4%), der h?hste Versorgungsgrad k?ne in Hamburg (99,4%) und Bremen (98,0%) erreicht werden; ?er die Schlu?ichter machte die Pressemitteilung Nr. 5/96 vom 23. Januar 1996 leider keine Angaben.

Ausf?rliche, nach Versorgungsgrad und Anschlu?ichte aufgeschl?selte Bestandsdaten der Bundesl?der (?ersichtsinformation Kabelanschlu?/em>) bietet die Generaldirektion der Deutschen Telekom jedoch frei zug?glich im WWW an (vgl. http://www.dtag.de/dtag/neues/detail.html, Stand: 31.12.1995).

Die niedrigste Anschlu?ichte haben demnach Sachsen-Anhalt (56,9%) und Schleswig-Holstein (61,4%), den niedrigen Versorgungsgrad haben Th?ingen (32,4%) und Sachsen-Anhalt (27,6%); auch Brandenburg (39,5?) und Mecklenburg-Vorpommern (39,6%) zeichnen sich demnach durch einen vergleichsweise niedrigen Versorgungsgrad aus. Die meisten an das Telekom-Kabelnetz angeschlossenen Wohnungen gibt es in Nordrhein-Westfalen (3,7 Mio.), Baden-W?ttemberg (2,0 Mio.) und Bayern (2,3 Mio.

Eine graphische Darstellung der angeschlossenen und anschlie?aren Wohnungen bietet die Deutsche Telekom in der ?ersichtsinformation Kabelanschlu?/em>: Bestand und Entwicklung, die unter dem URL http://www.dtag.de/dtag/neues/entwicklung.html zu finden ist.

Anfang 1997 forderte die Monopolkommission, die Deutsche Telekom m?se ihr Kabelnetz verkaufen. Die Bundesregierung lehnte diese Forderung im M?z 1997 mit der Begr?dung ab, ein solcher Zwangsverkauf versto? gegen Grundgesetz und Aktienrecht (Details: ?Telekom darf Netz behalten?. In: Die Welt, 04-Mar-1997.)

Weiter: Ausbau der Breitband-Verteilnetze


[1] Beachte die Divergenz f? die Angaben aus [008] (70%) und [070] (39,4%)!
[2] In [142] (Stand: Mai 1997) wird eine Zahl von 17 Mill. Haushalten genannt, die ans Kabelnetz der Telekom angeschlossen sind.


Erstellt am: 01-Jun-1997 von: Agon S. Buchholz <asb@zedat.fu-berlin.de>
Zuletzt bearbeitet am: 12-Jul-1997 von: Agon S. Buchholz <asb@zedat.fu-berlin.de> mit: Hab.
Projekt: Kabelnetze als Telekommunikationsnetze: Kabelkommunikation: Aktuelle Situation
URL: http://userpage.fu-berlin.de/~asb/Internet/Kabelnetze/kabelsituation.html